Deutsche Meisterschaft 2018 Faustballer kämpfen ab Samstag in Ahlhorn um Titel

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Sind bereits für das Halbfinale ihrer „Heim-DM“ gesetzt: Janna Köhrmann (vorn) und Pia Neuefeind vom Ahlhorner SV. Foto: DFBL/SchönwandtSind bereits für das Halbfinale ihrer „Heim-DM“ gesetzt: Janna Köhrmann (vorn) und Pia Neuefeind vom Ahlhorner SV. Foto: DFBL/Schönwandt

Ahlhorn. Der Ahlhorner SV richtet die deutschen Meisterschaften 2018 im Feldfaustball aus. An diesem Samstag und Sonntag wird im Stadion an der Katharinenstraße um die Titel gekämpft.

Die letzten Schrauben wurden angezogen, die Linien sind gekreidet: An diesem Freitag, 17. August, müssen an der Katharinenstraße in Ahlhorn Tribünen, Kameratower, Banden und Verpflegungsstände aufgebaut sein. Schon im Laufe des Nachmittags erwartet der Ahlhorner SV dort die Aktiven der zwölf besten Feldfaustball-Mannschaften Deutschlands, die sich während eines Probetrainings den letzten Feinschliff für die deutschen Meisterschaften holen wollen. Der ASV richtet das Turnier, das am Samstag, 10 Uhr, offiziell eröffnet wird, zum vierten Mal nach 1984, 1997 und 2013 aus. Das sei eine große Herausforderung geben die Chefs des Organisationsteams, Petra Gallenkamp und Thomas Neuefeind, zu. Der stellen sie sich mit ihren Mitstreitern aber gern: „Unser Verein hat sich bewusst und engagiert um die Ausrichtung der DM beworben, zahlreiche Helfer warten auf den Start und wollen den Gästen aus ganz Deutschland ein rundes Erlebnis bereiten. Wir sind präpariert.“

Zwei ASV-Mannschaften dabei

Die besten Drei der Abschlusstabellen der Nord- und Südstaffeln der Bundesligen haben sich für die DM qualifiziert – sofern das Team des Gastgebers darunter ist. Das war bei den Männern nicht der Fall: Der ASV belegte in der Nord-Staffel „nur“ Rang vier und rückte durch den sogenannten Ausrichterfreiplatz am drittplatzierten VfL Kellinghusen vorbei ins DM-Feld. Der VfK Berlin (Meister) und der TV Voerde ergatterten die weiteren Nord-Startplätze. In der Süd-Staffel sicherte sich der TSV Pfungstadt als Erster der Abschlusstabelle ein DM-Ticket, das außerdem an den TSV Calw und den TV Schweinfurt-Oberndorf ging.

Die Faustballerinnen des ASV dominierten derweil die Nord-Staffel der Bundesliga. Mit 32:0 Punkten holten sie den Meistertitel. Der VfL Kellinghusen (26:6) und Jahn Schneverdingen (24:8) erreichten dahinter die DM-Qualifikation. Die schafften in der Süd-Staffel der TSV Dennach (1.), der TSV Calw (2.) und der TV Eibach.

Frauenteam des Ahlhorner SV für Halbfinale gesetzt

Verlieren ist in dem DM-Turnier verboten. Die jeweiligen Meister haben die Halbfinalspiele bereits erreicht. Ihre Gegner werden in Qualifikationsspielen ermittelt, in denen die Zweiten und Dritten der Staffeln in Überkreuzspielen gegeneinander antreten. Nach der Eröffnung soll in der Partie des Titelverteidigers der Frauen, Jahn Schneverdingen, gegen Calw der erste Aufschlag des Turniers erfolgen. Anschließend treffen die Voerder Männer auf Schweinfurt-Oberndorf. Dann sind wieder Frauenteams gefordert: Nürnberg-Eibach spielt gegen Kellinghusen, beide Teams haben zum ersten Mal eine Feld-DM erreicht. Im letzten Qualifikationsspiel der Männer greift der gastgebende ASV in Geschehen ein. Die Ahlhorner sehen sich, auch weil sie Verletzungssorgen plagen, gegen Calw in der Außenseiterrolle, teilten sie mit.

Die Gewinner ziehen in die Halbfinals ein, die ebenfalls noch am Samstag (ab 14 Uhr) ausgetragen werden. Zum Auftakt treffen die ASV-Frauen auf Schneverdingen (Titelverteidiger) oder Calw. Die Gastgeberinnen geben laut der Internetseite der Deutschen Faustball-Liga nicht viel auf ihren Staffel-Durchmarsch. „Bei der Meisterschaft steht alles auf Null“, sagte Abwehrspielerin Sandra Wortmann. Für sie und ihre Mitspielerinnen sei Schneverdingen heißester Anwärter auf die Goldmedaillen. Im Juli verlor der ASV im Halbfinale des Europacups gegen Jahn – und auch die letzten beiden DM-Finals gingen gegen diesen Gegner verloren. Der bietet zudem einen ganz stark besetzten Kader auf: Theresa Schröder, Hinrike Seitz und Aniko Müller feierten vor drei Wochen den WM-Titel bei den Frauen, zuvor hatten bereits Helle Großmann, Laura Kauk und Luca von Loh bei der U18-WM in den USA triumphiert. Das bedeutet, dass im Jahn-Team immer eine Weltmeisterin als Auswechselspielerin bereit steht.

Das erste Halbfinale der Männer bestreitet der Sieger der Partie Oberndorf gegen Voerde. Er trifft auf den TSV Pfungstadt, der von 2010 bis 2016 die Feld-DM gewonnen hatte. Vor einem Jahr war der TSV vom VfK Berlin entthront worden. Der trifft im letzten Duell der Runde der letzten Vier auf Ahlhorn oder Calw. Zuvor geht es für die amtierenden Europacup-Siegerinnen vom TSV Dennach im Spiel gegen Eibach oder Kellinghusen um dem Einzug ins Endspiel.

Finale der Männer soll um 14.15 Uhr beginnen

Die Medaillen werden am Sonntag vergeben. Um 10 Uhr sind die Spiele um die dritten Plätze angesetzt. Ab 13 Uhr soll um den DM-Titel der Frauen gekämpft werden, ab 14.15 Uhr um den der Männer.

Das Organisationsteam des ASV freut sich über großes Zuschauerinteresse, berichtete es: Die „ASV-Tribüne“ sei bereits ausverkauft. An den Tageskassen gibt es aber noch Sitzplatz-Tickets auf der eigens errichteten Haupttribüne. Auch Stehplatz-Karten sind noch erhältlich.


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