Fussball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst gewinnt gegen Hildesheim mit 3:1

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Kaum zu stoppen: Marco Prießner (Mitte). Der Stürmer des SV Atlas Delmenhorst bereitete beim 3:1 (1:1)-Heimsieg über den VfV Hildesheim um Niklas Rauch (links) und Wlad Maslyakov alle Treffer seiner Mannschaft vor. Foto: Rolf TobisKaum zu stoppen: Marco Prießner (Mitte). Der Stürmer des SV Atlas Delmenhorst bereitete beim 3:1 (1:1)-Heimsieg über den VfV Hildesheim um Niklas Rauch (links) und Wlad Maslyakov alle Treffer seiner Mannschaft vor. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben am Samstag einen Heimsieg gefeiert. Sie setzten sich gegen den VfV Hildesheim mit 3:1 (1:1) durch.

Perfekte Heimpremiere 2018/2019: Der Oberligist SV Atlas Delmenhorst hat am Samstag einen 3:1 (1:1)-Heimsieg über den Regionalliga-Absteiger VfV Hildesheim gefeiert, der zu den größten Favoriten auf Meisterschaft und (Wieder-)Aufstieg gehört. Leon Lingerski (16. Minute, Foulelfmeter), Tom Schmidt (51.) und Marvin Osei (72.) erzielten die Tore, die dem SVA drei Zähler einbrachten. Völlig zurecht, wie VfV-Trainer Thomas Siegel fand. „Das war letztendlich ein verdienter Sieg für Delmenhorst“, sagte er und monierte, dass seine Mannschaft alles vermissen ließ, was es für so ein Fußballspiel braucht.“ Niklas Rauch (16.) hatte für die Hildesheimer nach einem Freistoß das zwischenzeitliche 1:1 geköpft (18.).

Dass die Gäste 80 Minuten lang aus dem Spiel heraus zu keiner ernsthaften Chance gekommen waren, lag an der engagierten und taktisch cleveren Defensivleistung der Delmenhorster. „Gute Arbeit und ein verdienter Sieg“, stellte Atlas-Trainer Jürgen Hahn dann auch fest. Seine Spieler ließen dem VfV-Team und vor allem dessen Ballverteiler, dem ehemaligen Profi Sofien Cahed, keinen Raum und keine Ruhe. Da die Delmenhorster zudem fast jeden wichtigen Zweikampf gewannen, gelang es dem VfV eben lange Zeit nicht, seine auf längere Kombinationen ausgelegten Angriffe zu Ende zu spielen.

SV Atlas setzte auf lange Pässe

Die Delmenhorster gingen ihre Offensivaktionen wesentlich schnörkelloser an. Nach Ballgewinnen folgten meistens nur drei, vier kurze Pässe ehe ein Steilpass die Hildesheimer Viererkette aushebeln sollte. Die meisten gingen auf den schnellen Stürmer Marco Prießner, der damit viel anzufangen wusste und im VfV-Abwehrverband regelmäßig für Aufregung sorgte. Er bereitete alle Atlas-Tore vor. Zum ersten Mal entwischte er den Hildesheimern in der siebten Minute, schob den Ball aber um wenige Centimeter am rechten Pfosten vorbei. Acht Minuten später setzte der stark auftrumpfende 26-Jährige von der rechten Seitenlinie aus in der Mitte der Gästehälfte zu einem Solo an, das VfV-Innenverteidiger Rauch erst mit einem Foul im Strafraum stoppte. Lingerski verwandelte den Strafstoß unhaltbar (16.). „Wir waren gut auf den Gegner vorbereitet“, erklärte Hahn: „Wir wollten diese langen Bälle auf Prießner immer wieder spielen, weil wir wussten, dass die Hildesheimer sehr hoch stehen.“

Die Freude über den Treffer währte bei den Delmenhorstern aber nicht lange, nicht einmal 120 Sekunden. Cahed legte den Ball mit einem Freistoß von halblinks maßgerecht auf den Kopf von Rauch, der ihn ins lange Eck verlängerte. Die erstklassigen VfV-Standardsituationen, die fast alle Cahed ausführte, waren auch im weiteren Spielverlauf immer gefährlich. Klare Möglichkeiten hatte bis zum Pausenpfiff aber keine der beiden technisch guten Mannschaften mehr.

Joker Marvin Osei sticht

In der zweiten Halbzeit störten die Delmenhorster das Aufbauspiel ihrer Gäste deutlich früher als im ersten Abschnitt. Sie bekamen das Geschehen damit noch besser in den Griff. Und es kam auch ihrem schnellen Umschaltspiel entgegen. Ein Musterbeispiel war das 2:1: Dennis Mooy spielte nach einem Ballgewinn einen Steilpass auf Prießner, dessen Richtung Wlad Maslyakov im Grätschen nicht entscheidend verändern konnte. Prießner ließ sich nicht mehr aufhalten, passte dann mustergültig quer auf Schmidt, der kaum Mühe hatte, sein erstes Saisontor zu erzielen (51.).

Nach dem 2:1 hätte der SVA die Führung schon eher ausbauen können, das Team ließ ein paar Gelegenheiten aus. Bis dem starken Schmidt ein klasse Diagonalpass auf Prießner gelang, der von VfV-Torwart Nils Zumbeel zwar geschickt seitlich abgedrängt wurde, aber sah, dass der sechs Minuten zuvor eingewechselte Marvin Osei mitgelaufen war. Prießner legte den Ball zurück, Oseis Schuss ging vom Innenpfosten ins Netz: 3:1 (72.).

SVA-Trainer Jürgen Hahn zufrieden

Anschließend wurde die Partie offener. Die Hildesheimer steckten nicht auf. Dass sie dennoch nicht noch wirklich Hoffnung auf etwas Zählbares schöpften, verhinderte SVA-Torwart Florian Urbainski. Er wehrte erst einen Flachschuss des gut freigespielten Adem Avci stark ab (78.) und reagierte dann ebenso gut gegen Hady El Saleh, der aus 16 Metern geschossen hatte (86.). Wenig später zog Hahn sehr zufrieden sein Fazit, das dem seines Hildesheimer Kollegen entsprach: „Ich sage: Wir haben verdient gewonnen.“


Aufstellungen:

SV Atlas Delmenhorst: Urbainski; Köster, Siech, Vollmer, Mooy, Karli, Mutlu (66. Osei), Schmidt, Lingerski (75. Rauh), Degen (66. Bruns), Prießner.

VfV Hildesheim: Zumbeel; Maslykov, Rauch, Hadzic, Hinrichsen, El Saleh, Hingerl (73. Suckel), Cahed, Plaschke, Zlatkov (68. Avci), Jürgens (57. Bautista).

Tore: 1:0 Lingerski (16., Foulelfmeter), 1:1 Rauch (18.), 2:1 Schmidt (51.), 3:1 Osei (72.).

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