Fussball-Oberliga SV Atlas freut sich auf Heimspiel gegen Spitzenreiter

Von Klaus Erdmann

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Wollen sich an diesem Samstag möglichst viele Torchancen gegen Spitzenreiter HSC Hannover erspielen – und am liebsten auch nutzen: die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Tom Schmidt (Mitte, im Spiel gegen den VfV Hildesheim). Foto: Rolf TobisWollen sich an diesem Samstag möglichst viele Torchancen gegen Spitzenreiter HSC Hannover erspielen – und am liebsten auch nutzen: die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Tom Schmidt (Mitte, im Spiel gegen den VfV Hildesheim). Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst empfangen an diesem Samstag, 15 Uhr, den Spitzenreiter HSC Hannover im Stadion an der Düsternortstraße. SVA-Trainer Jürgen Hahn, dessen Team vor dem achten Spieltag 2018/19 Tabellenzweiter ist, freut sich auf die Partie. Sie sei der Lohn für harte Arbeit, sagt er.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Wenn an diesem Samstag, 15 Uhr, die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst und des HSC Hannover einander im Stadion gegenüberstehen, handelt es sich um das Spitzenspiel des achten Durchgangs. Der unbesiegte Gast belegt mit 17 Punkten den ersten Platz. Der Hausherr erreichte bislang 14 Zähler und führt das Feld der Verfolger an. Tabellenzweiter gegen -erster: Mehr Spitzenspiel geht nicht.

Aber eines ist auch klar: Nach erst rund einem Viertel der Saison 18/19 kann es sich nur um eine (zugegeben: schöne) Momentaufnahme handeln. So sieht es auch Jürgen Hahn. „Man darf Platz zwei nicht überbewerten. Es sind schließlich erst sieben Spieltage vorbei“, so Atlas’ Cheftrainer. Florian Kohfeldt, mit Werder Bundesliga-Dritter, hat Ähnliches gesagt: „Der Tabellenplatz spielt in der jetzigen Phase keine Rolle.“ Da seien der Bremer Kollege und er ja einer Meinung, sagt Hahn lachend.

Spitzenspiel als Lohn für gute Arbeit

Er verspüre vor dem Spiel gegen den HSC eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung, verrät der SVA-Coach. Konzentration spiele eine wichtige Rolle, aber: „Es muss auch Spaß und Lockerheit herrschen.“ Seine Mannschaft könne nur gewinnen und sollte diese Situation genießen: „Wir haben sie uns erarbeitet.“ Die Spieler freuten sich auf die Aufgabe und ein bisschen Stolz sei auch dabei. „Wir haben uns“, so Hahn, „das Spiel verdient. Wir haben in der Vorbereitung viel investiert.“ Ein Spitzenspiel als Lohn für gute Arbeit.

Prunkstück der Hannoveraner ist der Angriff, der es in den sieben Spielen auf 21 Tore gebracht hat (Atlas: 14). Hahn: „Hannover spielt einen guten Fußball und besitzt viel Offensivqualität. Wenn der Gegner erst einmal ins Rollen kommt, bekommt man Probleme.“ Arminia Hannover (1:4) und der 1. FC Wunstorf (1:5) hätten es erlebt. Sieben Treffer befinden sich auf dem Konto von Christopher Schultz. Das Spiel des Tabellenführers sei aber nicht auf den Torjäger zugeschnitten, unterstreicht Hahn. Und: „Hannover hat noch mehr Qualität. Schultz ist kein Alleinunterhalter.“ Vier der sieben Tore gelangen ihm in Wunstorf. Vor einer Woche erzielte er beim 2:1 (0:1) gegen den Heeslinger SC den entscheidenden Treffer in der 85. Minute.

Atlas hat keine Personalprobleme

Der Tabellenzweite SVA verfügt ebenfalls über imponierende Qualität. Man wolle gegen den HSC wie zuletzt beim 4:0 beim TB Uphusen auftreten, wolle sehr kompakt stehen und für Überzahlspiel sorgen. Ganz wichtig sei es, ausreichend zu kommunizieren.

Personalprobleme hat Hahn nicht: „Alle Spieler sind an Bord. Alle bieten sich an. Es ist ein Luxusproblem. Es gibt Härtefälle und wir reden darüber. Jeder Spieler ist wichtig.“ Nach der Partie würden die Karten neu gemischt, erklärt Hahn, und verweist darauf, dass SVA in jedem Spiel eine andere Aufstellung präsentiert habe.

Am Mittwoch, 15 Uhr, bestreitet der SV Atlas das nächste Heimspiel. Im Viertelfinale des Niedersachsenpokals erwartet die Elf den FC Hagen/Uthlede. Befindet sich diese reizvolle Begegnung bereits in den Hinterköpfen? „Nein“, antwortet Hahn, „der Fokus liegt nur auf dem Spiel gegen Hannover.“ Erst am Samstag ab 17 Uhr sei Hagen ein Thema, unterstreicht der Delmenhorster Coach, der am gestrigen Abend zu den Zuschauern des Punktspiels BV Cloppenburg gegen FC Hagen/Uthlede gehörte.

Natürlich geht es auch um das „Thema der Woche“. Knackt der SV Atlas die 1000-Zuschauer-Grenze? „Ich hoffe es“, sagt Hahn. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“. Immerhin bietet seine Mannschaft den Fußballfreunden heute das Spitzenspiel der Oberliga Nord.


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