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Vielseitigkeitsreiterin rückt nach Sandra Auffarth unverhofft doch im WM-Team

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Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee kann ihre zwei Weltmeistertitel von 2014 bei den Weltreiterspielen im September in Tyron (USA) nun doch verteidigen. Die Bergedorferin rückt mit Viamant du Matz – hier beim CHIO 2018 in Aachen – in die Equipe für Michael Jung nach. Foto: imago/Stefan LafrentzVielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee kann ihre zwei Weltmeistertitel von 2014 bei den Weltreiterspielen im September in Tyron (USA) nun doch verteidigen. Die Bergedorferin rückt mit Viamant du Matz – hier beim CHIO 2018 in Aachen – in die Equipe für Michael Jung nach. Foto: imago/Stefan Lafrentz

frb/dpa Bergedorf. Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee kann ihre zwei Weltmeistertitel von 2014 bei den Weltreiterspielen im September in Tyron (USA) nun doch verteidigen. Die Bergedorferin rückt mit Viamant du Matz in die Equipe für Michael Jung nach.

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter haben sich als verschworener Haufen in der Szene schon beinahe einen Weltruhm erarbeitet – legendär war unter anderem das feucht-fröhliche Teambuilding im Londoner Pub „Greenwich Tavern“, das 2012 zum Mannschaftgold führte. Von daher wird Sandra Auffarth über das Pech ihres langjährigen Kollegen Michael Jung auch ein bisschen mitgeflucht haben. Superstar Jung wird, wie am Dienstag bekannt wurde, die Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Tryon verpassen: Seine StutefischerRocana hat sich das Fesselgelenk verstaucht.

Der „herbe Verlust“, wie Bundestrainer Hans Melzer es nannte, ist aber auch Auffarths Glück. Die Doppelweltmeisterin vom RV Ganderkesee rückt damit unverhofft mit ihrem Mat genannten Fuchswallach Viamant du Matz doch noch ins deutsche Team für die Weltreiterspiele vom 12. bis 23. September. „Ich bin zuversichtlich, dass Viamant du Matz seine aufsteigende Form behält und mit seiner erfahrenen Reiterin eine gute Leistung bringt“, sagte Melzer.

Viamant du Matz stark in Strzegom

Auffarth ist für die WM damit in einer überraschend komfortablen Position. Sie reist als doppelte Titelverteidigerin nach Tryon, steht aber dennoch kaum unter Druck. Nach dem Rückzug von Paradepferd Opgun Luovo, mit dem sie im Einzel die Weltmeisterschaft, EM-Silber und Olympia-Bronze holte und im Team alles abräumte, war die Ganderkeseerin eigentlich noch nicht unbedingt wieder für die große Bühne eingeplant. Durch ihren Sieg in der CIC***-Prüfung im polnischen Strzegom wurden Auffarth und Viamant du Matz erst Mitte des Monats zur ersten Reserve befördert – was sich nun richtig auszahlt. „Mat hat gezeigt, dass er zu allem bereit ist“, sagte Auffarth auf ihrer Facebookseite.

Auch der Ganderkeseer Voltigierer Torben Jacobs dabei

Für die deutsche Equipe mit Auffarth, Europameisterin Ingrid Klimke, Julia Krajewski, Kai Rüder und Andreas Dibowski wird der Weg zum Gold, der am 13. September mit der Dressur beginnt und am 16. September mit dem Springen endet, aber steinig. Mit Jung fehlt immerhin ein dreifacher Olympiasieger. „Er hat seit neun Jahren immer eine Medaille gewonnen. Das ist nicht zu ersetzen“, glaubt Melzer.

Auffarth wird in Tryon übrigens nicht einzige Athletin aus Ganderkesee sein. Voltigierer und Weltcupsieger Torben Jacobs startet mit der Tübingerin Theresa-Sophie Bresch im Pas-de-Deux.


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