Toyota-Engelbart-Cup 2018 HSG Delmenhorst gewinnt Finale gegen ATSV Habenhausen

Von Klaus Erdmann

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Delmenhorst. Die Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr „eigenes“ Turnier gewonnen. Der Oberliga-Aufsteiger gewann in der Stadionhalle das Finale des Toyota-Engelbart-Cups 2018 gegen den Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen mit 13:11.

Mit einem Sieg der gastgebenden HSG Delmenhorst hat der Toyota-Engelbart-Cup am frühen Samstagabend in der Halle am Stadion einen krönenden Abschluss erlebt. In einem spannenden Finale bezwang der ersatzgeschwächte Oberliga-Aufsteiger den aus der 3. Liga abgestiegenen ATSV Habenhausen mit 13:11. Nach zehn Begegnungen über 2 x 20 Minuten einigten sich die Beteiligten auf ein 30-minütiges Endspiel. Auf dem dritten Platz des gut organisierten Turniers, das in der Halle am Stadion an beiden Tagen jeweils mit einer Stunde Verspätung endete, landete der dänische Zweitligist Nørre Djurs HK, der neue Freunde gewann. Die Ränge vier und fünf nahmen die Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug (Aufsteiger) und VfL Edewecht ein, der als einziger der fünf Teilnehmer punktlos blieb.

Dänen möchten wiederkommen

Jürgen Janßen zeigte sich zufrieden. Der Vorsitzende der HSG verwies auf das starke Teilnehmerfeld und freute sich darüber, dass es keine Verletzungen gab: „Das zeigt, dass alle bereits athletisch sehr gut ausgebildet sind.“ Ferner berichtete er von neuen Freunden: „Die Dänen haben mir ihre Karte gegeben, damit sie wieder eingeladen werden.“

Im Anschluss an das 21:20 der TSG Hatten-Sandkrug (mit dem langjährigen HSG-Spieler und -Spielertrainer Andre Haake) gegen Edewecht trat der Hausherr erstmals auf. Gegen die Dänen behauptete er sich mit 18:15 (6:8). Die HSG lag mit 2:6 zurück (11.) und ging mit dem 9:8 durch Alexander Schöps erstmals in Führung. Über 15:13 kam die HSG zum 18:15, zu dem Frederic Oetken acht Treffer (darunter vier

Frederic Oetken wirft gegen VfL Edewecht in der Schlusssekunde das Siegtor

Im zweiten Freitags-Spiel errang Delmenhorst ein 23:14 (10:6) gegen Hatten-Sandkrug. Nach dem 5:5 (13.) setzte sich die HSG auf 10:5 ab (20.). Nach Wiederanpfiff zog das Team von Trainer Jörg Rademacher auf 15:7 (27.) und 20:11 (36.) davon, ehe sich Sieg Nr. 2 in trockenen Tüchern befand. Philipp Freese traf fünfmal.

Die erste Partie des zweiten Tages endete für die HSG mit einem 13:15 (5:6) gegen den ATSV Habenhausen. Nach 1:1, das erst nach sechs Minuten fiel, und 4:4 (jeweils durch Niclas Schanthöfer) lag der Drittliga-Absteiger stets in Führung. Beim Verlierer gingen vier Tore auf das Konto von Oetken.

Beim 22:21 (11:11) über Edewecht gelang Oetken eine Sekunde vor dem Ende das entscheidende Tor. Keiner der Kontrahenten vermochte zunächst mehr als ein Tor Vorsprung herauszuspielen. Über 18:16 und 20:18 kam Edewecht zum 21:19. Zwei Toren von Ole Goyert folgte nach 39:31 Minuten eine Auszeit der HSG, ehe „Fino“ Oetken für Jubel sorgte. Torben Sudau und Oetken trafen jeweils sechsmal.

Das Finale bot den Zuschauern ebenfalls Spannung. In der 12. Minute brachte Tim Coors Delmenhorst erstmals in Führung. In der 28. Minute gelang Habenhausen das 11:11. Nach Dominik Ludwigs 12:11 und einer Auszeit eine halbe Minute vor Schluss sorgte Sudau mit seinem fünften Tor für die Entscheidung.

Der ATSV Habenhausen, den viele als Turniersieger getippt hatten, startete mit drei Erfolgen. Als die Finalteilnahme bereits feststand, unterlag man Hatten-Sandkrug mit 18:20. Im Endspiel musste der Favorit dem Gastgeber den Vortritt lassen. Nørre Djurs HK fand immer besser in das Turnier. Nach zwei Niederlagen siegten die Dänen am zweiten Tag deutlich gegen Hatten-Sandkrug und Edewecht (jeweils 20:13). Das zahlte sich aus, denn aufgrund des besseren Torverhältnisses belegte der Zweitligist den dritten Rang vor der TSG. Edewecht blieb als einzige Mannschaft ohne Erfolgserlebnis.

Sponsor Manfred Engelbart lobt die HSG

Sponsor Manfred Engelbart sprach allen Akteuren großes Lob aus. Er betonte ferner: „Handball ist in Delmenhorst eine Größe. Die HSG verkörpert das.“ Der Toyota-Engelbart-Cup hätte bei freiem Eintritt mehr Zuschauer verdient gehabt. „Am Freitag war es gut, der Samstag hätte besser sein können“, unterstrich Vorsitzender Janßen. HSG-Trainer Rademacher: „Für die Mannschaft hätte ich mir mehr Zuschauer gewünscht.“


Ergebnisse

Vorrunde:

TSG Hatten-Sandkrug - VfL Edewecht 21:20

HSG Delmenhorst - Nørre Djurs HK (DK) 18:15

VfL Edewecht - ATSV Habenhausen 11:15

HSG Delmenhorst - Hatten-Sandkrug 23:14

Nørre Djurs HK (DK) - Habenhausen 13:14

ATSV Habenhausen - HSG Delmenhorst 15:13

Hatten-Sandkrug - Nørre Djurs HK (DK) 13:20

VfL Edewecht - HSG Delmenhorst 21:22

ATSV Habenhausen - Hatten-Sandkrug 18:20

Nørre Djurs HK (DK) - VfL Edewecht 20:13

Finale:

HSG Delmenhorst - ATSV Habenhausen 13:11

Aufstellung

HSG Delmenhorst: Sönke Schröder, Kerry Hoppe, Mike Krause; Lasse Till 5, Tim Coors 15, Ole Goyert 6, Alexander Schöps 4, Frederic Oetken 23/10, Jonas Meißner 2/1, Niclas Schanthöfer 4, Stefan Timmermann 10, Philipp Freese 7, Dominik Ludwig 1 und Torben Sudau 12.

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