Frauenfußball TV Jahn stürmt mit 9:0 in Runde zwei des DFB-Pokals

Von Klaus Erdmann

Voll abgezogen: Neele Detken markierte das 7:0 für den TV Jahn Delmenhorst im DFB-Pokal gegen den Bramfelder SV. Foto: Rolf TobisVoll abgezogen: Neele Detken markierte das 7:0 für den TV Jahn Delmenhorst im DFB-Pokal gegen den Bramfelder SV. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn sind am Sonntag mit einem 9:0 (6:0) gegen den Bramfelder SV zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte und zum ersten Mal seit 21 Jahren in die zweite Runde des DFB-Pokalwettbewerbs gestürmt. In einer überaus einseitigen Begegnung hätten die Delmenhorsterinnen vor 80 Zuschauern durchaus auch 15:0 gewinnen können.

Berücksichtigt werden muss, dass der Gast nach dem Rückzug aus der Regionalliga größtenteils mit jener Mannschaft antrat, der 2017/18 als BSV II und Vizemeister der Sprung von der Bezirks- in die Landesliga gelang. Der TV Jahn hingegen wäre sportlich in der 2. Bundesliga geblieben, musste jedoch absteigen, da der DFB mit Beginn dieser Spielzeit eine zweigleisige Liga zwei favorisiert. Julia Hechtenberg langte viermal zu.

Am Ende dieser Partie standen beim TV Jahn neun Tore, drei Aluminiumtreffer und 24:0-Chancen zu Buche. Schlussfrau Magdalena Flug hielt den ersten, sehr harmlosen und einzigen Schuss in der 73. Minute.

Nach Gelegenheiten für Anna Mirbach (2.) und Nathalie Heeren (4.) leitete Hechtenberg den Torreigen in der 5. Minute mit einem 30-Meter-Schuss ein. Nach Heerens 2:0 gelang Mirbach Tor Nr. 3 nach sehenswerter Vorarbeit von Heeren und Neele Detken. Zwischen der 33. und 36. Minute erhöhten Hechtenberg (2) und Sandra Göbel auf 6:0.

Im zweiten Abschnitt sorgten Detken, Hechtenberg und Heeren bis zur 62 Minute für das 9:0. Danach baute Jahn ab, sodass die Zuschauer vergeblich auf das zehnte Tor warteten. Heeren (46.) und Kira Grotheer (65.) trafen die Latte, Hechtenberg scheiterte am Pfosten (88.).

Natalie Poppen schied nach 39 Minuten mit einer Zerrung aus, Anna Mirbach kam aufgrund einer „kleinen Zerrung in der Wade“ (Jahns Trainer Claus-Dieter Meier) nach der Pause nicht mehr zum Einsatz. „In der ersten Halbzeit hat es die Mannschaft gut gemacht und einige Tore schön herausgespielt“, lobte der Chefcoach.

Praktisch arbeitslos: Jahn-Torhüterin Magdalena Flug. Foto: Rolf Tobis

Für die zweite DFB-Pokalrunde wünscht sich Meier einen Gegner, der „ein bisschen über uns ist und gegen den wir eine Chance haben.“ Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, entscheidet sich am Samstag, wenn der zweite Durchgang dieses Wettbewerbs ausgelost wird.


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