Fußball-Bezirksliga Wie der SV Baris Delmenhorst die Bezirksliga aufmischt

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Dennis Kuhn ist schwer zu stoppen, hier enteilt er Marten Michael vom VfL Stenum. Foto: Rolf TobisDennis Kuhn ist schwer zu stoppen, hier enteilt er Marten Michael vom VfL Stenum. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der SV Baris Delmenhorst ist nach vier Siegen die Überraschung der Fußball-Bezirksliga – und könnte in den nächsten Wochen noch stärker werden.

In der vergangenen Woche hat der SV Baris mal wieder Neuland betreten, was in jüngster Zeit keine Seltenheit ist. Der 1982 gegründete Verein ist in den Verkauf seiner ersten Fanartikel gestartet, Becher und Mützen mit dem Club-Emblem sind die ersten Stücke des Sortiments, einige sah man schon beim 3:1 gegen den VfL Stenum am Sonntag an der Lerchenstraße. Schals und Fahnen sollen bald folgen.

Zumindest die Mannschaft tut in der Fußball-Bezirksliga gerade alles, um den Verkauf anzukurbeln. Die Delmenhorster haben völlig überraschend ihre ersten vier Spiele gewonnen und sind mit dem Tabellenzweiten TuS Obenstrohe das einzige Team ohne Punktverlust. „Das ist einerseits überraschend, andererseits auch nicht, weil ich weiß, was die Jungs können“, sagt Trainer Önder Caki.

Taktisch klüger geworden

Das war schon in der Vorsaison sichtbar, als Baris nach glänzender Hinrunde unerwartet Vierter war, dann aber abstürzte. Inzwischen hat das Team den Kader erweitert, mit Baris Caki einen Manager installiert und sich taktisch weiter entwickelt. Önder Caki lässt mal mit drei Spitzen spielen, mal mit nur einer. Sein Team bläst nun nicht mehr – wie in der Vergangenheit oft erlebt – bedingungslos zum Angriff, sondern spielt schlauer wie beim 3:1-Auswärtssieg beim TSV Abbehausen, als alle drei Tore nach Kontern fielen. Die Offensive ist mit dem fünffachen Torschützen Devin Isik, dem athletischen Dennis Kuhn, Mikael Blümel und der Reihe dahinter um Cuma Caliskan und Shewket Barakat Osef sowieso das Prunkstück. Die Neuzugänge Tayfun Kurt, Florian Id und Patrick Schumacher haben die Defensive unübersehbar verstärkt.

Sonntag beim ESV Wilhelmshaven

Dabei hat Caki noch Personalsorgen. Kapitän Cumali Tuner und Regisseur Mert Caki spielten noch gar nicht, Torwart Orhan Karakaya und Verteidiger Sinan Uygun gegen Stenum zum ersten Mal. Caki sagt fast schon drohend: „Die Stammspieler kommen allmählich zurück. Das wird uns noch stärker machen.“

Am Sonntag ab 11 Uhr gastiert Baris nun beim sieglosen ESV Wilhelmshaven. „Wir sind auf der Hut. Aber klar: Wir müssen punkten.“ Damit zum Spitzenspiel gegen Obenstrohe eine Woche später vielleicht noch einige Mützen mehr verkauft werden.


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