Fußball-Kreisliga Atlas II siegt gegen Falkenburg wieder zweistellig

Von Andreas Bahlmann

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Zu oft allein gelassen: Falkenburgs Torwart Kevin Lumma (links) stand gegen Atlas II auf verlorenem Posten. Allein Zinar Sevimli (rechts) traf viermal. Foto: Rolf TobisZu oft allein gelassen: Falkenburgs Torwart Kevin Lumma (links) stand gegen Atlas II auf verlorenem Posten. Allein Zinar Sevimli (rechts) traf viermal. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst Nur eine Woche nach dem 12:0 über den Delmenhorster TB hat der SV Atlas II erneut einen zweistelligen Sieg gelandet: Gegen den TV Falkenburg setzte sich der Favorit der Fußball-Kreisliga mit 10:0 durch. Nicht alltäglich: Hürriyets Trainer Mete Döner hielt bereits vor dem Spiel eine Wutrede – und droht mit Rücktritt.

Ahlhorner SV – TV Jahn Delmenhorst 3:2. „Das knappe Ergebnis täuscht, Ahlhorn war klar besser“, sagte Jahn-Trainer Arend Arends. Die Ahlhorner setzten den TVJ von Beginn an unter Druck. Die Gäste wehrten sich, kamen aber mit dem 1:0 durch Zana Ibrahim (23.) und 2:0 durch Bartosz Drozdowski (39.) sehr gut davon. Kurz vor der Pause nutzte Burak-Nazif Yaman eine Unkonzentriertheit zum 1:2 (45.). Dieses Tor machte den Jahnern Mut. In der 58. Minute kamen sie durch Timo-André Höfkens Elfmeter (Foul an Marcel Maus) zum 2:2. Nur fünf Minuten später sorgte Zana Ibrahim für das 3:2. In der 79. Minute sah Jahns Ricardo Meyer wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

TuS Hasbergen – TSV Ganderkesee 1:3. Mit einem Schuss aus 25 Metern in den Winkel erzielte Cedric Pascual-Fernandez das 1:0 (2.). Danach kam vom TuS nicht mehr allzu viel und Trainer Tim Müller merkte an: „Wahrscheinlich haben wir nur ‚Golden Goal‘ gedacht...“. TSV-Coach Stephan Schüttel: „So ein Sonntagsschuss geht auch nur bei uns immer rein.“

Der TSV ließ sich jedoch durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Dennis Hasselberg sorgte für das 1:1 (9.) und 1:2 (50.). In der Zeit dazwischen verhinderte Mikel Kirst mit guten Paraden einen früheren Rückstand. Byron-Lee Garcia machte in der 84. Minute mit einem Kontertor zum 1:3 den Deckel drauf. In der 94. Minute geriet der bereits gelbverwarnte TSV-Spieler Bjarne Walkenhorst mit seinem Gegenspieler aneinander und kassierte dafür die Gelb-Rote Karte. Schüttel zeigte Verständnis für den Temperamentsausbruch seines Spielers. Er war mit der Leistung zufrieden: „Heute haben wir es nach Hause gespielt, das zählt.“

RW Hürriyet – TSV Großenkneten 0:2. Hürriyets Trainer Mete Döner war die Stimmung schon vor dem Spiel gründlich verhagelt. Grund war die in seinen Augen zu „luschige“ Einstellung seiner Spieler und ihre mangelhafte sportliche Disziplin: „Normalerweise kommt es ja erst während der Halbzeit oder nach dem Spiel zu einer Wutrede. Aber heute gab es schon vor dem Spiel eine Wutrede, weil ich es nicht akzeptiere, dass fast die gesamte Mannschaft erst eine halbe Stunde vor Spielbeginn eintrödelt und Larifari-Fußball spielt. Ich habe andere Ansprüche. Ich bin nicht bereit, so ein Verhalten hinzunehmen.“ Er glaube, so Döner, dass er die Mannschaft nicht erreicht. Dieses Gefühl habe er seit Wochen. Er wolle den Verein aber nicht ohne einen „Plan B“ im Stich lassen. Deswegen habe er den Vorstand um eine Krisensitzung gebeten. Döner: „Am Montagabend, spätestens Dienstagnachmittag werden wir wissen, wie es weitergeht.“

Fußball gespielt wurde aber auch – vor dem kompletten Vorstand. Der Wille bei RWH war da, aber es fehlte oft die Genauigkeit. Finn Meyer köpfte zum 0:1 ins Tor (18.). André Reimann erhöhte auf 0:2 (56.). TSV-Trainer Klaus Delbanco: „Es war kein besonders schönes Spiel. Wir haben 2:0 gewonnen, mehr nicht...“

SV Atlas Delmenhorst II – TV Falkenburg 10:0. Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann war trotz des 0:10 zufrieden: „Das war ein Bonusspiel zum Lernen. Meine Jungs haben sich nie hängen lassen. Die Unterschiede in der individuellen Qualität waren zu groß.“ Wieder einmal trieb Spielmacher Dominik Entelmann seine Elf unermüdlich an und eröffnete mit dem 1:0 den Torreigen (10.). In der 45. Minuten traf Entelmann nur den Pfosten, machte aber ein zweites Tor zum 7:0 (63.) und schoss mit dem letzten Tor den zweistelligen Kantersieg heraus (80.). Die weiteren Treffer steuerten Emiljano Mjeshtri (12., 38. und 74.) und viermal Zinar Sevimli (30., 40., 56., 76.) bei. Atlas-Coach Daniel von Seggern sagte: „Das wird jetzt nicht jedes Wochenende so gehen. Momentan läuft es ganz gut, weil wir es einfach konsequent zu Ende spielen. Die meisten Spiele gewinnt man doch durch Mentalität.“


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