Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst will endlich Ordnung im Spiel

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Haben wieder viel zu tun: Linksverteidiger Mert Tunc und seine Abwehrkollegen vom SV Baris Delmenhorst. Foto: Daniel NiebuhrHaben wieder viel zu tun: Linksverteidiger Mert Tunc und seine Abwehrkollegen vom SV Baris Delmenhorst. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Nach dem 4:3 gegen Eintracht Wiefelstede scheint der SV Baris Delmenhorst auch in dieser Saison wieder unberechenbar zu sein. Beim TSV Abbehausen will der Fußball-Bezirksligist nicht wieder die Kontrolle verlieren.

Es war mal wieder Finalstimmung beim SV Baris, also halfen sie am Mittwochabend wieder alle mit. Stammtorwart Orhan Karakaya hatte verletzungsbedingt die Handschuhe gegen das Mikrofon getauscht und machte als Stadionsprecher Stimmung. Die 80 Fans standen beim Auftakt-Krimi gegen Eintracht Wiefelstede in der Schlussphase teilweise schon selbst auf dem Platz und lagen sich in den Armen, als das 4:3 nach sechs Minuten Nachspielzeit endlich feststand – ein Bild wie nach einer Meisterschaft, dabei war es für die Delmenhorster gerade das erste Bezirksligaspiel der Saison gewesen. „Hauptsache drei Punkte“, schnaufte Trainer Önder Caki danach.

Vergangene Saison 164 Tore in 30 Baris-Spielen

Es war ein denkwürdiger Auftakt an der Lerchenstraße, der gleich zeigte, was von Baris in dieser Spielzeit zu erwarten ist – und was nicht. Bis zur 88. Minute hatte man mit 4:1 geführt, doch nach zwei Gegentoren in zwei Minuten brach die fußballerische Anarchie aus. So kreativ und blitzgescheit Cakis Spieler nach vorne spielen, so ungeordnet und zappelig sind sie hinten – ein Spiegelbild der vergangenen Saison, als die Delmenhorster die Chaos-Könige des Bezirks waren. In 30 Baris-Spielen fielen 164 Tore – einmalig unter den 79 Bezirksligisten in Weser-Ems. „Wir kommen dann ins Flattern und verlieren die Kontrolle“, sagt Caki.

Vielleicht läuft das Auswärtsspiel beim TSV Abbehausen am Sonntag ab 15 Uhr etwas geordneter ab. Caki kündigt jedenfalls eine defensivere Aufstellung an, um einerseits sicherer zu stehen und andererseits den schnellen Offensivspielern Raum zu geben. „Abbehausen hat noch nicht gewonnen. Der Druck ist bei denen“, sagt er. Serkan Mangal fehlt ihm nach seinem brutalen Foul mit Roter Karte gegen Wiefelstede gesperrt, Caki hofft, dass Karakaya wieder zwischen den Pfosten steht. Als Torwart ist er dann doch besser als am Mikrofon.


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