Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg spielt groß auf

Von Richard Schmid

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Treffsicher: Mareike Zetzmann, Rückraumspielerin der HSG Hude/Falkenburg (rechts). Sie trug elf Tore zum 24:19-Heimsieg ihres Oberliga-Teams über die SFN Vechta (Mette Müller) bei. Foto: Rolf TobisTreffsicher: Mareike Zetzmann, Rückraumspielerin der HSG Hude/Falkenburg (rechts). Sie trug elf Tore zum 24:19-Heimsieg ihres Oberliga-Teams über die SFN Vechta (Mette Müller) bei. Foto: Rolf Tobis

Hude. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben im Heimspiel gegen die SFN Vechta eine starke Leistung geboten: Obwohl kurzfristig drei Spielerinnen ausgefallen waren, bezwangen sie den Drittliga-Absteiger mit 24:19 (12:10).

Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein. Dass die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Freitag einen souveränen 24:19 (12:10)-Heimsieg gegen den Oberliga-Meisterschaftsfavoriten SFN Vechta gefeiert haben, verdient vor allem angesichts der Umstände allerdings das Prädikat sensationell. Nicht nur, dass das HSG-Team ohne das etatmäßige Trainergespann Dean Schmidt und Birgit Deeben auskommen musste, es galt auch, einige unerwartete Ausfälle zu kompensieren. Jessica Galle, Kristin Schulze und Frauke von Freeden fielen kurzfristig krankheitsbedingt aus, die in Groningen studierende Susan Schnitter erreichte wegen einer Zugverspätung erst in der zweiten Halbzeit die Halle. Das Fehlen der „Stammtrainer“ wurde von Inge Breithaupt (Trainerin HSG II) und dem Coach der ersten Herren, Lars Osterloh, mit Erfahrung und Qualität aufgefangen. Da der HSG beim Anpfiff aber nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung standen, glaubten allenfalls eingefleischte Optimisten unter den etwa 100 Zuschauern an einen Sieg der Gastgeberinnen. Die behielten aber recht.

Hude/Falkenburg liegt zur Pause mit 12:10 vorn

Die HSG-Sieben legte los wie die Feuerwehr. Nach zehn Minuten führte das Team mit 4:0, kassierte dank einer gut gestaffelten Deckung erst in der elften Minute ein Gegentor (4:1). „Unsere Spielerinnen haben sich von Beginn an unheimlich gut an unsere Vorgaben gehalten, kaum Fehler gemacht und gekämpft bis zum Umfallen“, analysierte Breithaupt. Unter der Regie von Saskia Petersen und der wieder einmal überragenden Torschützin Mareike Zetzmann, die elf Treffer markierte, wuchs das junge Team zu einer Einheit zusammen, gegen die die Gäste keine adäquate Antwort fanden. Zwar kämpfte sich Vechta bis zur 21. Spielminute heran (6:6), doch schon wenige Minuten später lag die HSG bereits wieder mit drei Toren vorn. Der Drittliga-Absteiger kam trotz aller Bemühungen nicht in die Partie, viele Spielzüge misslangen bereits im Aufbau, und die SFN-Abwehr fand nur selten ein Mittel gegen die variantenreichen Angriffe der HSG. Beim Spielstand von 12:10 wurden die Seiten gewechselt.

HSG-Torfrau Fenja Schwark ragt heraus

Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Hude/Falkenburg zog davon. Nach 42 Minuten betrug der Vorsprung vorentscheidende sieben Tore (19:12). Doch die HSG wäre nicht die HSG, wenn sich das Team in der zweiten Hälfte nicht ihre schon obligatorische Schwächephase leisten würde. Gut acht Minuten lang gelang ihm trotz bester Chancen kein Tor, allerdings konnten die Gäste daraus kein Kapital schlagen. Das lag vor allem an der 21-jährigen Torfrau der HSG, Fenja Schwark, die selbst größte Torchancen Vechtas mit ihren Paraden zunichtemachte. „Fenja hat 15 Minuten nahezu alles gehalten, selbst mehrere Tempogegenstöße. Das war sensationell“, freute sich Saskia Petersen über das herausragende Spiel ihrer Torhüterin. Bis in die Schlussminuten fanden die Gäste kein Rezept, um dem aufopferungsvollen Kampf des ersatzgeschwächten Heimteams beizukommen. „Unsere Spielerinnen haben gekämpft wie die Löwinnen, die Ausfälle hervorragend kompensiert. Hut ab, gegen so eine starke Mannschaft wie Vechta nur 19 Gegentore zuzulassen, verdient allergrößten Respekt“, so das Fazit von Lars Osterloh.


Statistik:

HSG Hude/Falkenburg: Schwark, Westermann, Stuffel 1, Zetzmann 11/2, Blankemeyer 2, Deeben 3, Petersen 2, L. Seidel 3, Schnitter, Hilmer 2, Meyer.

SFN Vechta: Kühling, Friede, J. Müller 2, Meyer 2, Triphaus, Zimmermann, Schwarz 5/1, Vodde 2, N. Müller 3, Wäscher 1, Kasperlik, Ruhöfer 1, M. Müller 3

Schiedsrichter: Pape, Rohlfs (TSV Eystrup)

Zeitstrafen: HSG 4 – SFN 3.

Siebenmeter: HSG 2/2 – SFN 1/1.

Zuschauer: etwa 100.

Spielfilm: 4:0 (5.), 6:6 (21.), 10:7 (27.), 12:10 – 19:12 (42.), 20:15 (48.), 23:16 (57.) 24:19.

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