Fußball-Bezirksliga SV Baris Delmenhorst startet mit Sorgen

Von Frederik Böckmann, Klaus Erdmann und Daniel Niebuhr

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Trainer, Teammanager und Neuzugänge des SV Baris Delmenhorst freuen sich auf die Bezirksliga-Saison: (stehend von links) Önder Caki, Mergim Bajqinovci, Patrick Schumacher, Ramon Janssen und Baris Caki sowie (hockend von links) Ercan Vayvalako und Anil Caki. Foto: Richard SchmidTrainer, Teammanager und Neuzugänge des SV Baris Delmenhorst freuen sich auf die Bezirksliga-Saison: (stehend von links) Önder Caki, Mergim Bajqinovci, Patrick Schumacher, Ramon Janssen und Baris Caki sowie (hockend von links) Ercan Vayvalako und Anil Caki. Foto: Richard Schmid

Landkreis/Delmenhorst. Am Mittwochabend findet ein fast kompletter Spieltag in der Fußball-Bezirksliga statt. Als letzter Verein beginnt der SV Baris Delmenhorst seine Saison. Die Delmenhorster erwarten Wiefelstede. Beim FC Hude steigt das Landkreisderby gegen den VfL Stenum. Tur Abdins Auftritt in Wilhelmshaven fällt aus.

Speziell unter Fußballern hält sich hartnäckig die Legende, dass Geschichte im Sport wiederholbar ist, was sich bisher aber noch nicht stichhaltig beweisen ließ. Beim SV Baris hofft man allerdings gerade gezwungenermaßen genau darauf: Vor einem Jahr kassierten die Delmenhorster in der ersten Bezirkspokal-Runde ein 0:7 beim VfL Wildeshausen und blieben danach dennoch etwas überraschend in der Bezirksliga. Vor drei Wochen gab es im Pokalspiel beim VfL Stenum nun dasselbe Ergebnis – woraus aber nur die hoffnungslosesten Optimisten automatisch ein Zeichen für den erneuten Klassenerhalt ableiten würden.

Am zweiten Spieltag, der (fast) komplett am Mittwochabend stattfindet, steigt Baris nun mit dem Heimspiel gegen Eintracht Wiefelstede (20 Uhr) als letzter Bezirksligist in die Punktspiele ein, mit einigen Sorgen um die eigene Form. Die Testspiele liefen eigentlich ordentlich, doch die Pokal-Klatsche in Stenum hat Spuren hinterlassen. „Wir müssen uns strecken“, sagt Trainer Önder Caki. „Aber ich erwarte, dass wir direkt punkten.“

Höhepunkt des zweiten Spieltags wird ab 19 Uhr das Landkreisderby zwischen Aufsteiger FC Hude und dem VfL Stenum, bei dem der Druck, vorsichtig gesagt, etwas ungleich verteilt ist. Neuling Hude hat die ersten drei Punkte durch das 1:0 gegen den ESV Wilhelmshaven schon eingefahren, die Stenumer wollen dagegen ihren 0:4-Fehlstart in Obenstrohe korrigieren. „Das Gute ist, dass wir uns gleich wieder beweisen dürfen“, sagt VfL-Trainer Thomas Baake. „Wir wollen gewinnen, da ist es mir egal, wer der Gegner ist.“

Die Huder wollen es sich als Underdog aber nicht zu bequem machen, Coach Lars Möhlenbrock fordert ein frühes Polster zu den Abstiegsrängen – die Erinnerung an den dramatischen Sturz in die Kreisliga 2017 ist noch zu präsent. „Die ersten fünf Spiele sind extrem wichtig. Da müssen wir viel punkten“, sagt er. „Wenn man den Start verpennt, kann man das am Ende der Saison nicht mehr reparieren.“ Immerhin hat seine Mannschaft mit den aktuellen drei Punkten bereits so viele wie beim letzten Bezirksliga-Gastspiel nach sechs Spieltagen.

Mit der unteren Tabellenhälfte musste man sich beim VfL Wildeshausen lange nicht beschäftigen, die Kreisstädter erwartet mit dem Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Bümmerstede ab 19 Uhr aber der erste Prüfstein. Die Oldenburger haben sich gut verstärkt, VfL-Trainer Marcel Bragula spricht voller Respekt von einem „ekligen Gegner“: „Da sind Spieler mit Landesliga-Erfahrung dabei.“

Dagegen setzt der SV Tur Abdin unfreiwillig aus. Die Partie beim SV Wilhelmshaven wurde abgesagt, weil der Platz im Jadestadion gesperrt ist.


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