Ganderkeseer beim Gondo-Marathon Zwischen Schluchten und steilen Anstiegen

Von Frederik Böckmann

Vor dem Start: Marc Möller, Robert Oestmann und Oliver Respondek freuten sich auf den zweitägigen Ultra-Lauf. Foto: Lauftreff GanderkeseeVor dem Start: Marc Möller, Robert Oestmann und Oliver Respondek freuten sich auf den zweitägigen Ultra-Lauf. Foto: Lauftreff Ganderkesee

Gondo. Mit Marc Möller, Robert Oestmann und Oliver Respondek haben drei Sportler des Lauftreff Ganderkesee beim Gondo-Marathon in der Schweiz teilgenommen.

Zwei Marathons an zwei Tagen und jeweils 2000 Höhenmeter, dafür aber eine grandiose Landschaft und ein abwechslungsreicher Lauf meist auf Singletrails: Der Gondo-Marathon ist der einzige Zweitages-Marathon in der Schweiz – und ein Muss für jeden Ultraläufer. Mit dabei beim diesjährigen Event im Wallis, das am ersten Tag von Gondo nach Ried-Brig und danach von Ried-Brig zurück nach Gondo führt, waren auch Marc Möller, Oliver Respondek und Robert Oestmann vom Lauftreff Ganderkesee.

„Das, was wir dort erlebt und gesehen haben, kann man nur schlecht in Worte fassen“, schwärmte Oestmann. Tolle Landschaften und saftige grüne Wiesen, braune Milchkühe und Ziegen, alpines Gelände und steile Abgründe, Wasserfälle und Bäche mit eiskaltem klaren Wasser, in den die Lauftreffler ihre Trinkrucksäcke auffüllten – die Ganderkeseer waren völlig beeindruckt.

Nach dem Start um acht Uhr morgens führte die Strecke die ersten 25 Kilometer nur bergauf über Simplon Dorf und den Simplonpass auf den 2500 Meter hohen und mit Schnee bedeckten Bistinienpass bis hinunter nach Reid-Brig. Nach einer sehr kurzen Nacht im Schlaflager eines Luftschutzbunkers, in dem die Sauerstoffpumpen durchgehend liefen, startete das Ganderkeseer Trio um 7.30 Uhr in den zweiten Tag – mit einer noch härteren Strecke.

Es ging die ersten zehn Kilometer bergauf, dann bergab und nach Kilometer 30 wieder bergauf mit Anstiegen, die „stellenweise so steil waren, dass nur ein schnelles oder langsames gehen möglich war“, sagte Oestmann. Manchmal ging es über Metallgitterstege, Brücken aus Holz (die so alt waren wie die Berge selbst) und Singletrails direkt am Abgrund der Schluchten entlang. „Aber irgendwann waren auch die 2000 Höhenmeter und 42 Kilometer gefinisht“, lächelten Oestmann und Marc Möller.

Ihr Teamkollege Oliver Respondek stieg nach 13 Kilometern zwar verletzungsbedingt aus. Das Gesamtfazit fiel trotzdem positiv aus. „Die Herzlichkeit an den Verpflegungsstellen und der Zusammenhalt der einzelnen Läufer untereinander war schon einmalig. Gondo war toll“, bilanzierte Oestmann zufrieden.


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