Jugendfußball Jahn Delmenhorst macht beim 0:6 viele individuelle Fehler

Von Klaus Erdmann und Frederik Böckmann

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Enttäuscht: Rene Rohaczynski, Trainer der A-Junioren des TV Jahn Delmenhorst. Foto: Rolf TobisEnttäuscht: Rene Rohaczynski, Trainer der A-Junioren des TV Jahn Delmenhorst. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst Sieben heimische Fußball-Nachwuchsmannschaften haben sich an den Auftaktspielen der A- und B-Junioren-Bezirksligen beteiligt. Im Mittelpunkt stand ein typisches Derby, in dem sich die SG DHI Harpstedt mit 4:3 gegen den VfL Wildeshausen durchsetzte.

A-Junioren

SG DHI Harpstedt – VfL Wildeshausen 4:3 (2:1). SG-Trainer Michael Würdemann sprach nach dem Nachbartreffen von einem „denkwürdigen Spiel“. Die Zuschauer bekamen zweifelsohne einiges geboten. Die Hausherren gingen zunächst dreimal in Führung und der Aufsteiger glich dreimal aus. In der 88. Minute sorgte der dreifache Torschütze Ole Volkmer mit einem Seitfallzieher für die Entscheidung. „Der VfL zeigte viel Leidenschaft, ging keinem Zweikampf aus dem Weg und absolvierte ein großes Laufpensum“, sagte Würdemann. „Wir besaßen mehr Anteile und Chancen, doch unser Sieg war etwas glücklich.“ Wermutstropfen im Freudenbecher: Jacob Köhler brach sich den linken Unterarm. „Wir wünschen ihm gute Besserung“, betonte Würdeman.

Sein Wildeshauser Kollege Maximilian Iken, dem Leistungsträger fehlten, sagte, dass ein Unentschieden verdient gewesen wäre. Und: „Es ist bitter, zwei Minuten vor Schluss zu verlieren.“ Moral und Einsatz hätten jedoch hundertprozentig gestimmt.Iken: „Uns fehlt ein klassischer Mittelstürmer.“

Tore: 1:0 Volkmer (8.), 1:1 Foulelfmeter Hoppe (27.), 2:1 Volkmer (35.), 2:2 Hoppe (52.), 3:2 Kammann (70.), 3:3 Alhaidar (78.), 4:3 Volkmer (88.).

JSG Lastrup – TuS Heidkrug 1:4 (1:2). „Wir waren erst 45 Minuten vor der Partie am Spielort und haben die ersten 30 Minuten verschlafen“, berichtete Heidkrugs Coach Andreas Pietsch. Die Folge: Lastrup/Kneheim/Hemmelte ging durch Omidullah Wahedi in Führung (26.). Anschließend scheiterte der Gastgeber am Pfosten. Nach einem Konter, den Malcolm-Tarik Jumpertz mit dem 1:1 beendete (36.), bekam der TuS das Spiel in den Griff.

Zwar verschoss Tom Köster nach dem Ausgleich einen an Fabian Herrmann verursachten Strafstoß, doch in der 45. Minute gelang Köster das 1:2. Nach einem Foul an Keanu Sternberg verwandelte Herrmann den Freistoß zum 1:3 (63.) und in der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte Elias Schröder den Schlusspunkt. Eine Minute zuvor wurde ein Lastruper des Feldes verwiesen (Beleidigung des Schiedsrichters). „In den letzten 20 Minuten spielten wir zu unruhig und haben einige Chancen zugelassen“, erklärte Pietsch.

SG Emstek/Höltinghausen – TV Jahn 6:0 (2:0). „Die Niederlage ist zu hoch ausgefallen“, stellte Jahns Übungsleier Rene Rohaczynski fest. Allerdings habe sich seine Elf keine echte Chance herausgespielt. Vier Tore gingen auf individuelle Fehler zurück. „Wir wissen, wo wir ansetzen müssen“, sagte Rohaczynski.

Tore: 1:0 Tholen (8.), 2:0 Richter (23.), 3:0 Middendorf (58.), 4:0 Richter (64.), 5:0, 6:0 Dagli (70., 71).

B-Junioren

Wildeshausen - JSG Lastrup 1:0 (0:0). Knappes Ergebnis, starker Gegner, verdienter Sieg – so fasste Wildeshausens Trainer Matthias Ruhle das Spiel zusammen. Gegen die körperbetont agierenden Lastruper brauchten die Gastgeber gute 20 Minuten, um aus ihrer spielerischen Überlegenheit Kapital zu schlagen. Die größte Gelegenheit vor der Pause vergab Johannes Hoffrogge per Lattenschuss (22.). In der Halbzeitpause monierte Ruhle nicht viel, änderte dafür aber die Positionen der Flügelstürmer innerhalb des 4-3-3-Systems. Das machte sich bezahlt, denn Fynn Theuser zog in Arjen-Robben-Manier von rechts nach innen und traf mit seinem linken Fuß zur VfL-Führung (53.). Wildeshausen blieb die bessere Mannschaft, ließ keine Möglichkeiten zu und hätte den Sack zumachen können (75.). Doch es brannte nichts mehr an. Kurz vor Schluss sah ein Lastruper wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte (79.).

FC Hude – SG DHI Harpstedt 1:1 (0:1). Nils Doehles 0:1, das in der 23. Minute fiel, glich Max Weigelt erst in der 79. Minute aus. „Aufgrund des späten Ausgleichs können wir mit dem Punkt leben“, unterstrich Hudes Trainer Jan Trump. Seine Mannschaft sei spielerisch überlegen gewesen und hätte mehr als einen Punkt verdient gehabt, aber: „Es haperte bei uns wieder beim Torabschluss.“

„Das Unentschieden geht in Ordnung, aber natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn man den Ausgleich kurz vor Schluss kassiert“, kommentierte Gästetrainer Diemo Spitz die Begegnung. Der FC Hude sei offensiv gut besetzt und spiele körperbetont. Der Trainer über den Aufsteiger: „Er wird eine gute Rolle spielen.“


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