Fußball-Kreisliga Atlas Delmenhorst II startet mit Gala gegen Harpstedt

Von Andreas Bahlmann

Schiedlich friedlich: Die Nachbarn Ganderkesee um Kieron Hoffmann (rechts) und Falkenburg mit Florian Erhorn trennten sich 3:3. Fotos: R. TobisSchiedlich friedlich: Die Nachbarn Ganderkesee um Kieron Hoffmann (rechts) und Falkenburg mit Florian Erhorn trennten sich 3:3. Fotos: R. Tobis

Landkreis/Delmenhorst SV Atlas Delmenhorst II heißt der erste Tabellenführer der Fußball-Kreisliga 2018/19. Beim Vizemeister Harpstedter TB gewann die stark verstärkte Oberliga-Reserve mit 5:1. Auch der TuS Heidkrug ist in blendender Frühform. Der TuS Heidkrug siegt im Stadtduell bei RW Hürriyet souverän. Das Derby in Ganderkesee bringt sechs Tore und jede Menge Spannung.

Harpstedter TB - SV Atlas II 1:5. Die Harpstedter bekamen eine Lektion in Sachen Kaltschnäuzigkeit, die Trainer Jörg Peuker wehtat: „Mich stört das Wie an diesem Spiel. Es war eine verdiente Heimniederlage gegen einen cleveren Gegner.“ Der neue Coach Daniel von Seggern bekannte: „Das Ergebnis ist um ein Tor zu hoch ausgefallen.“ Seine Mannschaft setzte Wirkungstreffer in den richtigen Momenten. In der ersten Hälfte war Harpstedt überlegen und vergab eine Handvoll hervorragender Chancen. In der 41. Minute wurde der HTB durch Zinar Sevimli zum ersten, aber nicht letzten Mal ausgekontert. Zwei Minuten nach Wiederbeginn glich Nils Klaassen zwar für die Gastgeber aus, doch danach wurde seine Mannschaft im Offensivdrang zu leichtsinnig. Routinier Dominik Entelmann erzielte in der 53. Minute sein erstes Ligator für die Atlas-Reserve seit seinem Rücktritt aus der Oberliga-Mannschaft. Duc-Hieu Nguyen (63.) und Emiljano Mjeshtri (72.) erhöhten auf 4:1, ehe Dennis Metzing in der 76. Minute der schönste Treffer des Tages gelang. Er schlenzte die Kugel mit dem Außenrist vom Strafraumeck ins Tor. „Das passte heute schon ganz gut“, fand von Seggern. „Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Es gibt noch einiges für uns zu tun, insgesamt war der Sieg aber verdient.“

RW Hürriyet - TuS Heidkrug 0:4. Hürriyet hatte sich seine Rückkehr in die Kreisliga anders vorgestellt. „Wir haben Lehrgeld bezahlt“, sagte Trainer Mete Döner nach der Partie, die an den Heidkruger Bürgerkampweg verlegt wurde, aber offiziell ein Heimspiel war. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir aus den Fehlern lernen. Letztlich zählen nur die Ergebnisse.“ Hürriyet spielte offensiv, aber zu fehlerhaft; Heidkrug hielt sich dagegen an den Plan. Marvin Lohfeld nutzte in der siebten Minute einen Fehlpass der Gastgeber zur Heidkruger Führung. Hürriyet ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken und hatte gleich zweimal Pech, als Mahmut Ekici (10.) und Enes Külünk (13.) mit ihren Torschüssen an Latte und Pfosten scheiterten. Heidkrug war effektiver. Luca Reinhold (16.) und erneut Lohfeld (31.) erhöhten nach Kontern auf 3:0 zur Pause. Lennard Stöver stellte mit seinem Tor in der 90. Minute den Endstand her. „Wir haben die Chancen genutzt. Ich glaube nicht, dass Hürriyet gleich wieder absteigt“, sagte Heidkrugs Co-Trainer Jorge Jacinto.

Das Derby in Ganderkesee brachte sechs Tore und jede Menge Spannung: Hier duellieren sich Sascha Reepel (links) und der Falkenburger Niklas Schulte. Foto: Rolf Tobis

TSV Ganderkesee - TV Falkenburg 3:3. TSV-Trainer Stephan Schüttel hatte am Samstag noch lange an diesem Spiel zu knabbern: „Wir haben einiges liegen gelassen. Wir können nicht einmal sagen, dass es unverdient war; Falkenburg hat das gut gemacht.“ In der Tat zeigte der Neuling eine überzeugende Leistung und eine überragende Moral. Byron-Lee Garcia, der sich erst im Sommer zur Fortsetzung seiner Laufbahn überreden ließ, traf zum 1:0 nach 31 Minuten für die Gastgeber. Maurice Meyer glich zehn Minuten später für die Falkenburger aus, die nach dem Wechsel aber kalt erwischt wurden. Benny Latwesen (50.) und Fabian Mucker (56.), mit einem Freistoß aus 25 Metern in den Winkel, brachten die Platzherren mit 3:1 in Front. Aber Falkenburg stand wieder auf. Nach dem Anschlusstor von Thorsten Niehaus (66.) gelang Mirko Bolling eine Minute vor Schluss der „Lucky Punch“ zum 3:3. „Ich hätte gerne gewonnen, aber die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen“, sagte Falkenburgs Trainer Georg Zimmermann. „Wenn Ganderkesee der Maßstab ist, dann können wir mithalten. Noch ist die Aufstiegsbegeisterung bei uns da, deswegen müssen wir jetzt punkten.“

FC Huntlosen - TV Dötlingen 1:3. Die beste Rückrundenmannschaft ist schon wieder in Fahrt. Die Dötlinger hatten bei tropischer Hitze die richtige Spielidee und kamen mit Kontern zum Erfolg. Max-Joole Bredehöft brachte die Gäste in der 12. Minute in Führung, Dennis Jielg glich fünf Minuten später aus. In der 34. Minute verwandelte Benjamin Bohrer einen an Shqipron Stublla verursachten Foulelfmeter zum 2:1 für Dötlingen (34.). In der 53. Minute erhöhte Stublla auf 3:1, doch neun Minuten danach sah Teamkollege Johan Hannink Gelb-Rot. Doch Dötlingen hielt Stand. „Das war für beide Teams hart an der Schmerzgrenze. Wir haben die Punkte, nur das zählt“, sagte TVD-Trainer Markus Welz.


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