1. Fussball-Kreisklasse VfL Stenum II feiert dritten Sieg im dritten Saisonspiel

Von Andreas Bahlmann

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Setzten sich durch: Die Kreisklassen-Fußballer des Delmenhorster BV um Antonio Nazili (vorn) feierten einen 3:1-Heimsieg über den TuS Heidkrug II mit Bennet Richardt. Foto: Rolf Tobis

            
Foto Rolf TobisSetzten sich durch: Die Kreisklassen-Fußballer des Delmenhorster BV um Antonio Nazili (vorn) feierten einen 3:1-Heimsieg über den TuS Heidkrug II mit Bennet Richardt. Foto: Rolf Tobis Foto Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Die Fußballer des VfL Stenum II sind die Mannschaft der ersten Wochen der Saison 2018/19 in der 1. Fußball-Kreisklasse: Mit dem 3:0 beim TSV Ganderkesee II fuhren sie den dritten Sieg im dritten Spiel ein.

Delmenhorster BV - TuS Heidkrug II 3:1 (0:0). Der sehr clever spielende DBV habe die Partie verdient gewonnen, räumte TuS-Trainer Andras Heldner fair ein. „Das war für uns eine Lehrstunde“, sagte er und erklärte, was seinem Team noch fehlt: „Meine Jungs müssen ihre Y-Haltung ablegen, wenn sie am gegnerischen Strafraum sind. Unten breit und oben nur ein Strich. Die müssen oben einfach breiter werden und selbstbewusster den Torabschluss suchen.“ Während der gesamten Spielzeit hatten die jungen Heidkruger mehr vom Spiel und erarbeiteten sich auch ein deutliches Plus an guten Torchancen, doch dann rutschte ihnen einfach zu oft das Herz in die Stutzen, sodass nichts Zählbares heraussprang. Der DBV setzte in der ersten Halbzeit auf eine reine Defensivstrategie. Nach der Pause (0:0) stellten die Platzherren innerhalb der Mannschaft auf einigen Positionen um. Sie wurden daher bei Kontern wesentlich torgefährlicher. Die Gäste agierten weiter offensiv. Sie wurden nach Ballverlusten bestraft. Zuerst von Alexander-Niklas Gauerke. Er umspielte mehrere Gegenspieler, lief alleine auf TuS-Keeper Marcel Grund zu und vollendete zum 1:0 (57.). Oliver Schuriss erhöhte auf 2:0 (68.). Wenig später zog Lucas Willemer nach einer Balleroberung an der Mittelline direkt ab und traf aus 45 Metern zum 3:0 (72.). Die Heidkruger ließen sich aber nicht hängen. Nils Bothe gelang direkt nach dem Anstoß aus dem Gewühl im Strafraum heraus das 1:3 (73.). Der TuS wollte nachsetzen, doch der DBV brachte das Ergebnis routiniert über die Zeit. DBV-Trainer Lorne Weisner wollte nach dem aufregenden Spiel nur noch auf die Couch: „Ich bin völlig kaputt vom Auf- und Abtigern an der Seitenlinie.“

TSV Ganderkesee II - VfL Stenum II 0:3 (0:3). „Die Stenumer waren nicht unbedingt besser als wir, aber wir haben ihnen drei Geschenke gemacht“, haderte TSV-Coach Andreas Dietrich mit der ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft die entscheidenden Gegentore kassierte. Die dritte Nullnummer in Folge beunruhigte den Trainer aber nicht: „Die Jungs glauben noch nicht so richtig an sich, daran müssen wir arbeiten.“ Im Spielaufbau aus der Abwehr heraus fehlte dem TSV die nötige Sicherheit und Konzentration. Die Stenumer erkannten das, setzten den Gegner gezielt unter Druck und waren damit erfolgreich. Nach Toren von René Bausen (7.), Alexander Ruge (15.) und Kevin Sass (27.) war die Partei zur Pause entschieden. In der zweiten Halbzeit schraubten die VfLer etwas zurück. Der TSV drängte auf den Anschlusstreffer, allerdings ohne Erfolg. Ganz nah dran war Dietrich selbst, der sich zur Schlussviertelstunde wegen Personalmangels auf der Bank selbst eingewechselt hatte. Seinen Kopfball wehrte VfL-Torwart Marc Landwehr aber glänzend ab.

