Mounted Games RV Grüppenbühren richtet Turnier aus

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Freuen sich auf das Turnier auf dem heimischen Platz: (von links) Lea Hoffmann, Tammo Hoffmann, Tomke von Waaden und Alina Behrens von den „Grübis“ des Reitvereins Grüppenbühren. Zu dem Mounted-Games-Team, das an diesem Sonntag in Bookhorn sein Können zeigen möchte, gehört auch noch Birthe Zielke. Foto: Lars PingelFreuen sich auf das Turnier auf dem heimischen Platz: (von links) Lea Hoffmann, Tammo Hoffmann, Tomke von Waaden und Alina Behrens von den „Grübis“ des Reitvereins Grüppenbühren. Zu dem Mounted-Games-Team, das an diesem Sonntag in Bookhorn sein Können zeigen möchte, gehört auch noch Birthe Zielke. Foto: Lars Pingel

Grüppenbühren/Bookhorn. Der Reitverein Grüppenbühren richtet an diesem Sonntag, 16. September, zum ersten Mal ein Mounted-Games-Turnier aus. Die Wettbewerbe der „Spiele zu Pferd“ finden ab 9 Uhr auf dem Geländeplatz der Familie Hoffmann am Wischenweg in Bookhorn statt. In der Altersklasse U14 vertreten die „Grübis“ den gastgebenden Klub.

Reisestress haben Lea Hoffmann, Tammo Hoffmann, Tomke von Waaden, Bithe Zielke und Alina Behrens an diesem Wochenende nicht. Endlich, das dürften, zumindest kurzzeitig, vor allem ihre Eltern denken. Die fünf Jugendlichen und die Erwachsenen haben in den vergangenen Monaten so manche Stunde auf Autobahnen verbracht, um zu Turnieren zu reisen. Mit Pferdeanhängern und Wohnwagen, mit Schlafsäcken und Zelten. „Du musst schon rustikal sein“, sagte Anne Hoffmann, Mutter von Tammo und Lea, während eines Trainings der „Grübis“ auf dem Geländeplatz ihrer Familie am Wischenweg in Bookhorn, über das Hobby der Kinder und den damit verbundenen Anforderungen an Erziehungsberechtigte. An diesem Sonntag treffen sie sich alle genau dort wieder. Die Anfahrt ist also kurz.

Turnier mit 15 Mannschaften

„Grübis“ – so werden die fünf Ponyreiter, die auf dem Rasenplatz gerade übten, im Sattel sitzend eine Flasche aufzuheben, angekündigt, wenn sie in Wettkämpfen starten. Die Mannschaft, die zuletzt fast jedes Wochenende irgendwo in Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Hamburg angetreten ist, hat eine neue Disziplin in den Reitverein Grüppenbühren gebracht: die Mounted Games (in etwa: Spiele zu Pferd). Und, nach dem Motto „wenn schon, denn schon“, auch gleich eine neue Veranstaltung in dessen Terminkalender platziert: Am Sonntag, 16. September, ist er ab 9 Uhr zum ersten Mal Ausrichter eines Turniers. Es wird aber nicht auf der RVG-Anlage, sondern auf dem Geländeplatz der Familie Hoffmann ausgetragen. 14 Mannschaften der Altersklassen U14 und U18 mit je fünf Aktiven und Ponys aus dem gesamten norddeutschen Raum reisen dort schon am Samstag an, mit Pferdeanhängern und Camping-Utensilien. Gemeinsam wird dann der Turnierplatz vorbereitet.

Trainierten das gemeinsame Slalomreiten: Tammo Hoffmann (links) und Tomke von Waaden von den „Grübis“ des RV Grüppenbühren. Die beiden, die bei der WM, den „World Pairs 2018“ in Dänemark teilgenommen haben, treten mit ihrem Team an diesem Sonntag in Bookhorn an. Foto: Lars Pingel

Das 15. Team im Bunde sind die „Grübis“. Ihre Eltern, viele von ihnen waren oder sind selbst aktive Reiter, werden also auch an diesem Wochenende ordentlich gefordert sein. Sie unterstützen Leiterin Anne Hoffman, die als Vielseitigkeitsreiterin bis auf Bundesebene erfolgreich war, bei der Organisation und der Ausrichtung des Turniers. In dem sind die „Grübis“, die in der Klasse U14 starten, wohl wie immer die Jüngsten. Lea (6), Tammo (8), Tomke (9), Birthe (10) und Alina (11) haben sich daran aber längst gewöhnt. Sie sind das einzige Team im Landesverband Weser-Ems, das bei Ranglistenturnieren antritt, und haben mit ihren Leistungen bei den etablierten Vereinen schon für nachhaltigen Eindruck gesorgt. Auch die Trainer des nationalen Mounted-Games-Verbands wurden aufmerksam: Tammo und Tomke nahmen im Juli an einer WM teil. Bei den „World Pairs“ in Dänemark wurden sie zwar nur Dritte im B-Finale, sicherten sich mit Prinz und Mogli aber immerhin in einem der Spiele den Sieg. „Sie waren dort mit Abstand die Jüngsten“, erzählte Anne Hoffmann und ergänzte das schon begonnene Anforderungsprofil. „Du brauchst Eltern, die so etwas finanzieren und sich den zeitlichen Aufwand leisten können“, gab sie zu. Das gelte natürlich schon für die „normalen“ Turniere.

Reitverein unterstützt das Pony-Team

Außerdem sei es wichtig, Mitglied eines Vereins zu sein, der Interesse an der Sportart zeigte, die in Großbritannien schon fast den Status eines Nationalsports habe, erklärte Hoffmann. Das sei im RV Grüppenbühren zu ihrer großen Freude der Fall. „Der Vorstand hat sofort gesagt: Wir unterstützen euch“, erzählte sie. Dazu gehört, dass der RVG Mitglied des Verbands geworden ist und die Kosten dafür übernommen hat. Daher können am Sonntag in Bookhorn offizielle, für die Ranglisten gültige Mounted Games stattfinden. Sie sind ein Mannschaftsreitsport, in dem auf acht Bahnen Staffelrennen mit Geschicklichkeitsaufgaben geritten werden. Gefordert sind also reiterliche und athletische Fähigkeiten. „Es gibt eigentlich keine Altersbeschränkung“, erklärte Grübis-Trainerin Denise Oetjen, erfahrene Mounted-Games-Reiterin in einer Achimer Equipe. Die Kinder müssten alleine im Schritt, Trab und Galopp reiten können, am besten ohne Steigbügel. Zudem gäbe es Größen- und Gewichtsregeln, erklärte Oetjen: „Das Verhältnis von Pony zum Reiter muss stimmen.“ Sie entscheidet während der Turniere, wer welche Übung reitet.

Die „Grübis“, die sich sehr freuten, dass ein Sponsor für ihre Ausstattung gefunden wurde, werden in ihrem Verein auch vom M**-Voltigierteam unterstützt, erzählte Hoffmann weiter. Eske Hoffmann und Beke Raschen übernehmen die Leitung des Gymnastik- und Krafttrainings der jungen Sportler.

RVG-Pressewartin Karoline Schulz hoffte derweil, dass sich viele Reitsportfans am Sonntag „einmal ein Bild der rasanten Spiele“ machen. Der Eintritt ist frei, erklärte sie. Die Wettbewerbe würden bis etwa 16 Uhr dauern. Wenig später geht es für viele Ponyreiter und ihre Eltern für einige Stunden auf die Autobahn.


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