Faustball-DM 2018 in Ahlhorn Frauenteam des Ahlhorner SV wird Vizemeister

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Gewannen bei der Heim-DM Silbermedaillen: Pia Neuefeind (vorn) und Isabella Lucchin vom Ahlhorner SV. Das Team musste sich im Finale dem TSV Dennach mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. Foto: Rouven Schönwandt/DFBLGewannen bei der Heim-DM Silbermedaillen: Pia Neuefeind (vorn) und Isabella Lucchin vom Ahlhorner SV. Das Team musste sich im Finale dem TSV Dennach mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. Foto: Rouven Schönwandt/DFBL

Ahlhorn. Die Faustballerinnen des Ahlhorner SV haben bei der deutschen Feldmeisterschaft 2018, die ihr Verein ausrichtete, den zweiten Platz belegt. Sie verloren das Finale gegen den TSV Dennach mit 1:3 (9:11, 11:6, 6:11, 8:11).

Der ganz große Triumph war ihnen im eigenen Stadion an der Katarinenstraße versagt geblieben, trotzdem wussten die Faustballerinnen des Ahlhorner SV, dass sie auf die Leistungen, die sie während der deutschen Feld-Meisterschaft 2018 geboten hatten, stolz sein durften. „Unterm Strich müssen wir festhalten, dass wir Silber gewonnen haben“, sagte Abwehrspielerin Sandra Wortmann nach der 1:3 (9:11, 11:6, 6:11, 8:11)-Niederlage im Finale gegen den TSV Dennach. Etwa 1700 Zuschauer verfolgten die Partie, die der emotionale Höhepunkt des DM-Turniers war, das der Ahlhorner SV ausrichtete. Deutscher Meister der Männer wurde der TSV Pfungstadt. Die Mannschaft bezwang im Finale den Titelverteidiger VfK Berlin souverän mit 3:0 (11:8, 11:3, 11:5).

Für die DM hatten sich die besten Teams aus den Nord- und Süd-Staffeln der Bundesliga qualifiziert. Bei den Männern war der ASV allerdings über den Ausrichterfreiplatz ins Starterfeld gerutscht.

Faustball-Krimi im vierten Satz

Die von Edda Meiners trainierten Ahlhornerinnen, die als Meister der Nordstaffel für die Runde der letzten Vier gesetzt waren, erreichten am Sonntag im Endspiel nicht ganz das sehr hohe Niveau, das sie tags zuvor im Halbfinale glänzen ließ. Gegen den Titelverteidiger Jahn Schneverdingen setzte sich der ASV vor 1300 Fans mit 3:1 (11:3, 11:8, 8:11, 15:14) durch. Das Team, in dem in dieser Saison die brasilianische Angreiferin Isabella Lucchin (WM-Bronzemedaillengewinnerin) aktiv ist, bestimmte zunächst eindeutig das Geschehen. Erst im dritten Satz ging Schneverdingen zum ersten Mal in Führung – und brachte diese zum 1:2 ins Ziel. Im vierten Satz sorgten die Teams für einen Faustball-Krimi. Beim 9:6 stand der ASV bereits vorm Finaleinzug, musste dann aber noch vier Satzbälle abwehren, ehe Lucchin den Punkt zum 15:14 und damit zum Sieg machte.

Im Endspiel unterliefen den Ahlhornerinnen immer wieder kleine Fehler, die sich letztlich bitter rächten. Nur im zweiten Satz lief es für den ASV wirklich rund: 11:6. Danach übernahm Dennach um die Weltmeisterinnen Anna-Lisa Aldinger und Sonja Pfrommer wieder das Kommando, gewann Satz drei mit 11:6 und ging im vierten Durchgang mit 8:5 in Führung. Doch das ASV-Team bewies Kampfgeist, machte drei Punkte in Folge. Mehr war nicht drin: Zwei Punkte von Pfrommer und ein Aufschlag-Fehler des ASV brachten den Baden-Württembergerinnen den vierten DM-Titel seit 2012. Der ASV muss auf seine achte Meisterschaft dagegen weiter warten, zuletzt hatte er 2011 auf dem Feld die Goldmedaillen gewonnen.

Calw und Schneverdingen auf den Bronzerängen

Das ASV-Männerteam war schon im Qualifikationsspiel gescheitert. Es verpasste mit einem 1:3 (5:11, 3:11, 15:13, 8:11) gegen den Süd-Zweiten TSV Calw den Einzug ins Halbfinale. Calw verlor dort gegen Berlin (1:3), sicherte sich dann aber mit einem 3:2 (15:13, 11:8, 8:11, 9:11, 12:10) über den TV Schweinfurt-Oberndorf Rang drei. Das TV-Team hatte in der Qualifikation gegen den TV Voerde gewonnen (3:0) und im Halbfinale gegen Pfungstadt verloren (0:3).

Im Frauen-Turnier belegte Schneverdingen, das in der Qualifikation gegen Calw mit 3:0 erfolgreich gewesen war, den dritten Rang. Das Jahn-Team kam zu einem 3:0 (15:14, 11:7, 11:5) über den VfL Kellinghusen. Der VfL hatte zunächst den TV Eibach mit einem 3:1 aus dem Rennen geworfen, war im Halbfinale gegen Dennach aber chancenlos (0:3).


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