Hauptplatz im Stadion gesperrt SV Atlas Delmenhorst ist auf das Stadion angewiesen

Von Frederik Böckmann

Blau-Gelber Jubel – im Delmenhorster Stadion: So soll es möglichst auch beim ersten Heimspiel des SV Atlas Delmenhorst am 18. August gegen Hildesheim aussehen. Foto: Rolf TobisBlau-Gelber Jubel – im Delmenhorster Stadion: So soll es möglichst auch beim ersten Heimspiel des SV Atlas Delmenhorst am 18. August gegen Hildesheim aussehen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst sind guter Dinge, den zur Zeit gesperrten Hauptlatz im Stadion bald wieder nutzen zu können. Davon sei der SVA aus finanziellen Gründen aber auch abhängig, betont der Vorsitzende Manfred Engelbart.

Anfang der Woche hatte Manfred Engelbart in seiner Funktion als Vorsitzender des SV Atlas Delmenhorst einen wichtigen Termin in der Stadtverwaltung. Der Gesprächspartner? Der Erste Stadtrat Markus Pragal. Das Thema? die Sperrung des Hauptlatzes im Stadion. Das Ergebnis? Zufriedenstellend. Denn Engelbart ist nach der Unterredung mit Pragal zuversichtlich, dass der Hauptplatz im Stadion nach Schäden an der Grasnarbe bald wieder freigegeben wird. Engelbart findet, „dass man wirklich alles versucht, damit wir schnell wieder spielen können“.

„Ziel der Stadt ist es, bei einem Ausschluss von gesundheitlichen Gefährdungen, die zwei Plätze schnellstmöglich freizugeben“, sagte Erster Stadtrat Markus Pragal. „In diesem Zusammenhang sind weitere Untersuchungen beziehungsweise Proben in Auftrag gegeben worden.“ Die Plätze und deren Zustand wurden am Dienstag von der Landwirtschaftskammer, der Polizei, der Stadtverwaltung und Vertretern der Stadionvereine untersucht. Dabei führten Landwirtschaftskammer und Polizei auch Ermittlungen durch, ob möglicherweise eine Straftat begangen worden sei.

Engelbart: „Können nur im Stadion spielen“

Die Stadt habe begriffen, dass es für den SVA Existenz-gefährdend sei, wenn die Blau-Gelben ihre Partien nicht im Stadion durchführen könnten. Ähnlich hatten sich auch die Leichtathleten hinsichtlich ihrer ausgefallenen Wettbewerbe geäußert. „Wie soll ich denn auf einmal irgendwo anders acht Werbeblöcke hinbauen? Das geht nur im Stadion“, betonte Engelbart mit Blick auf die Heimpremiere am 18. August gegen Hildesheim. Die Werbeblockpartner stellten einen großen Teil des Etats. Würden die Sponsoren nicht bestmöglich präsentiert, könnten diese Regressansprüche stellen, betonte Engelbart.

Seit dem 13. Juli sind der Hauptplatz und ein Nebenplatz im Delmenhorster Stadion gesperrt, weil die aufgebrachte Markierungsfarbe wahrscheinlich Herbizide – also chemische Unkrautvernichter – enthielt und deshalb Schäden an der Grasnarbe verursacht hat. Zwei Ferien-Abendsportfeste sind bereits ausgefallen, die Fußballer konnten auf dem Hauptplatz nicht spielen. Eine gute Nachricht gab es aber am Dienstagnachmittag: Die Stadt Delmenhorst wird die Kunststoff-Laufbahn im Stadion zur Nutzung freigegeben, wie die Pressestelle auf dk-Anfrage erklärte. Damit könnten die Leichtathleten des Delmenhorster TV wieder im Stadion trainieren. Der Kreis Delme-Hunte führt dort seine Regionsmeisterschaften am 19. August durch.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN