Fussball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst besiegt MTV Wolfenbüttel mit 2:1

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Setzten sich durch: Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Patrick Degen (rechts) gewannen ihr Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel mit 2:1 (0:1). Foto: Rolf TobisSetzten sich durch: Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst um Patrick Degen (rechts) gewannen ihr Heimspiel gegen den MTV Wolfenbüttel mit 2:1 (0:1). Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Am sechsten Spieltag 2018/19 feierten sie einen 2:1 (0:1)-Heimsieg über den MTV Wolfenbüttel.

Der SV Atlas Delmenhorst ist zurück in der Erfolgsspur. Der Fußball-Oberligist gewann im Stadion an der Düsternortstraße mit 2:1 (0:1) gegen den MTV Wolfbüttel. „Das war ein wichtiger Heimsieg“, sagte SVA-Trainer Jürgen Hahn über die Heimpartie gegen den Aufsteiger. „Wir wollten eine Reaktion auf das Spiel in Oythe zeigen“, fügt er mit Blick auf das 1:2 vom Vorwochenende und die schwache Vorstellung bei einem anderen Klassen-Neuling hinzu. Dass seine Mannschaft, die im sechsten Spiel den dritten Sieg einfuhr und damit elf Punkte auf dem Konto hat, in dieser Saison trotz des Erfolgs schon deutlich besser gespielt hatte als am Samstag, war für Hahn keine Frage. „Das war ein Arbeitssieg, mehr aber auch nicht“, sagte er. Den hatten Oliver Rauh (56. Minute) und Jannik Vollmer (71.) vor 681 Zuschauern in der zweiten Halbzeit unter Dach und Fach gebracht. Joscha Plünnecke traf für den MTV (33.).

MTV Wolfenbüttel nimmt Tempo aus dem Spiel

Der SVA begann mit viel Schwung. Rauh hatte schon nach 45 Sekunden eine gute Chance. Er verpasste eine scharfe Hereingabe von Marvin Osei im Fünfmeterraum nur knapp. Wenig später (4.) kam Karlis Plendiskis nach einer Ecke nicht voll hinter das Leder, sein Kopfball verfehlte das Ziel. Dann gelang es den Gästen aber, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Sie agierten mit einer dicht gestaffelten Abwehr, stellten von der Mittellinie an die Räume vor dem eigenen Strafraum dicht. Wenn sie in Ballbesitz waren, versuchten die Wolfenbütteler, mit kontrolliertem, gemächlichem Aufbauspiel Platz für Angriffe über die Flügel zu schaffen. Den bot der SV Atlas, der zunächst ebenfalls konzentriert seine Defensivarbeit verrichtete, ihnen nur selten. Er kontrollierte das Geschehen, musste in der Offensive aber viel Geduld aufbringen. Zu wirklich klaren Möglichkeiten kamen die Delmenhorster vor der Pause nicht mehr.

Atlas-Fehler wird bestraft

Es war der SV Atlas, der in der ersten Halbzeit den einzigen groben Fehler machte – und der wurde bestraft. Stefan Bruns wollte zurück zu Torwart Florian Urbainski köpfen, ging aber nicht entschlossen genug zur Sache. MTV-Stürmer Rico Frank erlief sich den Ball, passte quer auf Plünnecke, der wenig Mühe hatte, ihn flach ins Tor zu schießen (33.).

Nach dem Gegentreffer war dem SVA-Team eine gewisse Verunsicherung anzumerken. Hahn reagierte in der Pause: Er ließ Energiebündel Thomas Mutlu fortan auf der „Zehn“ spielen und zog Regisseur Musa Karli auf die „Sechs“ zurück. Das lohnte sich, das Atlas-Spiel bekam mehr Struktur und mehr Schwung. Erst recht nach dem Ausgleich, der die Nerven beruhigte: Eine Flanke von Patrick Degen köpfte Rauh ins Netz (56.).

Die Partie wurde offener. Atlas erarbeitete sich Vorteile, musste bei MTV-Kontern aber immer auf der Hut sein. Ab der 70. Minute spielten die Gäste in Unterzahl. Der schon verwarnte Innenverteidiger Tobias Block hielt kurz vor dem Strafraum Rauh fest, der ihm sonst entwischt wäre. Der gute Schiedsrichter Jonas Behrens (TSV Lamstedt) zeigte Gelb-Rot.

Jannik Vollmer köpft das zweite Altas-Tor

Nicht einmal 120 Sekunden später ging Atlas in Führung. Karli, der mit einem clever durch die Mauer geschossenen 20-Meter-Freistoß nach dem Foul an Rauh noch an MTV-Torwart Philipp Steinke gescheitert war, zirkelte eine Ecke auf den Kopf von Vollmer (71.). Ernsthaft in Gefahr geriet der Atlas-Erfolg dann nicht mehr.

„Ein Punkt für uns wäre okay gewesen“, sagte MTV-Trainer Michael Nietz. Seine Mannschaft habe die Möglichkeiten, die Atlas-Defensive auszuhebeln, nicht konsequent genug genutzt. „Unser größtes Problem war die Passgenauigkeit“, erklärte er. „Wir haben den Ball oft nicht gut genug in die Schnittstelle gespielt.“


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