Fußball-Bezirksliga Wildeshausen, Stenum, Hude und Abdin eröffnen Jagd auf Punkte

Ab Sonntag kämpfen sie wieder um Bezirksliga-Punkte: Wildeshausens Alexander Kupka (links) sowie die Stenumer Torben Würdemann (Mitte) und Maximilian Klatte (rechts). Foto: Rolf TobisAb Sonntag kämpfen sie wieder um Bezirksliga-Punkte: Wildeshausens Alexander Kupka (links) sowie die Stenumer Torben Würdemann (Mitte) und Maximilian Klatte (rechts). Foto: Rolf Tobis

er/frb/dn Delmenhorst. In der Fußball-Bezirksliga Weser-Ems 2 stehen an diesem Wochenende die ersten acht Spiele der Saison 2018/19 auf dem Programm.

Am Sonntag eröffnen auch vier der fünf hiesigen Fußballmannschaften die Jagd auf die Punkte. Dabei genießen Aufsteiger FC Hude, der um 14.30 Uhr den ESV Wilhelmshaven empfängt, der VfL Wildeshausen, der ab 15 Uhr gegen den TuS Eversten antritt, und der SV Tur Abdin, der um 16.15 Uhr, Frisia Wilhelmshaven erwartet, Heimrecht. Der VfL Stenum gastiert ab 14 Uhr beim TuS Obenstrohe. Der SV Baris ist spielfrei.

FC Hude

In einem interessanten Duell stehen sich auf dem neuen Huder Kunstrasenplatz der Meister der Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst und der Titelträger der Kreisliga Oldenburg-Stadt gegenüber. FCH-Coach Lars Möhlenbrock blickt dem ersten Spiel mit Vorfreude entgegen, denn: „Während der Vorbereitung sind die letzten zwei Wochen immer etwas zäh.“ Dass seine Elf gegen einen Neuling antritt, findet ebenfalls seine Zustimmung: „Gegen einen Aufsteiger will man gut starten und spielt auf drei Punkte.“

Die Stimmung, so Möhlenbrock, sei gut. Das ist nicht selbstverständlich, denn bereits vor dem ersten Punktspiel macht in Hude der Begriff „Verletzungspech“ die Runde. Neben Kapitän Cüneyt Yildiz, der sich erneut einen Kreuzbandriss zugezogen hat, fallen auch Jannik Schrank (Außenmeniskusriss) und Christian Lehr (ebenfalls Kreuzbandriss) lange aus. Zudem muss Julian Arciszewski wahrscheinlich an der Schulter operiert werden. Da trifft es sich gut, dass sich Mohamed Alawie (von BW Bümmerstede, früher Hürriyet) kurzfrist noch dem Kader angeschlossen hat. Gast ESV Wilhelmshaven erzielte in 30 Partien 96 Tore, von denen 46 auf die Konten von Nayil Nalbant (25) und Jascha Meine gingen (21).

VfL Wildeshausen

Marcel Bragula freut sich ebenfalls darauf, dass es endlich losgeht. „Wir haben in den vergangenen eineinhalb Wochen gerade in taktischer Hinsicht einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“, erklärt der Trainer der Wildeshauser vor dem Treffen mit dem TuS Eversten, dem als Vizemeister der Kreisliga Oldenburg-Stadt der Aufstieg in die Bezirksliga gelang.

Bragula betont, dass sein Team noch nicht auf dem Stand sei, den es zum Start der letzten Serie erreicht habe. Er bezieht diese Aussage auf den Teamgeist und sagt ferner: „Es haben sich noch nicht alle Abläufe automatisiert. Beim Offensivspiel hapert es noch etwas, es ist teilweise zu kompliziert, zu behäbig.“ Bei dem 2:0 gegen den Landesligisten GW Mühlen habe es sich um eine gute Generalprobe gehandelt. „Dabei haben uns sechs Spieler gefehlt, darunter vier mit Stammplatzpotenzial. Aber wir sind in der Breite gut aufgestellt“, fügt Bragula hinzu. Am Sonntag stehen dem Vizemeister ebenfalls sechs Spieler nicht zur Verfügung. Zu ihnen gehören Philipp Finger (Bragula: „Er hat sich in den Vordergrund gespielt“), der mit einem Teilabriss des Syndesmosebandes ausfällt, und Sebastian Bröcker (Achillessehnenprobleme).

SV Tur Abdin

„Ich hätte gerne noch drei, vier Wochen mehr Zeit gehabt“, stöhnt Tur Abdins Cheftrainer Christian Kaya. Der Grund: Einige seiner Spieler befinden sich im Urlaub, andere sind verletzt. „Aus der ersten Mannschaft stehen nut zehn Spieler zur Verfügung, die vollständig gesund sind“, sagt Kaya, der von einem „schwierigen Auftaktprogramm“ spricht.

Gleichwohl sei viel Qualität vorhanden und man freue sich auf den Saisonstart. „Wenn wir die kämpferische Leistung und die Einstellung wie gegen Stenum zeigen, ist auch gegen Frisia Wilhelmshaven was möglich.“ Bei den Stenumern errang Tur Abdin im Bezirkspokal ein 1:0.

Sowohl der SVT als auch der WSC Frisia sorgten in der Hinrunde der vergangenen Saison für Aufsehen und bauten dann ab. Die Hausherren sammelten in der ersten Saisonhälfte 28 von 45 Punkten, der Gast erreichte im ersten Abschnitt der Spielzeit 30 von 47 Zählern.

VfL Stenum

Es ist schon ein wenig paradox: Der VfL Stenum muss im vierten Bezirksliga-Jahr hintereinander zum vierten Mal in Folge am ersten Spieltag auswärts antreten. „Merkwürdig“, nennt Baake das, will sich aber nicht zu sehr mit dieser Nebenbaustelle beschäftigen. Denn die Stenumer treffen Sonntag auf eine Heimmannschaft, die sich während der vergangenen Saison eindrucksvoll steigerte. Noch am zwölften Spieltag belegte Obenstrohe den zwölften Rang, die Ziellinie überquerte der TuS als Vierter. „Obenstrohe wird schon eine richtige Aufgabe“, sagte Baake nach dem unglücklichen 0:1-Aus im Bezirkspokal gegen Abdin. „Aber ich bin nach der Vorbereitung sehr zuversichtlich. Wir arbeiten stark gegen den Ball.“


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