Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug verliert Spitzenspiel mit 0:1

Von Andreas Bahlmann

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Der TuS Heidkrug hat das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga beim TSV Großenkneten mit 0:1 verloren. Foto: Rolf TobisDer TuS Heidkrug hat das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga beim TSV Großenkneten mit 0:1 verloren. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Der TuS Heidkrug hat das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga beim TSV Großenkneten mit 0:1 verloren. Damit gaben die Delmenhorster die Spitzenposition an ihre Gastgeber ab. Die Partie des TV Falkenburg gegen den TV Dötlingen wurde abgebrochen, nachdem sich der TVF-Torwart verletzt hatte.

Der TSV Großenkneten hat das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga gewonnen. Er setzte sich gegen den TuS Heidkrug mit 1:0 (1:0) durch und übernahm die Tabellenführung. Die Partie des TV Falkenburg gegen den TV Dötlingen wurde am Freitagabend abgebrochen, nachdem sich TVF-Torwart Marcel Kant verletzt hatte. Er hatte in der 27. Minute einen Elfmeter pariert und war dann beim Versuch, auch den Nachschuss abzuwehren, vom Knie des Schützen am Kopf getroffen worden. Kant wurde mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht, berichte TVF-Trainer Georg Zimmermann. Er bat den Schiedsrichter daraufhin, die Partie abzubrechen, dieser entsprach dem Wunsch des Coaches. „Punkte und Tore sind völlig egal, wenn so etwas passiert,“ sagte Zimmermann. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 0:2 zurück.

TV Jahn Delmenhorst - RW Hürriyet Delmenhorst 4:3. In der ersten Halbzeit hatte das Jahn-Team den besseren Matchplan als die technisch versierten, aber viel zu eigensinnig agierenden Gäste. Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schaltete Jahn schnell um und konterte über außen. Das Zuspiel verwertete Dennis Geiger mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern zum frühen 1:0 (3.). Die Gäste bemühten sich weiterhin um eine offensive Spielgestaltung, machten sich aber das Leben selbst schwer durch lange Dribblings und umständliche, halbherzige Kombinationen. Die Gastgeber waren hellwach und verwerteten ihre Chancen effektiv. Paul Leis (27.) und Miles Meyer (39.) erhöhten noch vor der Pause auf 3:0.

Im Gefühl, die Partie schon für sich entschieden zu haben, schraubten die Jahner in der zweiten Halbzeit einen Gang zurück – und bauten dadurch den Gegner auf, der eben nicht aufsteckte. Nach einem Ballverlust der Gastgeber vor dem RWH-Tor landete der Ball nach einem langen Befreiungsschlag an der Jahn-Strafraumgrenze bei Berat Uyar. Der traf wie aus dem Nichts zum 1:3 (58.). In der 66. Minute wurde Meyer an der Mittellinie von Uyar gefoult, Schiedsrichter Burhanettin Akyol ließ das Spiel aber wegen Vorteils weiterlaufen. Timo Höfken nutzte die Verwirrung zum 4:1. Anschließend erhielt Uyar wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Die Gemüter der Gästespieler erhitzten sich, es kam zur Rudelbildung. Nach einigen Minuten konnte die Partie jedoch friedlich und fair fortgesetzt werden.

In Unterzahl bewies RWH Kampfgeist, im Jahn-Team schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten ein. Der Gastgeber verlor den spielerischen Faden. Das Team wirkte bisweilen fast lethargisch in der Zweikampfführung. Hürriyet kam durch Jewgeni Plushnikow (76.) und Cenan Coskun (86.) bis auf 3:4 heran. Jahn-Trainer Arend Arends musste dann noch bange fünf Minuten Nachspielzeit zu überstehen. „Am Ende machen wir es noch einmal unnötig spannend und bekommen dafür sogar beinahe noch die Quittung. Insgesamt war der Sieg aber klar verdient“, meinte er erleichtert. RWH-Trainer Deniz Ekici war sehr unzufrieden mit der Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit: „Das war gar nichts. Ich habe das überhaupt nicht verstanden. Erst nach der Roten Karte haben wir versucht, Fußball zu spielen.“

TSV Großenkneten - TuS Heidkrug 1:0. Das Tor des Tages fiel schon in der zwölften Minute – und es war ein besonderes: Nach einem Eckstoß für Heidkrug wurde der Ball mit einem Befreiungsschlag aus dem TSV-Strafraum herausgeschlagen, er landete an der Mittellinie bei Mattis Asche. Der sah, dass TuS-Torwart Maximilian Hiller außerhalb des eigenen Sechzehners stand. Asche zog ab, sein Sonntagsschuss senkte sich ins Netz.

Der TuS war ersatzgeschwächt angetreten. Er bot viele Akteure aus dem eigenen Nachwuchs auf, berichtete Co-Trainer Jorge Jacinto. Er sah ein zerfahrenes Spiel mit vielen Nickligkeiten, wenig Torchancen und vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. In der 34. Minute sah ein TSV-Spieler die Rote Karte, aber auch in Überzahl fanden die Heidkruger gegen die kompakte Defensive des TSV kein Mittel. Seine Spieler hätten sich von der hitzigen Atmosphäre auf und neben dem Platz beeindrucken lassen, meinte Jacinto. Der Heidkruger Jonas Yildiz ließ sich in der 75. Minute zu einem Frustfoul hinreißen, nachdem er festgehalten worden war. Er sah ebenfalls Rot. TuS-Co-Trainer Jorge Jacinto ärgerte sich über die Niederlage. „Wir hatten eine wirklich junge Ersatztruppe am Start“, sagte er: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, aber dennoch ist es bitter, dass es nicht gelang, bei eigener Überzahl Großenkneten mit unseren fußballerischen Mitteln Paroli zu bieten.“


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