Handball-Verbandsliga TV Neerstedt verliert dramatisches Spitzenspiel

Von Heinz Quahs

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Andrej Kunz verwandelte für den TV Neerstedt fünf Siebenmeter, den entscheidenden allerdings nicht. Foto: Rolf TobisAndrej Kunz verwandelte für den TV Neerstedt fünf Siebenmeter, den entscheidenden allerdings nicht. Foto: Rolf Tobis

Neerstedt. Handball-Verbandsligist verliert in der Schlussphase gegen den ATSV Habenhausen II die Nerven und verliert mit 19:20.

Björn Wolken hat sich in den vergangenen Wochen als penetranter Mahner hervorgetan, auch nach zwei haushohen Siegen zum Saisonstart wollte der Trainer des TV Neerstedt den Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga als hartes Stück Arbeit verstanden wissen. Seit Samstagabend wissen seine Spieler auch, was er damit meinte: Der Verbandsliga-Favorit verlor das Absteigerduell gegen den ATSV Habenhausen II mit 19:20 (10:8) – trotz einer Führung kurz vor Schluss und eines späten Siebenmeters. „Wir sind auch an uns selbst gescheitert. Wenn die Konzentration fehlt, reicht es nicht“, sagte Wolken, der einige Zeit gebraucht hatte, um sich nach der Partie zu sammeln.

Siebenmeter nach Ablauf der Zeit

Die Schlussphase hatte nicht nur ihn Nerven gekostet. Zehn Minuten vor dem Ende sah beim Stand von 18:15 alles nach einem Sieg der Neerstedter aus, die die Partie durch ihre mal wieder bärenstarke Deckung bestimmt hatten. Doch danach lief fast alles für die Gastgeber schief, Habenhausen glich in der 57. Minute durch einen Siebenmeter von Marco Wilhelms aus, der mit acht Treffern auch bester Schütze war. Neerstedt kassierte zwei weitere Gegentore von Wilhelms und lag 33 Sekunden vor Schluss mit 18:20 zurück. Erik Hübner verkürzte im nächsten Angriff und dann erzwang der TVN mit einer offenen Deckung drei Sekunden vor Schluss ein Stürmerfoul. Weil Habenhausens Spielmacher Roberto Cagliani danach den Ball nicht freigab, gab ihm das Schiedsrichtergespann Rot und entschied auf Strafwurf, wie die Regeln es in den letzten 30 Sekunden vorschreiben. Doch Neerstedts Andrej Kunz, der zuvor fünfmal verwandelt hatte, warf den Siebenmeter neben das Tor. „Letzte Saison haben wir zweimal knapp gegen Neerstedt verloren, dieses Mal hat es gereicht“, sagte Habenhausens Coach Philipp Grieme.


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