SF Wüsting - TV Jahn Delmenhorst II 0:0. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben sich die engagierten Delmenhorster das Glück der Tüchtigen erarbeitet. Es stand ihnen vor allem in der zweiten Halbzeit hilfreich zur Seite, als SFW-Kapitän Tammo Luitjens zwei hochkarätige Chancen vergab. Insgesamt war es eine bisweilen etwas hitzig geführte, leidenschaftlich umkämpfte Partie. Beide Mannschaften hatten in dem gutklassigen Kreisklassenspiel ihre Möglichkeiten gehabt. So war SFW-Trainer Florian Neumann mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir können damit gut leben, denn es war ein 0:0 der besseren Art.“

TuS Vielstedt - Borussia Delmenhorst 3:2 (1:1). TuS-Trainer Hans Borchers war rundum zufrieden, sein Team feierte im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg. „Das haben wir so nicht erwartet“, sagte er: „Wir sind angenehm überrascht von unserem Saisonstart. Wäre schön, wenn wir am Ende immer noch da oben stehen würden, aber wir haben gegen Borussia auch verdammt viel Glück gehabt. Das Team war einfach nicht clever genug.“ Die Vielstedter erzielten ein kurioses Tor, kassierten aber zunächst das 0:1 durch Aaron Redeker (29.). Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff zog Florian Ischen aus etwa 30 Metern ab. Der Schuss war eine etwas beschleunigte Rückgabe, die Borussen-Torwart Marco Kandzior mit dem Fuß annehmen wollte. Kurz vorher versprang der Ball aber und das Leder hoppelte zum 1:1 ins Tor (40.). In der zweiten Halbzeit war die Borussia zeitweise drückend überlegen. Das 2:1 (62.) durch Yannick Lück war hochverdient. Die Gäste ließen in der Folgezeit viele klare Chancen ungenutzt. In der 73. Minute erzielte Daniel Schan mit einem direkt verwandelten Eckstoß den etwas umstrittenen Ausgleich. Schiedsrichter Sydney Eggers hatte den Ball hinter der Torlinie gesehen, sehr zum Verdruss der protestierenden Borussia-Spieler. Für die kam es aber noch schlimmer: Christoph Haverkamp erzielte per Kopf in der 86. Minute das 3:2 für den TuS. Borussia-Trainer Stefan Giese war bedient: „Wenn wir unsere klaren Chancen genutzt hätten, wäre der Drops gelutscht gewesen.“

VfL Wildeshausen II - SV Tungeln 2:0 (0:0). Die Wildeshausener begannen stark, aber der SVT steigerte sich. Mit einer spielerisch und technisch ansprechenden Leistung kontrollierte er das Geschen, münzte die Überlegenheit aber nicht in Tore um. „Tungeln nahm uns das Spiel nach zehn Minuten immer mehr aus der Hand. Wir hätten uns über einen Rückstand zur Pause nicht beklagen dürfen. Danach spielten wir aber griffiger und waren einfach kaltschnäuziger in der Chancenverwertung“, sagte VfL-Trainer Andree Höttges. Während der Pause sprach er intensiv mit seinen Spielern, die setzten die Vorgaben dann besser um. Sie machten die Räume eng und gingen entschlossener in die Zweikämpfe. Die Gäste hatten Pech, dass sie in der 57. Minute ihren Spielmacher Florian Fröhlich verletzt auswechseln mussten. Der Ausfall war für die Tungeler nicht zu kompensieren. Der VfL nutzte in der Folgezeit eiskalt die wenigen Möglichkeiten, zu denen sie aus dem Spiel heraus kamen. Henning Nitzsche (60.) und Ole Willms (68.) schossen den Sieg heraus.


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