Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst ringt auch den VfL Stenum nieder

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Auf dem Weg zum 2:0: Baris-Spieler Devin Isik hat Stenums Torwart Maik Panzram umspielt. Die Delmenhorster gewannen die Partie schließlich mit 3:1. Foto: Rolf TobisAuf dem Weg zum 2:0: Baris-Spieler Devin Isik hat Stenums Torwart Maik Panzram umspielt. Die Delmenhorster gewannen die Partie schließlich mit 3:1. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der SV Baris Delmenhorst behält mit dem 3:1 gegen den VfL Stenum seine weiße Weste und bleibt Dritter der Fußball-Bezirksliga.

Die Fußballer des VfL Stenum haben in der jüngeren Vergangenheit schon einige verblüffende Aufholjagden hingelegt, die Mentalität dieser Mannschaft sollte mittlerweile über die Grenzen der Bezirksliga hinaus bekannt sein. Kurz vor Beginn der Nachspielzeit war am Sonntagnachmittag der Glaube an ein weiteres Wunder beim Anhang aber aufgebraucht. Die drei Dutzend VfL-Fans unter den 150 Zuschauern machten sich im Derby beim SV Baris Delmenhorst schon deutlich vor dem Schlusspfiff wieder auf dem Heimweg – nicht gerade bester Stimmung – und verpassten dieses Mal ausnahmsweise auch nicht mehr viel. Am Delmenhorster 3:1 (2:0) änderte sich nichts mehr und auch nicht daran, dass Baris immer mehr zur Sensation der Liga wird. Nach dem vierten Sieg im vierten Spiel stellte Trainer Önder Caki trocken fest. „Ein Gegner mehr, den wir geschlagen haben. Das fühlt sich gut an.“

Noch immer kein Rückstand für Baris

Seine weiter drittplatzierte Mannschaft hatte vor allem ein perfektes Timing bewiesen und mal wieder ihre Wirkungstreffer zu den empfindlichsten Zeitpunkten gesetzt – in den bisherigen 360 Spielminuten lag Baris noch in keiner einzigen zurück. Stenums Coach Thomas Baake fand sein Team auch „keinen Deut schlechter“ als Baris: „Wir waren am Anfang schläfrig und laufen dann hinterher. Das passiert auswärts zu oft.“

Beiden Mannschaften fehlten namhafte Spieler, was Baris zunächst weniger anzumerken war. Nach verteilter Anfangsphase taten sich die Gastgeber mit der Torproduktion deutlich leichter: In der 27. Minute konterte Baris nach Stenumer Ballverlust über Dennis Kuhn, der sich auf der rechten Seite robust gegen Marten Michael durchsetzte und Tayfun Kurt die Führung auflegte. Fünf Minuten später hätte Maximilian Bradler ausgleichen können, doch der Abpraller, den ihm Baris-Torwart Orhan Karakaya an den Kopf pritschte, überraschte ihn und flog über das Tor. „Wir haben auch viel Pech gehabt“, fand Baake.

Und hinten nicht genügend Konsequenz. Kuhn bediente gegen die unsortierte VfL-Defensive in der 45. Minute mit einem herrlichen Pass Devin Isik, der Gäste-Keeper Maik Panzram austanzte und zum 2:0 einschob.

Karakayas Glanzparaden

Die Stenumer Hoffnung auf eine Wende war aber schon beim Gang aus der Kabine nach der Pause spürbar: Co-Trainer Werner Bruns und Abteilungsleiter Klaus Panzram klatschten jeden Spieler ab und sahen tatsächlich mehr Leidenschaft im Spiel. Stenum drückte und schoss Karakaya ordentlich warm. Der Baris-Keeper zeigte in der 58. Minute einen spektakulären Reflex gegen Bradler, konnte den Anschluss der Gäste in der 73. Minute aber nicht verhindern. Paul Fuhrken flankte nach einer Energieleistung von links passgenau auf Alexander Ruge, und die Leihgabe aus der zweiten Mannschaft schoss flach ein.

Es folgte eine Viertelstunde, in der Baris „komplett schwamm“, wie Trainer Caki hinterher bekannte. Braun scheiterte direkt nach dem Anschlusstor an Karakaya, Fuhrken traf zwar in der 81. Minute, stand allerdings im Abseits. Der einzige nennenswerte Konter der Hausherren führte dann aber zur Entscheidung. Der eingewechselte Tolga Caki legte ab, Mikael Blümel zog zum Tor und vollstreckte mit der Pike ins kurze Eck. „Absolute Klasse“, meinte auch Baake, der aber auch über sein eigenes Team viel Gutes zu sagen hatte: „Die Energie in der zweiten Halbzeit hat gestimmt. Es war kein schlechtes Auswärtsspiel von uns.“ Für ein Fußball-Wunder reichte es dieses Mal aber nicht.


Statistik, Fußball-Bezirksliga

SV Baris: Karakaya; Pelman, Birke, Id, Schumacher, Al Aimre (87. Uygun), Kurt (78. Özütemiz), Kuhn (69. T. Caki), Blümel, Tunc, Isik.

Stenum: Panzram; Dienstmaier (70. Ruge), Tönjes, Würdemann, Michael, F. Dohrmann, Klatte, Keil (61. Höpker), Bradler (70. Brenneiser), Fuhrken, Braun.

Tore: 1:0 Kurt (27.), 2:0 Isik (45.), 2:1 Ruge (74.), 3:1 Blümel (85.).

Schiedsrichter: Fabian Becker (SW Oldenburg) mit Finn Zur Brügge und Mirco Vietor.

Zuschauer: 150.

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