Fußball-Bezirkspokal Baake hat die personelle Qual der Wahl, Kaya stöhnt

Von Frederik Böckmann

Neuzugänge und Trainer des VfL Stenum freuen sich auf die Saison: (von links) Stefan Keil, Thomas Baake, Tim Strodthoff und Paul Fuhrken erwarten Sonntag im Bezirkspokal den SV Tur Abdin. Foto: BaakeNeuzugänge und Trainer des VfL Stenum freuen sich auf die Saison: (von links) Stefan Keil, Thomas Baake, Tim Strodthoff und Paul Fuhrken erwarten Sonntag im Bezirkspokal den SV Tur Abdin. Foto: Baake

Stenum. Thomas Baake freut sich auf das nächste Pokalspiel, Christian Kaya stöhnt über die Personalsituation: In die 2. Runde des Fußball-Bezirkspokal gehen der VfL Stenum und der SV Tur Abdin Delmenhorst mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen.

Gute Traditionen soll man ja hegen und pflegen. Das ist auch bei den Fußballern des VfL Stenum nicht anders. Also luden am Freitagabend die drei wiedergewählten Spielführer Kristian Bruns, Maximilian Klatte und Julian Dienstmaier zum Kapitäns-Dinner im Hause Bruns ein. So wie es beim VfL unter Coach Thomas Baake seit Jahren Tradition ist. Bei Gegrilltem und Kaltgetränken verfolgten die Kirchweg-Kicker auch das Zweitliga-Spiel des Hamburger SV gegen Holstein Kiel. Es gab dabei bei den Stenumer am Freitagabend natürlich auch noch ein weiteres Gesprächsthema: nämlich die anstehende Bezirkspokalpartie am Sonntag gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst. Sie beginnt schon um 14 Uhr und nicht wie ursprünglich geplant um 15 Uhr. „Da einige unserer Spieler anschließend noch arbeiten müssen, haben wir bei Abdin nachgefragt, ob wir die Partie um eine Stunde vorverlegen können“, erklärt Baake. „Der SV war so nett, dem zuzustimmen.“

Das Ziel ist klar: Der VfL möchte unbedingt in die dritte Runde. Denn nach dem Achtelfinal-Einzug im Vorjahr hat Stenum Blut geleckt – und würde liebend gerne wieder gegen einen Landesligisten spielen. Bis dahin ist es natürlich noch ein weiter Weg, doch das 7:0 in Runde eins gegen den SV Baris hat Thomas Baake viel Spaß gemacht – trotz zahlreicher Ausfälle.

„Das Spiel hat gezeigt, was mit der richtigen Einstellung möglich ist“, sagt Baake. Am Sonntag werden die Zweite-Herren-Spieler Marc Pleus und Marten Kämena nicht dabei sein, „damit wir sie nicht festspielen“, erklärt Baake. Dafür kehren etliche Akteure zurück in den Kader wie Ole Braun, Waldemar Kelm, Lennart Höpker, Paul Fuhrken, Marc Gerken und Dierk Fischer. Personelle Änderungen wird es bei Stenum also definitiv geben, taktische vermutlich auch. Denn das Maximilian Klatte nach seiner Vier-Tore-Gala wieder als falscher Neuner aufläuft, will Baake zwar nicht ausschließen, sieht es aber eher als Option für den Ligabetrieb.

SV Tur Abdin geht personell am Stock

Baakes personelle Qual der Wahl hätte Tur-Abdin-Trainer Christian Kaya gerne. Denn er ist noch auf der Suche, „eine halbwegs schlagkräftige Truppe“ auf die Beine zu stellen. Denn die Verletztenmisere der vergangenen Saison scheint sich in dieser Spielzeit fortzusetzen. Die Aramäer haben eigentlich einen sehr großen 28-Mann-Kader, doch teilweise trainierten bei den Einheiten gerade mal ein halbes Dutzend Spieler. „Unsere Vorbereitung lief katastrophal“, stöhnt Kaya.

Wer alles ausfällt? „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, lacht Kaya verschmitzt. Johannes Artan laboriert noch an einem Bänderiss, Lukas Mutlu (bislang noch ohne Trainingseinheit) und Dennis Thüroff plagen sich mit Kniebeschwerden herum, während Justin Lentz, Cemil Basar, Manuel Celik und George Celik muskuläre Probleme haben. Ein Einsatz scheint bei diesem Sextett ausgeschlossen. Spielmacher Can-Dennis Blümel hat einen angerissen Meniskus und soll auf ärztlichen Rat so lange weiterspielen, bis der Meniskus komplett gerissen ist.

„Ich hätte das Pokal-Spiel gerne als richtige Generalprobe gesehen, Stenum scheint ja auch gut drauf zu sein“, sagt Kaya. Jetzt sehe er das Duell „als besseres Testspiel. Natürlich wollen wir gewinnen. Aber wenn wir ausscheiden, bin ich auch nicht enttäuscht.“


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