Handball-Landesliga HSG Delmenhorst II zu hektisch und zu riskant

Von Heinz Quahs und Jörg Schröder

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Durchgetankt: Der Delmenhorster Tobias Schenk traf im Spiel gegen die HSG Stuhr sieben Mal. Foto: Rolf TobisDurchgetankt: Der Delmenhorster Tobias Schenk traf im Spiel gegen die HSG Stuhr sieben Mal. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst Handball-Landesligist Delmenhorst II musste in der Bremen-Staffel im ersten Spiel der neuen Saison eine herbe Niederlage einstecken. Gegen die HSG Stuhr von Sven Engelmann verlor das Team des neuen Trainers Adrian Hoppe deutlich mit 25:32 (12:16).

HSG Delmenhorst II - HSG Stuhr 25:32 (12:16). Der neue Trainer Adrian Hoppe musste auf zahlreiche Akteure verzichten. Dennoch startete Delmenhorst gut in die Partie. Die Deckung stand zunächst gegen die körperlich überlegenen Gäste sehr sicher. Auch im Angriff wurde zunächst gut agiert. Nach dem 5:3 (7.) durch Raphael Schween steigerten sich aber die Gäste, die sich als Saisonziel „oben mitspielen“ gesetzt haben. Die Hoppe-Sieben hingegen verlor ein wenig den Faden. So hieß es nach 22 Minuten 8:12. Dieser Vier-Tore-Rückstand hatte auch zur Pause (12:16) Gültigkeit. Nach dem Wechsel konnte Delmenhorst II die Partie noch offen gestalten und kam bis zur 41. Minute durch Jonas Meissner auf zwei Tore (18:20) heran. Danach aber agierte die Oberliga-Reserve im Angriff zu hektisch. Zudem leisteten sich die Akteure zahlreiche riskante Anspiele an den Kreis, die prompt zu Ballgewinnen für die Gäste führten. Diese Fehler nutzten die Gäste konsequent aus und zogen bis zur 50. Minute auf 27:20 davon. Stuhr mit den ehemaligen Delmenhorstern Meik Schäfer und Tim Kieselhorst setzte sich nun Tor um Tor mehr ab – und siegte klar 32:25.

Dreifacher Torschütze gegen die HSG Stuhr: Jonas Meissner (links). Foto: Rolf Tobis

Hoykenkamp - SSV Wilhelmshaven 30:34 (14:15). Auch Hoykenkamp setzte seinen Heimspielauftakt in den Sand. Coach Lutz Matthiesen nannte dafür auch einen der Gründe: „Durch die Verletzungen einiger Leistungsträger blieb unser Spiel phasenweise nur Stückwerk und das hat Wilhelmshaven konsequent ausgenutzt.“ Die Turnerschaft zeigte in der ersten Hälfte eine engagierte Begegnung, in den besonders Goalgetter Sebastian Rabe mit insgesamt neun Toren herausragte. Auch die anderen Hoykenkamper zeigten phasenweise ein recht ansprechendes Offensivspiel, das allerdings mit der kurzen Deckung gegen Rabe nach 20 Minuten etwas verflachte. Knackpunkt war aber in diesem Spiel die Deckung. Zwar war Torwart Gregor Kleefeldt mit zehn zum Teil tollen Paraden einmal mehr bärenstark. Seine Vorderleute in der Deckung waren allerdings häufig überfordert. Denn Wilhelmshaven kam sowohl im schnellen Kombinationsspiel als auch im Eins-gegen-Eins-Spiel immer wieder zu einfachen Treffern.

Bis zum Seitenwechsel (14:15) war es ein ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Führungen, doch danach übernahmen die Gäste das Kommando. Sie führten mit sieben Toren (29:22, 49.), mal nur noch mit zwei Treffern (31:29, 57.). Doch nachdem zwei weitere Treffer zurückgepfiffen wurden, nutzten die Gäste in der Schlussphase weitere Chancen konsequent zu einem doch noch einem klaren Erfolg. Matthiesen zeigte sich dennoch nicht völlig unzufrieden. „Wir haben eine gute Moral gezeigt.“ Ein Sonderlob erhielt Youngster Hadi Zein, der fünf Mal traf, Verantwortung übernahm und auch spielerisch überzeugte.

Schüttorf - Grüppenbühren/BTB 27:20 (13:10). Eigentlich hatten sich die Gäste viel vorgenommen. Doch bei Grüppenbühren/Bookholzberg lief in einem schwachen Spiel nicht wirklich viel rund. Entsprechend angefressen war Coach Andreas Müller nach dem Schlusspfiff: „Eigentlich haben wir uns kampflos ergeben, denn wir waren überhaupt nicht präsent und die Körpersprache war auch nicht vorhanden, obwohl ich das alles vor Spielbeginn angesprochen hatte.“ Dabei präsentierte sich auch Schüttorf nicht gerade in Bestform. Die Gastgeber hatten Schwächen im Spielaufbau und scheiterten wiederholt mit klaren Chancen an den HSG-Torhütern Arne Klostermann und Jan-Bernd Döhle.

Die einmal mehr guten Torhüter des Gästeteams sorgten deshalb auch dafür, dass die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg trotz geringem Tempo im Angriff bis zum 18:19 (48.) im Spiel blieb. Doch es war nur ein kurzes Strohfeuer der Gäste, die im Spielaufbau und Abschluss einfache Bälle verwarfen. „Daraus haben wir dann einfache Gegentore kassiert“, haderte Müller.


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