Fußball-Kreisliga Ahlhorns Trainer Servet Zeyrek rechnet mit Team ab

Von Andreas Bahlmann

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Delmenhorst Nach dem 0:4 gegen den FC Huntlosen hat sich Ahlhorns Coach Servet Zeyrek fassungslos gezeigt. TuS Hasbergen (1:4 gegen Großenkneten) und Delmenhorster TB (2:3 gegen Harpstedt) kassieren ebenfalls Heimniederlagen. RW Hürriyet und SV Achternmeer trennten sich mit 3:3.

Ahlhorn - Huntlosen 0:4. Alhorns Trainer Servet Zeyrek war nach der Derbyniederlage fassungslos. „Ich bin sehr geknickt, dabei hatte ich die Jungs gut auf den kompakten Gegner vorbereitet. Auf dem Platz war alles weg“, sagte Zeyrek und schimpfte: „Jeder Spieler sollte sich ernsthaft hinterfragen, ob er diesen Sport auch wirklich liebt. Ohne Herz und ohne jegliche Einheit werden wir gar nichts reißen können. Das, was wir eigentlich vorhatten, hat Huntlosen heute gemacht und sich den Sieg redlich verdient.“ Die Tore schossen Dennis Jielg (15., sehenswerter 20-Meter-Freistoß), Malte Bolling (51.), Jielg (61.) und Jan Deters (89.). Huntlosens Trainer Maik Seeger lobte die geschossene Mannschaftsleistung, monierte aber die Chancenverwertung.

TuS Hasbergen - TSV Großenkneten 1:4. „Wir haben verdient verloren“, räumte TuS-Trainer Andreas Lersch ein und ergänzte: „Wir müssen uns an die Kreisliga gewöhnen und haben Lehrgeld gezahlt.“ Der TSV begann stark gegen die anfangs etwas überforderten Platzherren. Ein aus Hasberger Sicht umstrittener Freistoß führte zum 0:1 durch Finn Kämper (24.). Die Gäste nutzten die Konzentrationsschwächen und Matthis Asche erhöhte zwei Minuten später auf 2:0. In der zweiten Halbzeit kämpfte sich Hasbergen besser in die Partie, dennoch musste Keeper Lennart Bonk noch zweimal hinter sich greifen: Per Kopf erzielte Asche sein zweites Tor (51.) und Sven Peters traf zum 0:4 (62.). Der TuS ließ trotz des klaren Rückstands nie die Köpfe hängen und erspielte sich Chancen. Beim Klärungsversuch nach einer zu kurzen Rückgabe foulte TSV-Keeper Sven Neuefeind Jakob Korfmann und Niklas Goly verwandelte den Strafstoß zum 1:4 (66.). Hasbergen stemmte sich gegen die Niederlage, aber Neuefeind entschärfte drei Hochkaräter. TSV-Trainer Klaus Delbanco lobte Moral und Spielstärke des Gegners: „Hasbergen hat eine starke Truppe. Der Sieg ist verdient, aber auch zu hoch ausgefallen.“

Delmenhorster TB - Harpstedter TB 2:3. „Harpstedt hat sich gut bewegt und wir bekamen keinen Zugriff im Mittelfeld. Nach einer Viertelstunde hätten wir uns auch nicht über ein 0:4 beschweren dürfen,“ sagte DTB-Trainer André Tiedemann. Harpstedt wirbelte anfangs die indisponierten Delmenhorster durcheinander, vergab aber klare Chancen. Das 0:2 durch Nils Klaassen (10.) und Mark Landgraf (12.) war schmeichelhaft. Dann schaltete der HTB einen Gang zurück und brachte dadurch den schwachen DTB ins Spiel. Kennedy Ukachukwu bedankte sich mit dem 1:2 (25.). Harpstedt blieb überlegen und erzielte mit minimiertem Aufwand durch Jonas Pleus das 1:3 (44). HTB-Trainer Jörg Peuker forderte in der Kabine mehr Konzentration im Abschluss – vergeblich. So wurde es nach dem 2:3 (69.) durch Sinan Yorgancioglu eng. Aber der DTB war zu abschlussschwach, um den hochverdienten Sieg der Gäste zu gefährden. HTB-Trainer Jörg Peuker sagte: „Meiner Mannschaft fehlt der Killerinstinkt eines Boxers, um den Gegner vorzeitig auf die Bretter zu schicken.“

RW Hürriyet - Achternmeer 3:3. Die Gäste führten durch Deniz Akmann (14.), Robin Johanning (58.) und Dennis Tinter (78.) drei Mal. Doch Hürriyet glich durch Jewgeni Plushnikow (45+1), Ibrahim Ekici (62.) und Ahmet Kale (89.) jeweils aus. Trotz des späten Ausgleichs war RWH-Trainer Mete Döner nicht ganz zufrieden: „Immer, wenn wir am Drücker waren, haben wir ein Gegentor kassiert.“ Auf dem kleinen Nebenplatz im Stadion lieferten sich beide Teams ein leidenschaftlich geführtes Spiel mit offenem Visier. Hürriyets 3:3 von Kale war ein 30-Meter-Freistoß, der an Freund und Feind und am verdutzten SVA-Torwart Joshua Niemann ins Tor segelte. Achternmeers Trainer Helge Hanschke fand das Ergebnis gerecht, sagte aber auch: „Uns fehlte leider die Ruhe, das Spiel nach Hause zu bringen.“


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