Vielseitigkeitsreiten Sandra Auffarth und „Mat“ erste WM-Reserve

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Sind als erste Reserve für die Vielseitigkeits-Weltmeisterschaften 2018 in Tryon (USA) nominiert worden: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und der neunjährige Wallach Viamant du Matz (hier beim CHIO 2018 in Aachen). Foto: Lars PingelSind als erste Reserve für die Vielseitigkeits-Weltmeisterschaften 2018 in Tryon (USA) nominiert worden: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und der neunjährige Wallach Viamant du Matz (hier beim CHIO 2018 in Aachen). Foto: Lars Pingel

Ganderkesee. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat bekannt gegeben, dass Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee mit dem neunjährigen Viamant du Matz, den sie „Mat“ nennt, als erste Reserve für die Weltmeisterschaften im US-amerikanischen Tryon nominiert worden ist. Sie hat mit ihm eine CIC***-Prüfung im polnischen Strzegom gewonnen. Einen großen Erfolg feierte dort auch die Ganderkeseerin Tabea-Marie Meiners: Sie wurde mit Luc M in einem CCI**-Wettbewerb Zweite.

Sandra Auffarth ist ins Schwärmen geraten: „Ich bin total begeistert von all meinen Pferden“, schrieb die Vielseitigkeitsreiterin vom RV Ganderkesee am Montag auf ihrer Facebook-Seite nach einem sehr erfolgreichen Wochenende im polnischen Strzegom. Dort war sie in dem internationalen Turnier „Summer Tour“ mit drei Pferden in drei Prüfungen gestartet. Mit Viamant du Matz gewann sie die CIC***-Konkurrenz, die für die deutschen Reiter die letzte Sichtung für die Weltmeisterschaften in Tryon (USA) war. Zudem wurde die 31-Jährige mit Daytona Beach Zweite der CIC**-Prüfung und mit Gentleman Fünfte des CIC*-Wettbewerbs.

In Tabea-Marie Meiners präsentierte sich ein Nachwuchstalent des RV Ganderkesee in Strzegom ebenfalls in glänzender Form. Es wurde mit dem elfjährigen Luc M Zweite in dem CCI**-Wettbewerb.

Dickes Lob für Viamant du Matz

„Mat“ – so nennt Auffarth den Selle-Francais-Wallach Viamant du Matz – habe in Strzegom „mal richtig einen rausgehauen“, lobte die 31-Jährige auf Facebook. Nach der Dressur, die mit 71,25 Prozent bewertet worden war, lag Auffarth am Freitag mit 28,80 Minuspunkten auf Rang vier. Einen Tag später gelang ihr in der vorgegebenen Zeit ein fehlerfreier Ritt über die 26 Hindernisse auf der 3750 Meter langen Geländestrecke. Damit schob sich die Bergedorferin auf Rang eins vor. Mit einer Null-Fehler-Runde im Springparcours beendete sie die Prüfung mit 28,80 Minuszählern und verteidigte damit natürlich Rang eins. Zweiter wurde Christoph Wahler (Bad Bevensen, 30,20) auf Carjatan vor Andreas Dibowski (Döhle, 32,70) mit Corrida und Ingrid Klimke (Münster, 34,00) mit Horseware Hale Bob.

Erste Reserve für die WM in Tryon

Viamant du Matz habe gezeigt, dass er „nun für alles bereit ist“, schrieb Auffarth weiter. Eine Einschätzung, die die AG Spitzensport des Ausschusses Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) offensichtlich teilt. Im Anschluss an die Prüfung in Strzegom hat sie die Kandidaten für die Weltmeisterschaften in Tryon (11. bis 23. September) aufgestellt. Auffarth und Viamant du Matz wurden aufgrund ihrer Leistungen beim CHIO in Aachen (Platz 12) und des Siegs in Strzegom als erste Reserve benannt, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit. Das Pferd sei „in einer absolut aufsteigenden Form. Er hat unheimlich viel Potenzial und wäre, wenn er zum Einsatz käme, sicherlich ein würdiges Championatspferd. Aber er ist auch noch recht jung und hat noch eine große Zukunft vor sich“, sagte Bundestrainer Hans Melzer.

Fünf Paare wurden für die WM nominiert, berichtete die FN. Es sind: Ingrid Klimke mit Hale Bob, Andreas Dibowski mit FRH Butts Avedon und FRH Corrida, Michael Jung (Horb) mit fischerRocana FST, Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk FRH und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Colani Sunrise. Zweite Reserve ist Josefa Sommer (Immenhausen) mit Hamlet, dritte Reserve Jörg Kurbel (Rüsselsheim) mit Josera’s Entertain You.

Auffarth überzeugt auch mit Daytona Beach und Gentleman

Die CIC**-Prüfung in Strzegom beendete Auffarth mit Daytona Beach mit 28,40 Minuspunkten. Sie hatte mit der achtjährigen Oldenburger Stute nach der Dressur 25,60 Zähler auf dem Konto, erhielt dann 2,80 Strafpunkte für das Überschreiten der erlaubten Zeit auf der Geländestrecke, ehe sie zum Abschluss im Springen fehlerfrei blieb. Siegerin wurde Krajewski mit Samourai du Thot, mit dem sie Deutsche Meisterin ist, mit 27,60 Strafpunkten.

Die dritte Prüfung, in der Auffarth antrat, war die Konkurrenz auf Ein-Stern-Niveau. Mit Gentleman war sie nach Dressur, Springen und Geländeritt mit 31,00 Minuszählern Fünfte. Rang eins belegte der Italiener Pietro Grandis mit Choclat (27,80).

Tabea-Marie Meiners belegt mit Luc M Rang zwei

In glänzender Form: Tabea-Marie Meiners vom RV Ganderkesee und Luc M (hier beim Oldenburger Landesturnier in Rastede). Das Paar belegte in einer internationalen CIC**-Prüfung im polnischen Strzegom den zweiten Platz. Foto: Rolf Tobis

Die Ganderkeseerin Tabea-Marie Meiners startete in Strzegom mit Luc M in der langen Zwei-Sterne-Prüfung (CCI**). In CCI-Konkurrenzen sind mehr Hindernisse zu überwinden als in CIC-Wettbewerben. Nach der mit 63,75 Prozent bewerteten Dressur wies das Paar 36,30 Minuspunkte auf (Platz sieben). Mehr kamen aber nicht hinzu, denn sowohl auf der Geländestrecke als auch im Springparcours blieb Meiners ohne Hindernis- und Zeitfehler. So schob sie sich bis auf Rang zwei vor. Der Sieg ging an Olympiasieger Michael Jung mit Corazon (30,30).


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