Handball-Oberliga Männer HSG Delmenhorst will Favoriten ATSV Habenhausen ärgern

Von Klaus Erdmann

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Zuletzt bärenstark gegen die SG Bremen/Hastedt: HSG-Rechtsaußen Philipp Freese. Die Delmenhorster treten an diesem Sonntag beim ATSV Habenhausen an. Foto: Rolf TobisZuletzt bärenstark gegen die SG Bremen/Hastedt: HSG-Rechtsaußen Philipp Freese. Die Delmenhorster treten an diesem Sonntag beim ATSV Habenhausen an. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst müssen an diesem Sonntag ein schwere Aufgabe lösen. Sie treten beim Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen an, der zu den Favoriten auf die Meisterschaft gehört. Jörg Rademacher, Trainer der Delmenhorster, hofft auf eine starke Leistung im Defensivbereich.

„Ich hoffe nicht, dass es immer so läuft“, sagt Jörg Rademacher. Und dann fügt er schnell hinzu: „Aber wenn wir die Punkte immer so holen, ist es mir egal.“ Der Trainer der Handballer der HSG Delmenhorst wirkt ein wenig unentschlossen, wenn man ihn an das 32:31 gegen die SG Bremen/Hastedt erinnert, das Frederic Oetken erst nach Beendigung der regulären Spielzeit per Siebenmeter sicherstellte. Unterm Strich bleibt dem Aufsteiger in die Oberliga ein Auftaktsieg, der auch angesichts der großen Personalprobleme sehr wichtig ist. Und: Es befinden sich ersten beiden Punkte auf dem Konto.

Einsatz von Torben Sudau entscheidet sich kurzfristig

Nur wenige Experten gehen davon aus, dass am Sonntag weitere Zähler dazukommen. Ab 17 Uhr treten die Delmenhorster in der Hinni-Schwenker-Halle des ATSV Habenhausen an, der nach dem Abstieg aus der 3. Liga zu den Titelanwärtern gehört. „Ich sehe Habenhausen unter den Top-Drei-Teams in der Liga“, sagt HSG-Leistungsträger Oetken, der zuletzt im halblinken Rückraum agieren musste. „Der Gegner ist klarer Favorit“, betont Rademacher.

„Wir haben keine neuen Verletzten und konnten während der Woche normal trainieren“, sagt der Coach ungefragt und dieser Satz zeigt, dass die personelle Situation seine Arbeit stark beeinflusst. Ob Torben Sudau zur Verfügung steht, werde sich erst am Sonntag entscheiden. Dominik Ludwig und Marcian Markowski gehören wieder zum Aufgebot. Ein weiterer Kreisläufer, Alexander Schöps, weilt aus Studiengründen in Mexiko und kehrt erst Ende Januar zurück. „In dieser Saison planen wir ohne ihn“, informiert Rademacher.

HSG Delmenhorst will mit „guter Abwehr“ Paroli bieten

Habenhausen stelle eine Herausforderung dar. „Die Spieler sind noch größer, noch breiter“, unterstreicht der Coach. ATSV trete mit „voller Kapelle“ an und habe – im Gegensatz zur HSG – den Druck. „Wir wollen den Gegner möglichst lange ärgern“, erklärt Rademacher. Die Mannschaft müsse 110 Prozent Einsatzwillen zeigen, um eine Chance zu haben. Er hofft, dass die „gute Abwehr“ im Verbund mit den Torhütern ein Bollwerk bildet. Über die Außen spiele der ATSV eine sehr starke erste Welle.

Studienbedingt jetzt für länger Zeit in Mexiko: Kreisläufer Alexander Schöps. Foto: Rolf Tobis

Im Finale des Toyota-Engelbart-Cups besiegte HSG die Habenhauser mit 13:11. Natürlich weiß Rademacher, dass man sich davon nicht blenden lassen darf. Er sagt aber auch: „Wir nehmen aus diesem Turnier einiges mit. Und ich glaube, dass der Gegner das Endspiel noch nicht vergessen hat.“ Übrigens: Auch Habenhausen holte die ersten Punkte mit einem Last-Minute-Treffer. Beim 22:21 beim TSV Bremervörde gelang Janik Schluroff der entscheidenden Treffer acht Sekunden vor Schluss.


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