Fussball-Regionalliga Frauen TV Jahn Delmenhorst wartet auf das Erfolgserlebnis

Von Klaus Erdmann

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Eine Neue für den Regionalligisten, die aus der eigenen zweiten Mannschaft kommt: Julia Kastens (rechts). Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier sagt: „Sie hat sich in den Vordergrund gespielt“. Foto: Rolf TobisEine Neue für den Regionalligisten, die aus der eigenen zweiten Mannschaft kommt: Julia Kastens (rechts). Jahn-Trainer Claus-Dieter Meier sagt: „Sie hat sich in den Vordergrund gespielt“. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst sind in der Regionalliga nach vier Spielen der Saison 2018/2019 noch sieglos und schieden aus zwei Pokalwettbewerben aus. „Wir wissen, woran es liegt“, sagt Trainer Claus-Dieter Meier: „Und wenn man das weiß, kann man es abstellen.“

Nur ein Pünktchen aus vier Spielen in der Regionalliga Nord, das Aus im DFB- und im Landespokal – die Fußballerinnen des TV Jahn warten auf ein Erfolgserlebnis. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga, die Jahn nicht aus sportlichen Gründen, sondern aufgrund der neuen Eingleisigkeit dieser Spielklasse verlassen musste, hatte man den Delmenhorster Fußballerinnen mehr zugetraut. Das Team von Cheftrainer Claus-Dieter Meier, das am Wochenende pausiert, wurde vor Beginn der Saison immer wieder genannt, stellte man Experten die Frage nach den Favoriten. Die Jahner nannten als Ziel einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Jetzt sehnen sie die Wende herbei.

TV Jahn verfällt nicht in Panik

Natürlich läuten nach vier Punktspielen noch nicht die Alarmglocken. Der Rückstand auf Platz drei beträgt nur fünf Zähler. Aber: Jahn darf nicht zu sorglos sein. So sieht es auch Meier: „Es gibt nur 22 Spiele. Da muss man aufpassen.“ Abteilungsleiter Bernd Hannemann: „Man darf nicht so locker sagen, dass man es schon schafft. Aber man sollte auch nicht in Panik verfallen.“

Thema Gegentore. 16 stehen zu Buche. „Wir zeichnen die Spiele auf und analysieren die Gegentore“, sagt Meier. „Es ist keine Tendenz zu erkennen. Wenn wir zurückliegen, machen wir auf und sind dann anfällig für weitere Treffer.“ In den bisherigen Spielen leisteten sich wiederholt Außenverteidigerinnen Fehler, die nicht ohne Folgen blieben. Die Spielerinnen, die in der vergangenen Saison meistens aus diesen Posten zum Einsatz kamen, stehen nicht mehr zur Verfügung: Lena Funke spielt für Arminia Bielefeld und Malin Knodel verzichtet zugunsten ihrer Ausbildung auf Regionalliga-Spiele. Adäquater Ersatz ist (noch) nicht vorhanden.

Nächstes Punktspiel am 7. Oktober

Thema Zugänge. Meier zeigt sich mit den internen Zugängen, die vom Landesligist Jahn II (Julia Kastens, Mona Matzdorf) oder von den B-Juniorinnen gekommen sind, insgesamt zufrieden., „Julia Kastens ist in der Defensive flexibel einsetzbar und hat sich in den Vordergrund gespielt“, sagt der Coach. Die jungen Spielerinnen benötigten noch Zeit, müssten behutsam aufgebaut werden.

Vivien Endemann (zuvor Werder Bremen B-Juniorinnen) sei talentiert, aber noch Schwankungen ausgesetzt. Carmen Höpoltseder (TuS Schwachhausen II) mache ihre Sache nach anfänglichen Problemen gut. Nimmt man Rückkehrerin Lynn Janning hinzu, so kamen nur drei externe Neue. Das ist, gerade angesichts des Aderlasses (acht Spielerinnen gingen) nicht viel. Hannemann: „Wenn es um Wechsel geht, spielen bei Frauen viele Dinge eine Rolle. Manche gehen lieber zu einem Auf- als zu einem Absteiger.“ Das nächste Punktspiel bestreitet der TV Jahn am Sonntag, 7. Oktober, bei Aufsteiger TuS Schwachhausen (12 Uhr).

Kleiner Kader vom Verletzungspeck gebeutelt

Thema Abgänge. Funke, Knodel und andere – Jahn hat wichtige Spielerinnen verloren. „Man kann die aktuelle nicht mit der Bundesliga-Mannschaft vergleichen“, betont Hannemann. „Durch die Abgänge hat es einen hohen Qualitätsverlust gegeben.“ Ein Verlust, der (noch) nicht kompensiert werden konnte.

Thema Verletzungen. Insbesondere das Fehlen wichtiger Offensivkräfte macht sich negativ bemerkbar. Das Verletzungspech hat den kleinen Kader gebeutelt. Zudem sind immer wieder Aktive im Urlaub. „Von den 18 Spielerinnen sind momentan acht unterwegs“, sagt Meier. Da macht ein Testspiel wenig Sinn.

Meier über den Stand der Dinge: „Wir wissen, woran es liegt. Und wenn man das weiß, kann man es abstellen.“


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