Erst Frust, dann Freude Skispringer Stefan Keil fliegt zu DM-Silber und -Bronze

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Stolzer Skispringer: Stefan Keil aus Berne neben Sieger Matthias Kappes (Mitte) und dem Dritten Tobias Schröter. Foto: Stefan KeilStolzer Skispringer: Stefan Keil aus Berne neben Sieger Matthias Kappes (Mitte) und dem Dritten Tobias Schröter. Foto: Stefan Keil

Meinerzhagen. Skispringer Stefan Keil aus Berne, der auch für den VfL Stenum in der Fußball-Bezirksliga kickt, ist bei bei der 17. Deutschen Meisterschaft der Masters-Skrispringer in Meinerzhagen zu DM-Silber und - Bronze gesprungen.

Viele hochrangige Funktionäre vom Deutschen Skiverband gratulierten den Medaillengewinnern, es gab einen großen Empfang auf dem Rathausplatz – und Stefan Keil war bei der Siegerzeremonie mittendrin: Denn der Berner flog bei der 17. Deutschen Meisterschaft der Masters-Skispringer in Meinerzhagen (NRW) gleich zwei Mal auf das Podest. Im Einzel jubelte Keil bei den Herren 31 erst über DM-Silber, im Mixed-Team gewann der Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum dann die Bronzemedaille.

„Das fühlt sich alles schon ganz gut an“, lächelte Keil, der für den SK Wernigerode startet, nach seinen zwei Medaillengewinnen. „Man weiß ja gar nicht, was einen bei einer Deutschen Meisterschaft so erwartet. Das war ja auch für mich Neuland. Aber ich habe viele Bekannte von früher wieder getroffen. Das ganze Wochenende war absolut positiv.“

Das galt auch für seine Wettkampfbetreuung. Weil Keils Heimtrainer vom SK Wernigerode nicht aus dem Harz anreisen konnte, suchte er sich im Vorfeld einen anderen Coach – und diese Zusammenarbeit fruchtete, „weil man dann auch mal andere Trainingsanreize bekommt“, wie Keil erklärte. Der 29-Jährige zeigte starke Trainingsflüge von der 62-Meter-Schanze und schielte deshalb vor dem Wettkampf auf Rang eins. „Die Chance auf Gold war da“, glaubte Keil.

Die Ernüchterung folgte dann aber im ersten Sprung: Der Berner landete nur bei 56 Metern – und damit sechs Meter hinter seinem besten Trainingssprung. „Danach war ich schon ein bisschen gefrustet“, gab Keil zu. Mit Wut im Bauch steigerte sich der 29-Jährige im zweiten Sprung aber auf 57,5 Meter und rettete seinen zweiten Rang, zwar knapp, aber letztlich doch souverän vor dem Dritten Tobias Schröter (SV Blau-Weiß Dittersbach).

Foto: NOZ MEDIEN

Gegen Sieger und Lokalmatador Matthias Kappes (SK Meinerzhagen) „hätte ich wohl eh keine Chance gehabt“, sagte Keil. „Er hatte die bessere Tagesform.“ Wenige Stunden nach seinem Einzelerfolg freute sich Stefan Keil zusammen mit Franz Enderling (SK Winterberg) und Heiko Hackl (WSV Harzgerode) dann noch über Rang drei im Mannschaftswettbewerb.

Dieses Wochenende fliegt Stefan Keil im Rahmen der Nord-Westdeutschen-Mattenschanzentournee in seiner alten Heimat wieder von zwei Schanzen. Am Samstag in Braunlage, am Sonntag dann in Wernigerode. Es sind die Durchgänge drei und vier von insgesamt sechs Wettbewerben.


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