Fußball-Bezirksliga Kollektiv des VfL Stenum schlägt Bümmerstedes Solisten

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In den Zweikämpfen schwer zu überwinden: Mattis Esch und der VfL Stenum stellten in der Fußball-Bezirksliga Blau-Weiß Bümmerstede um Marvin Krone etwas überraschend ein Bein. Foto: Rolf TobisIn den Zweikämpfen schwer zu überwinden: Mattis Esch und der VfL Stenum stellten in der Fußball-Bezirksliga Blau-Weiß Bümmerstede um Marvin Krone etwas überraschend ein Bein. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Der VfL Stenum bezwingt Blau-Weiß Bümmerstede überraschend ungefährdet mit 3:1. Der Fußball-Bezirksligist hat gegen den Favoriten aus Oldenburg die richtige Spielidee. Leihgabe Marten Kämena macht mit seinem Premierentor den Deckel drauf.

Auch der beste Bümmersteder hatte am Sonntag irgendwann die Nase voll. Blau-Weiß-Torwart Lars Zimmermann, der 90 Minuten lang die halbgare Vorstellung seiner Vorderleute mitansehen (und deren Fehler korrigieren) musste, platzte im Bezirksliga-Auswärtsspiel beim VfL Stenum in der Nachspielzeit schließlich der Kragen. „Wenn ihr keine Lust habt, dann geht halt nach Hause“, rief Zimmermann gut hörbar über den Platz; zum Glück für ihn seine Teamkollegen war kurz darauf allerdings auch Schluss.

An der Lust hatte es allerdings weniger gelegen, dass die Stenumer die favorisierten Gäste relativ ungefährdet mit 3:1 (2:0) bezwangen – der VfL war als Kollektiv einfach eine Klasse besser als das von Ex-Profi Timo Ehle trainierte Bümmersteder Ensemble erfahrener Solisten. „Wir haben uns den Sieg mit Herz und Leidenschaft verdient“, schwärmte Stenums Trainer Thomas Baake. „Wir arbeiten im Kollektiv als Verein zusammen. Die A-Jugend und die zweite Mannschaft haben auch ihren Anteil an diesem Sieg.“

Paul Fuhrken mit Tor und Vorlage

Damit spielte Baake auf sein noch immer viel zu gut gefülltes Lazarett an. In Abwesenheit diverser Stammkräfte wie Torjäger Ole Braun und Lennart Höpker halfen mal wieder Spieler anderer Mannschaften aus – und mal wieder erfolgreich. Alle Stenumer einte ihre Zweikampfhärte gegen die fußballerisch begabten Gäste, die zunehmend die Lust verloren. Dazu spielte der VfL schörkellos nach vorn. In der 23. Minute legte Julian Dienstmaier Paul Fuhrken das 1:0 auf, zehn Minuten später bugsierte Maximilian Klatte eine Fuhrken-Flanke von der linken Seite über die Linie.

Die Bümmersteder antworteten mit ungestümen Angriffen und hatten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Chance zum Anschluss: Roman Epps Direktabnahme aus 20 Metern lenkte VfL-Torwart Maik Panzram neben den Pfosten. „Da war Maik hellwach. Jeder tut seinen Teil“, sagte Baake.

Die Bümmersteder Pausenansprache fiel dann auch kurz aus, Ehle stiefelte bereits nach zwei Minuten wieder aus der Kabine, seine Mannschaft kam nach Wiederbeginn auch tatsächlich besser in die Partie. Stenum stand nun tief, machte die Räume aber nicht immer eng genug. Der eingewechselte Leon Kropp verkürzte in der 56. Minute nach einem Angriff durch die Mitte, bei der der aus der Reserve ausgeliehene VfL-Verteidiger Marten Kämena nicht gut aussah.

Fünfter Heimsieg in Folge

Kämena machte zwölf Minuten danach aber alles wieder gut. Nach einer eigentlich geklärten Stenumer Ecke schlug Marten Michael einen 40-Meter-Diagonalball in den Fuß von Dienstmaier, der von rechts perfekt flankte – Kämena wuchtete die Kugel zu seinem ersten Bezirksliga-Tor unter die Latte. „Das freut mich besonders“, sagte Baake.

Blau-Weiß nahm die erste Saisonniederlage aber nicht kampflos hin und löste die Viererkette hinten auf. Doch auch mit mehr Offensive war Stenums Deckung nicht mehr zu knacken, auch weil Panzram in der 70. Minute glänzend mit dem Fuß gegen Timo Goldner parierte. Stenum hätte am Ende weiter erhöhen können, doch Zimmermann hielt zweimal stark gegen Waldemar Kelm – erst nach einem Konter, dann nach der folgenden Ecke. „Das macht er überragend“, befand Kelm.

So fiel der fünfte Heimsieg in Folge nicht ganz so hoch aus, die letzte Pleite auf eigenem Rasen hatte der VfL im April auf dem Nebenplatz gegen Bümmerstede kassiert – von der damaligen Blau-Weiß-Mannschaft standen nach der Runderneuerung im Sommer am Sonntag aber nur vier Spieler auf dem Platz.


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