Vier Neue, keine Abgänge TuS Hasbergen setzt bei Neuzugängen auf Familie, Freunde und Treue

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Ein alter Bekannter und ein neues Gesicht am Tell: TuS Hasbergens Neuzugänge Jakob Korfmann (v. l.) und Kevin Bockhorn. Foto: Lennart BonkEin alter Bekannter und ein neues Gesicht am Tell: TuS Hasbergens Neuzugänge Jakob Korfmann (v. l.) und Kevin Bockhorn. Foto: Lennart Bonk

Delmenhorst. Die Tinte auf den Anmeldungen ist trocken, der Aufsteiger TuS Hasbergen vermeldet als letzter Fußball-Kreisligist in diesem Sommer seine Neuzugänge. Vier Spieler schließen sich dem Team vom Tell an.

„Solange keine Anmeldungen vorliegen, gibt es auch keine Neuzugänge zu vermelden“, mit diesem Spruch könnte es TuS Hasbergens Trainer Tim Müller in so ziemlich jeden Trainer-Ratgeber schaffen. Was nicht immer im schnelllebigen Amateur-Fußball beherzigt wird, ist beim Stadtteil-Club eine goldene Regel. Und so sind zwischen diesem Zitat, das am Rande des Mock-Cups gefallen ist, und der Bekanntgabe der Neuzugänge einige Wochen vergangen. Jetzt ist die Tinte unter den Anmeldungen trocken und der Aufsteiger vom Tell vermeldet als letzter Kreisligist des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst seine Neuzugänge. Jakob Korfmann (28 Jahre alt, voher TSV Handorf; Kreis Münster), Sebastian Otero (32, vorher berufsbedingte Fußball-Pause) sowie Kevin Bockhorn und Samuel Gawlista (19 und 18, beide A-Jugend TV Jahn) schließen sich dem TuS Hasbergen an. Auch Torwart Mikel Kirst (vorher SV Baris) präsentieren die Hasberger offiziell als Neuzugang. Der 33-jährige Schlussmann schnürt allerdings schon seit der Rückrunde der Meisterschaftssaison 2017/2018 für den TuS seine Fußballschuhe.

Lersch und Müller bleiben ihrer Linie treu

Mit den Neuzugängen bleiben Müller und sein Trainerkollege Andreas Lersch ihrer Linie treu. Langjährige Mitglieder (Korfmann und Otero spielten bereits zu Jugendzeiten für den TuS), Familienmitglieder (Samuel Gawlista folgt seinem Bruder Nico, Kirst spielt mit seinen Schwägern Michael und Sebastian Kowalski) und Freunde (Bockhorn gehört zum Freundeskreis der Mannschaft) verstärken das Team. „Der Zusammenhalt muss stimmen“, betont Müller mit Blick auf die Kaderzusammensetzung.

Zusammenhalt über die Jahre gewachsen

Und der Zusammenhalt scheint beim TuS Hasbergen unzerbrechlich zu sein. Den vier Neuzugängen steht kein einziger Abgang gegenüber. Das führt der 27-jährige Coach nicht nur auf die abgelaufene Saison zurück, die der TuS Hasbergen als bester Aufsteiger der Kreisklassen-Geschichte beendete. „Die langjährige Jugendarbeit im Verein trägt jetzt ihre Früchte“, sagt Müller. Und dafür hat das Trainerduo akribisch gearbeitet. Dem 28-köpfigen Kader gehören nur fünf Spieler an, die nicht von Lersch oder Müller während ihrer Jugendzeit trainiert wurden.

Jugend bekommt beim TuS eine Chance

Auch weiterhin soll auf den Nachwuchs gesetzt werden. „Unser Ziel der letzten Jahre war es immer junge Spieler in den Kader einzubauen. Dieses Konzept setzen wir konsequent fort“, erklärt Müller. Der 18-jährige Gawlista besitzt sogar ein Zweitspielrecht, darf noch sein letztes Jugendjahr in der A-Jugend des TV Jahn zu Ende spielen und wird schrittweise an den Herrenbereich herangeführt.

Hasbergen geht bewusst Risiko ein

Lersch und Müller sehen ihre junge Mannschaft für die Kreisliga gut aufgestellt. „Die Neuzugänge bekommen ihre Einsatzzeiten und haben gute erste Eindrücke hinterlassen“, verrät Müller. Nach dem Sieg im ersten Pokalspiel (4:1 gegen den TSV Ippener) und sechs Punkten aus den ersten drei Ligapartien befindet sich die Hasberger auf einem guten Weg. Der Aufsteiger will sich nicht verstellen und weiterhin mit seiner spielerischen Klasse überzeugen. Deshalb hat das Trainerduo auch die fußballerische Weiterentwicklung des Kaders zum Saisonziel erklärt. „Wir wissen, dass die jüngeren Spieler eventuell auch ein paar Fehler machen werden, aber das Risiko gehen wir ein“, sagt Müller und liefert damit weiteres Material für einen Trainer-Ratgeber.


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