Fußball-Regionalliga Absteiger Delmenhorst und Henstedt-Ulzburg wieder Aufsteiger?

Von Klaus Erdmann

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Geht es in dieser Saison für Nathalie Heeren und Co. hoch hinaus? Nach dem Bundesliga-Lehrjahr wird der TV Jahn Delmenhorst von einigen Mannschaften als Titelkandidat gehandelt. Foto: Rolf TobisGeht es in dieser Saison für Nathalie Heeren und Co. hoch hinaus? Nach dem Bundesliga-Lehrjahr wird der TV Jahn Delmenhorst von einigen Mannschaften als Titelkandidat gehandelt. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Frauenfußball-Regionalliga geht mit einem großem Favoritenkreis in die Saison. DieZweitliga-Absteiger TV Jahn Delmenhorst und SV Henstedt-Ulzburg sowie „übliche Verdächtige“ gehören zu den Titelanwärtern.

SV Henstedt-Ulzburg und Jahn Delmenhorst, Werder Bremen II und SV Meppen II, Holstein Kiel und Walddörfer SV – der Favoritenkreis, mit dem die Fußball-Regionalliga Nord der Frauen in die Saison geht, ist beachtlich.

Zweitliga-Absteiger gehören (meistens) automatisch zu den Meisterschaftsanwärtern. „Wir haben großen Respekt von Delmenhorst und Henstedt-Ulzburg“, sagt beispielsweise Heinrich Färber, Sprecher des Vizemeisters Walddörfer SV, der erst im Sommer 2017 in die dritthöchste Spielklasse aufstieg. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen, die die Absteiger in der 2. Liga gesammelt haben, gehören sie zu den vermeintlich Besten.

Meppens Zweite belegte zuletzt Rang drei und Werder II wurde Vierter. Nicht nur aufgrund dieser guten Platzierungen traut man den „üblichen Verdächtigen“ einiges zu. Es handelt sich um Ausbildungsteams für den Erst- (SVW) und Zweitligisten (SVM). Jahns Trainer Claus-Dieter Meier sagt: „Sowohl Werder II als auch Meppen II werden Spielerinnen aus den Kadern der ersten Mannschaften erhalten.“

Bramfelder SV mit U19-Nationalspielerin

Neben den Zweitvertretungen aus der Hansestadt und dem Emsland rechnet Meier Henstedt-Ulzburg und den Walddörfer SV zum Favoritenkreis. Die Walddörferinnen hätten sich, so Jahns Coach, gut verstärkt. Kann man so sagen: Drei Spielerinnen des Titelträgers Bramfelder SV zog es ebenso zum „Vize“ wie U19-Nationalspielerin Christin Meyer.

Yvonne Tünnermann ist eine seit vielen Jahren anerkannte Größe in der Regionalliga Nord. Sie kennt diese Klasse bestens. „Die Liga ist stärker besetzt als in der letzten Saison“, sagt die Spielertrainerin, die den TSV Limmer mit Tobias Lehmann coacht. Es sei wichtig, wach zu sein und in den ersten Spielen zu punkten. „Nach guten Ergebnissen in den Testspielen sind wir zuversichtlich und freuen uns auf die neue Saison“, sagt Tünnermann. Als Favoriten nennt sie Holstein Kiel (am Sonntag Gast des TV Jahn), Henstedt-Ulzburg, Meppen II, Werder II und Jahn.

Nach den Walddörferinnen könnte übrigens wieder ein Aufsteiger vorne mitmischen. Jahn-Abteilungsleiter Bernd Hannemann hat den TuS Schwachhausen auf dem Zettel. „Beim TuS sind viele Spielerinnen, die beim SV Werder nicht mehr spielen wollten“, erklärt er. Wie gesagt: Der Favoritenkreis in der Regionalliga Nord der Frauen ist groß.


Abgänge: Nele-Victoria Aufurth (zurück nach Hannover), Bianca Becker (zurück zu Werder Bremen), Laura D’Elia (Praktikum in England), Tomke Hege (Ziel unbekannt), Kristin Meyer (pausiert), Nahrin Uyar (pausiert), Malin Knodel (Intensivierung der Ausbildung), Lena Funke (Arminia Bielefeld).

Zugänge: Carmen Höpoltseder (TuS Schwachhausen II), Vivien Endemann (Werder Bremen B-Juniorinnen), Mona Matzdorf, Julia Kastens (eigene zweite Mannschaft), dazu eventuell ehemalige B-Juniorinnen.

Restkader: Magdalena Flug, Jannika Ehlers; Kira Grotheer, Christina Bellinghoven, Neele Detken, Nathalie Heeren, Nadine Poppen, Anna Mirbach, Julia Hechtenberg, Denise Hasselbring, Stefanie Herzberg.

Cheftrainer: Claus-Dieter Meier.

Co-Trainer: Bernd Hannemann.

Saisonziel: obere Tabellenhälfte.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN