Handball-Oberliga Männer HSG Delmenhorst lauert gegen Fredenbeck auf Minichance

Von Klaus Erdmann

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Gehen als klarer Außenseiter in ihr Heimspiel: die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst um Torben Sudau (Mitte). Der Aufsteiger empfängt an diesem Samstag den verlustpunktfreien Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck. Foto: Rolf TobisGehen als klarer Außenseiter in ihr Heimspiel: die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst um Torben Sudau (Mitte). Der Aufsteiger empfängt an diesem Samstag den verlustpunktfreien Drittliga-Absteiger VfL Fredenbeck. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die HSG Delmenhorst empfängt den verlustpunktfreien Tabellenzweiten und Titelkandidaten der Handball-Oberliga der Männer: An diesem Samstag ab 19.15 Uhr trifft die HSG in der Stadionhalle auf den VfL Fredenbeck.

Jörg Rademacher ist sich sicher, dass sich den Handballern der HSG Delmenhorst an diesem Samstag, wenn der Oberliga-Titelanwärter VfL Fredenbeck kommt, nur ganz wenige Gelegenheiten zu einem erfolgreichen Abschneiden bieten. „Wir müssen lange dranbleiben. Dann bekommen wir eine Chance und dann müssen wir da sein und diese Chance nutzen“, sagt er. Wer weiß: Vielleicht gelingt es dem Außenseiter ja wirklich, den Favoriten nervös zu machen, ihn zu ärgern, die Minichance zu nutzen und ein unerwartetes Ergebnis zu erreichen. Das Treffen des Aufsteigers und Schlusslichtes Delmenhorst mit dem Absteiger und verlustpunktfreien Tabellenzweiten Fredenbeck beginnt um 19.15 Uhr in der Halle am Stadion.

Rademacher hat den Gegner „zwei-, dreimal gesehen“. Er gerät ins Schwärmen: „Die Mannschaft ist auf allen Positionen doppelt sehr gut besetzt. Es ist ein komplettes Drittliga-Team. Fredenbeck spielt eine schnelle Mitte und es ist schwer, die erste und zweite Welle aufzuhalten.“ Es werde, so der erfahrene Coach, ein „Riesengerenne“ geben. Das erfordere eine hohe Laufbereitschaft.

HSG will „Beton anrühren“

Im Vorfeld der Begegnung mit einem Gast, für den „nur der Wiederaufstieg zählt“ (Rademacher), hat die HSG den Schwerpunkt auf die Defensive gelegt. Der Trainer: „Wir müssen hinten an Stabilität gewinnen und Beton anrühren.“ Es kommt aber auch auf andere Dinge an. „Wir müssen diszipliniert spielen“, sagt Rademacher. „Es ist wichtig, dass wir zusammenrücken. Wir spielen gegen den stärksten Gegner, den wir in den letzten Wochen hatten.“

Bei allem Respekt vor Fredenbeck sagt Rademacher aber auch: „Wir schenken das Spiel nicht ab.“ Er glaubt an die Überraschung, erinnert an das 21:28 beim Spitzenteam ATSV Habenhausen: „Dort hatten wir eine Chance, waren aber nicht bereit, sie zu nutzen.“ Gegen Fredenbeck erwarte er keine Wunderdinge, aber er erwarte, dass die Spieler den Kampf annehmen.

Delmenhorster hoffen auf Unterstützung von den Rängen

Die verletzten Niclas Schanthöfer, Thies Kohrt und Michael Schröder sowie der privat verhinderte Lasse Till stehen den Delmenhorstern gegen Fredenbeck nicht zur Verfügung. „Aber wir jammern nicht“, erklärt der Trainer.

Eine wichtige Rolle, sagt Jörg Rademacher, spielten die Zuschauer: „Ich appelliere ans Publikum: Wir brauchen den Druck von außen. Es wäre schön, wenn wir Unterstützung bekämen. Die Spieler haben es verdient.“Vielleicht bietet sie sich der HSG ja wirklich – die Minichance.


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