Fußball-Regionalliga Umbruch beim TV Jahn Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

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Neu bei Jahn: Carmen Höpoltseder (2. von rechts) – hier im Trainingsspiel gegen Stefanie Herzberg. Foto: TobisNeu bei Jahn: Carmen Höpoltseder (2. von rechts) – hier im Trainingsspiel gegen Stefanie Herzberg. Foto: Tobis

Delmenhorst. Acht Ab- und zwei externe Zugänge, bei den Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst gab es im Sommer einen Umbruch. Carmen Höpoltseder und Vivien Endemann wechseln nach Delmenhorst. Verantwortliche setzen auf Spielerinnen aus den eigenen Reihen.

Die Sommerpause geht mit viel Bewegung innerhalb des Kaders des Frauen-Regionalligisten TV Jahn Delmenhorst einher. Der Absteiger aus der 2. Bundesliga meldet acht Abgänge. Auf der anderen Seite stehen zwei Zugänge aus anderen Vereinen. Jahn befindet sich im Umbruch. Cheftrainer Claus-Dieter Meier und dessen „Co“ Bernd Hannemann hoffen, dass Spielerinnen aus der zweiten Vertretung oder aus den B-Juniorinnen der Sprung nach oben gelingt.

Neu sind Carmen Höpoltseder und Vivien Endemann. Höpoltseder kam vom Bremer Landesliga-Dritten TuS Schwachhausen II, für den sie zwölf Punktspiele bestritt. Sie ist eine erfahrene Spielerin und flexibel einsetzbar.

Vivien Endemann gilt als vielversprechendes Talent. Die 16-Jährige wurde in der vergangenen Saison mit den B-Juniorinnen des SV Werder Bremen Dritter (neun Tore stehen bei ihr zu Buche) in der Bundesliga und brachte es auf fünf Nominierungen beim Frauen-Regionalligisten Werder II. „Vivien spielt gerne auf der Zehner-Position“, berichtet Meier. „Es ist für uns ein Kompliment, dass sie zu Jahn gewechselt ist.“

Vom Landesligisten TV Jahn Delmenhorst II erhalten Mona Matzdorf und Julia Kastens die Chance, das Aufgebot des Regionalligisten zu erreichen. Froh sind sie beim TV Jahn darüber, dass die lange verletzten Aileen Fahlbusch und Sandra Göbel wieder dabei sind. Darüber hinaus steht Lynn Janning nach ihrem USA-Aufenthalt wieder zur Verfügung. Christina Bellighoven, hinter deren Verbleib sich ein Fragezeichen befand, spielt weiterhin für Jahn.

„Einige Abgänge“, sagt Hannemann, der bei Jahn mit Petra Zimolong auch an der Spitze der Frauen- und Mädchenabteilung steht, „waren vorauszusehen“. So habe es sich bei Nele-Victoria Aufurth und Bianca Becker um Verpflichtungen für die 2. Liga gehandelt. Aufurth lebt in Hannover und nahm während der Jahn-Zeit einige Strapazen auf sich. Becker kehrt zum Bundesligisten Werder Bremen zurück. Meier sagt: „Die Spielpraxis, die sie bei uns gesammelt hat, hat sie besser gemacht. Ich sehe sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehen und drücke ihr die Daumen.“

Lena Funke hat sich Arminia Bielefeld angeschlossen. Laura D‘Elia wollte Jahn bereits vor einem Jahr verlassen, hat ihr Praktikum in England dann aber verschoben. Tomke Hege hat den TVJ mit unbekanntem Ziel verlassen. Kristin Meyer und Nahrin Uyar, die keine Zweitliga-Einsätze verzeichneten, legen eine Pause ein. Malin Knodel will sich intensiver um ihre Ausbildung kümmern.

Hannemann bringt es auf einen Nenner: „Die Jahn-Mannschaft, die in der Meisterschaftsrunde 2018/19 in der Regionalliga antritt, ist eine andere als die aus der 2. Bundesliga.“

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


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