Toyota-Engelbart-Cup 2018 Härtetest für Handballer der HSG Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wollen sich beim Turnier um den Engelbart-Cup möglichst selten aufhalten lassen: die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst um Tim Coors (Mitte). Die zweitägige, international besetzte Veranstaltung in der Stadionhalle beginnt am heutigen Freitag um 18 Uhr und wird am Samstag ab 13 Uhr beendet. Foto: Rolf TobisWollen sich beim Turnier um den Engelbart-Cup möglichst selten aufhalten lassen: die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst um Tim Coors (Mitte). Die zweitägige, international besetzte Veranstaltung in der Stadionhalle beginnt am heutigen Freitag um 18 Uhr und wird am Samstag ab 13 Uhr beendet. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die HSG Delmenhorst richtet an diesem Samstag und Sonntag in der Stadionhalle das Turnier um den Toyota-Engelbart-Cup 2018 aus. Es wird für die Oberliga-Handballer des Vereins zu einem Härtetest. Außer den Gastgebern kämpfen auf Nørre Djurs HK aus Dänemark, die TSG Hatten-Sandkrug, der VfL Edewecht und der ATSV Habenhausen um den Turniersieg.

Eigentlich stand der Spielplan des Toyota-Engelbart-Cups, den die Handballer des Oberliga-Aufsteigers HSG Delmenhorst heute und am Samstag in der Halle am Stadion veranstalten, bereits. Doch die Absage des Verbandsligisten TV Neerstedt, die ihn am Mittwoch erreichte, bescherte Jürgen Janßen zusätzliche Arbeit. „Ich habe noch versucht, einen Ersatz zu organisierten“, teilt der Vorsitzende des Gastgebers mit. Doch das sei in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich gewesen.

Gleichwohl präsentiert die HSG erneut ein attraktives Feld. Neben den Hausherren gehen heute ab 18 Uhr und am Samstag ab 13 Uhr vier Teams an den Start: Dänemarks Zweitligist Nørre Djurs HK sowie die Delmenhorster Ligakonkurrenten VfL Edewecht, ATSV Habenhausen (Absteiger aus der dritten Liga) und TSG Hatten/Sandkrug (Mitaufsteiger). Jeder Teilnehmer bestreitet vier Spiele, ehe sich am zweiten Turniertag, 17.10 Uhr, die beiden Ersten im Finale gegenüberstehen. Spielzeit: 2 x 20 Minuten. Der Sieger erhält 200, der Zweitplatzierte 125 Euro. Die Vertretungen auf den Positionen drei und vier werden mit 75 bzw. 50 Euro belohnt.

Verletzungssorgen stören Vorbereitung der HSG

Die Delmenhorster stehen nicht nur angesichts der starken Konkurrenz vor einem echten Härtetest. Das belegt ein Gespräch mit Jörg Rademacher. Im Anschluss an die Frage „Befürchten Sie, dass Ihnen die Zeit wegläuft?“, zögert der Cheftrainer der HSG zunächst. Dann antwortet er: „Wenn ich ehrlich bin: ja.“

Den Grund für den Pessimismus bilden personelle Sorgen. Neuzugang Michael Schröder (Probleme im Adduktorenbereich) und der am Knie verletzte Thies Kohrt (Rademacher: „Zwei Eckpfeiler in unserem Deckungszentrum“) sowie Jörn Janßen (Fußverletzung) werden wohl fehlen. Der Coach: „Ich gehe nicht davon aus, dass sie spielen können.“ Torben Sudau leidet ebenso wie Jonas Meissner unter einer Grippe. Niclas Schanthöfer hat sich am Wochenende beim Turnier des TV Neerstedt eine Zerrung zugezogen.

Apropos: Beim TVN standen der HSG sechs Spieler nicht zur Verfügung. „Dieses Verletzungspech kann man nicht kompensieren“, betont der Trainer. Ursprünglich wollte er bereits viel weiter sein, aber: „Es sind nur wenige Leute beim Training und wir können nicht vernünftig trainieren. Da sind dir als Trainer die Hände gebunden.“ Die Erkenntnisse aus dem Neerstedter Turnier seien „gleich Null“ gewesen. Er habe keine Rückschlüsse ziehen können.

HSG-Trainer Jörg Rademacher kritisiert einfache Fehler

Doch auch abseits der personellen Situation gab es Dinge, die Rademacher nicht gefielen. So bemängelte er „einfache Fehler“ und die zuweilen „fehlende Konzentration“. Doch man habe noch nie in dieser Aufstellung gespielt und es seien Spieler auf ungewohnten Positionen zum Einsatz gekommen. So werde die Mannschaft nie wieder antreten. Nach wie vor bemüht sich der Neuling um einen dritten Torwart. Man sei, so Rademacher, mit einem Kandidaten in guten Gesprächen. Es müssten noch einige Sachen abgeklärt werden.

Das Team, sagt Rademacher, sei „arg gebeutelt“. Wie es am Wochenende aussehe, könne er nicht sagen „Das eigene Turnier wird schwierig. Wir versuchen, mit den Leuten, die da sind, das Beste daraus zu machen, Wir wollen gute Ergebnisse erzielen“.

Erstes Punktspiel am 1. September

Auf jeden Fall warte noch viel Arbeit. Am Samstag, 25. August, trifft Delmenhorst in der ersten Pokalrunde in Rotenburg auf TuS Sulingen, TvdH Oldenburg und Gastgeber TuS. Das erste Punktspiel bestreitet der Aufsteiger am Samstag, 1. September, 19.15 Uhr, in eigener Halle gegen die SG HC Bremen/Hastedt. „Die Liga ist viel schwieriger als zuletzt“, stellt der Trainer der HSG fest. „Wir müssen sehen, dass wir nicht gleich ins Hintertreffen geraten.“

„Ich gucke von Tag zu Tag“, verrät Jörg Rademacher. „Alles andere macht keinen Sinn. Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen und müssen Ruhe bewahren.“


Der Spielplan:

Stadionhalle, Freitag:

TSG Hatten-Sandkrug - VfL Edewecht (18:00)

HSG Delmenhorst - Nørre Djurs HK (DK) (18:50)

VfL Edewecht - ATSV Habenhausen (19:40)

HSG Delmenhorst - Hatten-Sandkrug (20:30)

Nørre Djurs HK (DK) - Habenhausen (21:20)

Samstag:

ATSV Habenhausen - HSG Delmenhorst (13:00)

Hatten-Sandkrug - Nørre Djurs HK (DK) (13:50)

VfL Edewecht - HSG Delmenhorst (14:40)

ATSV Habenhausen - Hatten-Sandkrug (15:30)

Nørre Djurs HK (DK) - VfL Edewecht (16:20)

Finale:

Erster Vorrunde - Zweiter Vorrunde (17:10)

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN