Handball-Verbandsliga TV Neerstedt feiert Sieg mit kleinen Ärgernissen

Von Heinz Quahs

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Marcel Reuter und der TV Neerstedt gewannen gegen den VfL Fredenbeck II in der Handball-Verbandsliga mit 26:22. Foto: Rolf TobisMarcel Reuter und der TV Neerstedt gewannen gegen den VfL Fredenbeck II in der Handball-Verbandsliga mit 26:22. Foto: Rolf Tobis

Neerstedt. Die Freude bei Handball-Verbandsligist TV Neerstedt nach dem Sieg über den VfL Fredenbeck II war nicht ganz ungetrübt.

Bei Björn Wolken eine Panikreaktion zu provozieren, ist schwerer, als man annehmen sollte. Der 36-Jährige ist noch keine 18 Monate Handball-Trainer, strahlt an der Linie aber meistens Ruhe aus. Umso bemerkenswerter ist es, wenn er seine Verbandsligaspieler vom TV Neerstedt schon nach zehn Minuten zur Auszeit zusammentrommelt wie im Heimspiel am Samstag gegen den VfL Fredenbeck II – übrigens der zweitfrüheste Zeitpunkt in Wolkens erwähnt kurzer Laufbahn. „Wir kamen einfach nicht ins Tempospiel“, erklärte er. „Auch unsere schnelle Mitte konnten wir nicht spielen, da der Anpfiff durch die Schiedsrichter häufig verzögert wurde.“

Dass am Ende ein 26:22 (14:10) und der vierte Saisonsieg stand, überstrahlte für den Coach dann auch nicht alles. Zu sehr musste sich sein Team gegen hart zupackende Gäste quälen, die mehrere Akteure mit Drittliga- und DHB-Pokal-Erfahrung in ihren Reihen hatten. In der 15. Minute geriet Neerstedt bei 4:5 das einzige Mal in Rückstand, danach waren vor allem Andrej Kunz und Florian Honschopp dafür verantwortlich, dass die Gastgeber bis zur Halbzeit mit vier Treffern führten.

Diskussionen mit den Schiedsrichtern

Immer wieder lieferten sich die Gastgeber aber Diskussionen mit den Unparteiischen, die Neerstedter Bank kassierte dafür später noch eine Zeitstrafe. Bis zum 21:19 (49.) konnte Wolkens Team die Gäste nicht abschütteln, die starke Abwehr wurde in der entscheidenden Phase aber immer stabiler. „Mit der Konzentration auf das eigene Spiel hat sich die Mannschaft wesentlich besser präsentiert, dann hatten wir den Gegner weitgehend im Griff“, meinte Wolken, dem besonders der Auftritt von Rückraumspieler Kunz gefallen hatte. Allerdings verletzte sich drei Minuten vor Schluss Julian Hoffmann so schwer am Knie, dass es fraglich ist, wann er wieder zum Einsatz kommen kann.


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