Fußball-Oberliga Warum Atlas Delmenhorst beim TuS Bersenbrück gewann

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Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim TuS Bersenbrück war der Stolz beim SV Atlas Delmenhorst über die eigene Leistung und die Fortschritte im Vergleich zur Vorsaison groß. Foto: Rolf TobisNach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim TuS Bersenbrück war der Stolz beim SV Atlas Delmenhorst über die eigene Leistung und die Fortschritte im Vergleich zur Vorsaison groß. Foto: Rolf Tobis

Bersenbrück. Nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim TuS Bersenbrück war der Stolz beim SV Atlas Delmenhorst über die eigene Leistung und die Fortschritte im Vergleich zur Vorsaison groß.

Die meisten Spieler hatten sich schon in die Kabine begeben, da schlenderte Musa Karli nach einem kurzen Smalltalk mit den Fans noch mit etwas schmerzverzerrtem Gesicht über den Platz des Hasestadions beim TuS Bersenbrück. Der Spielmacher des SV Atlas Delmenhorst war bei einer der letzten Aktionen der hochwertigen Begegnung der Fußball-Oberliga an der Eckfahne auf den Ellenbogen gefallen. Seine Schmerzen konnte Karli aber verkraften.

Denn der kurz ausgeführte Eckstoß der Blau-Gelben zwischen Oliver Rauh und ihm nahm erst wertvolle Zeit in der Nachspielzeit von der Uhr, wenig später pfiff der Referee den kurzweiligen Kick ab. Atlas hatte den ersten Auswärtssieg der Saison im Sack – und Karli, der den SVA per Freistoß in Führung geschossen hatte (4.), war stolz auf die Leistung der Mannschaft.

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Der Siegtreffer durch Thade Hein in der zweiten Minute der Nachspielzeit fiel zwar spät und sehr glücklich, doch Karli fand, „dass wir den Sieg mit der letzten Kraft auch ein bisschen erzwungen haben“. Taktisch in der Offensive äußerst flexibel und defensiv diszipliniert, stark im Zweikampfverhalten und mit gefährlichen Nadelstichen in der Offensive – so fuhren die Blau-Gelben den Dreier ein.

Wie alle Delmenhorster Protagonisten lobte Karli vor allem den Defensivauftritt. „Bersenbrück ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, vielleicht sogar die spielstärkste. Aber wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, das war schon klasse“, lobte der Aramäer, der auch selbst viel defensive Laufarbeit verrichten musste. Kritisch nahm Karli den 1:1-Ausgleich durch den herrlichen 30-Meter-Freistoß von Aaron Goldmann mit auf seine Kappe: „Da habe ich vorher leider einen schlampigen Pass auf Leon Lingerski gespielt.“

Atlas-Coach Jürgen Hahn zog derweil hochzufrieden einen Vergleich zum letzten Duell der beiden Mannschaften im März, das Atlas nach einer guten bis sehr guten Leistung trotzdem mit 1:3 verlor. „Jetzt haben wir eben den Fehler bestraft. Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht.“ Weniger Unentschieden als noch in der letzten Saison, die engen Spiele gewinnen – dieses vor der Saison von Kapitän Nick Köster ausgegeben Ziel, setzte Atlas gegen Bersenbrück um. Mit sieben Punkten im Gepäck ist das Heimspiel am Samsag (16 Uhr) gegen Tabellenführer Eintracht Northeim (drei Siege in drei Spielen, 10:1 Tore) schon ein kleines Spitzenspiel.

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Zur Wahrheit des Spiels vom Sonntag vor 550 Zuschauern gehörte aber auch, dass der Pendel in der Schlussphase auch für die Gastgeber hätte ausschlagen können. „Bersenbrück hat viel Qualität, man kann nicht alles verteidigen“, sagte Atlas-Trainer Jürgen Hahn und räumte ein: „Ein Unentschieden wäre natürlich auch gerecht gewesen.“

Für Bersenbrücks Kapitän Max Tolischus war das 1:2 eine brutale Niederlage. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten die besseren Chancen, aber haben uns nicht belohnt.“ Nach drei Spieltagen hat der TuS nun vier Punkte. „Zufrieden sind wir damit nicht, wir hätten sicherlich zwei bis drei Punkte mehr auf dem Konto haben können. Aber das ist kein Beinbruch“, kommentierte der 26-Jährige den Ligastart. Und TuS-Trainer Farhat Dahech meinte: „Wir haben im Abschluss nicht so gut.“ Und Atlas dort eben einen Tick effektiver.


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