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Weltreiterspiele 2018 in Tryon Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee freut sich über guten WM-Start

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In guter Form: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und Viamant du Matz (hier beim Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen). Foto: Lars PingelIn guter Form: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und Viamant du Matz (hier beim Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen). Foto: Lars Pingel

Ganderkesee/Tryon. Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee ist mit dem Start in die Vielseitigkeits-Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Tryon zufrieden. Sie ritt mit dem neunjährigen Viamant du Matz eine gute Dressur, nach der sie 30,6 Minuspunkte aufweist.

Auf Sandra Auffarths Mobiltelefon sind am Freitag seit dem späten Nachmittag viele Nachrichten eingegangen. Aus gutem Grund. Die 31-Jährige vom RV Ganderkesee hatte im Dressurviereck des Reitstadions im US-amerikanischen Tryon mit Viamant du Matz einen glänzenden Start in die Weltmeisterschaft der Vielseitigkeitsreiter hingelegt. Die drei Wertungsrichter benoteten den Ritt mit 69,368 Prozent. Das bedeutet, dass sie mit 30,6 Minuspunkten in die zweite Teildisziplin, den Geländeritt, geht. Er wird an diesem Samstag zwischen 17 und 23 Uhr ausgetragen. Die WM wird allerdings nicht schon am Sonntag, sondern erst am Montag (21.15 bis 23 Uhr) im Springparcours beendet. Wegen der starken Niederschläge, die von Samstagabend an wegen des Wirbelsturms „Florence“ im Bundesstaat North Carolina erwartet werden, haben die Ausrichter das Springen um einen Tag verschoben.

Viamant du Matz feiert sein WM-Debüt

„Ich bin echt sehr zufrieden“, sagte die Bergedorferin gestern. Sie hatte mit dem neunjährigen Selle-Français-Wallach eine starke, souveräne Dressur mit schönen Wechseln als Highlight gezeigt. „Er hat sich super weiterentwickelt“, lobte Auffarth. Dass ein kleiner Fehler beim Rückwärtsrichten eine noch bessere Wertung verhinderte, trübte Auffarths gute Laune überhaupt nicht. „Das ist zwar schade, kann aber passieren“, bestätigte sie: „Das nehme ich ihm nicht krumm. Ich denke, dass er doch ein bisschen angespannt war.“ Viamant du Matz ist noch sehr jung; er feiert sein WM-Debüt. Erst seit dem vergangenen März hat er das formale Startrecht für Championate, die auf dem höchsten Niveau – in einer Vier-Sterne-Prüfung – ausgetragen werden.

Sandra Auffarth ist Einzelstarterin

„Mat“, das ist der Spitzname des Neunjährigen, galt noch vor wenigen Wochen als Perspektivpferd. Auffarth und er waren nach einer starken Saison als erste Reserve für die WM nominiert worden. Da Olympiasieger Michael Jung (Horb) wegen einer Verletzung seiner Stute fischerRocana auf den Start bei den Weltreiterspielen verzichten musste, rückten Auffarth und Mat nach. Sie sind in Tryon die Einzelstarter für die Deutsche Reiterliche Vereinigung, ihr Ergebnis fließt nicht in die Teamwertung ein. Sie geht von Rang 35 aus auf die Geländestrecke.

Lob für Geländestrecke

Im Gelände wolle sie „angreifen“, sagte Auffarth. Die Strecke, die sie und die Mannschaftsreiter Ingrid Klimke (Münster, Hale Bob), Andreas Dibowski (Döhle, Corrida), Julia Krajewski (Warendorf, Chipmunk) und Kai Rüder (Blieschendorf, Colani Sunrise) am Dienstag zum ersten Mal besichtigt hatten, sei sehr anspruchsvoll. „Das technische Reiten wird reell abgefragt“, erzählte Auffarth: „Das ist ein guter Kurs für eine WM.“

Auffarth freut sich über die Unterstützung, die sie auf ihrem Mobiltelefon und über soziale Netzwerke erreicht. Waren bis es bis gestern vor allem Wünsche für viel Glück, gingen dann erste Glückwünsche zu einem klasse WM-Start ein. „Es war sogar ein Bild von Wolle dabei“, erzählte die 31-Jährige. Mit ihm, der Opgun Louvo getauft worden war, hatte sie vor vier Jahren im französischen Caen WM-Gold im Einzel und mit der Mannschaft gewonnen. Er wird nicht mehr in Championaten eingesetzt.

Julia Krajewski und Ingrid Klimke liegen vorn

In Tryon liegt die deutsche Equipe im Mannschaftswettbewerb (gewertet werden die drei besten Ergebnisse) nach der ersten Teildisziplin in Führung. Sie weist 73,40 Minuspunkte auf. Rang zwei belegt Großbritannien (80,80) vor den USA (83,00) und Frankreich (83,80). In der Einzelwertung belegt Julia Krajewski den ersten Platz (19,90). Zweite ist Ingrid Klimke (23,30) gefolgt von Rosalind Carter aus Großbritannien mit Allstar B (24,60), dem Franzosen Thibau Vallette (25,60) und der Schwedin Sara Algotsson Ostholt mit Wega (25,60). Kai Rüder (30,2) kam in der Dressur auf den 32. Rang unter 83 Teilnehmern, Andreas Dibowski (30,6) belegt Platz 33. (Mit dpa)


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