Silbersee-Triathlon 2018 1000 Aktive zeigen starke Leistungen

Von Lars Pingel

Auf dem Weg zum Sieg über die Olympische Distanz im Silbersee-Triathlon 2018: Jenny Jendryschik von TriAs Flensburg. Foto: Lars PingelAuf dem Weg zum Sieg über die Olympische Distanz im Silbersee-Triathlon 2018: Jenny Jendryschik von TriAs Flensburg. Foto: Lars Pingel

Stuhr. 1000 Aktive haben beim Silbersee-Triathlon 2018 der Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr starke Leistungen geboten. Im Regionalliga-Wettkampf sorgte Jenny Jendryschik von TriAs Flensburg, die zum ersten Mal über die Olympische Disziplin startet, für Furore.

Besser kann eine Premiere nicht laufen. „Ich bin das erste Mal auf der Olympischen Distanz gestartet“, sagte Jenny Jendryschik am Sonntag in Stuhr. Im und rund um den Silbersee war sie gerade 1,5 Kilometer geschwommen, 40 Kilometer Rad gefahren und zehn Kilometer gelaufen. In zwei Stunden, elf Minuten und 45 Sekunden. Die 20-Jährige von TriAs Flensburg war damit nicht nur die Schnellste der 39 Triathletinnen, die im Wettbewerb der Regionalliga Nord, um gute Platzierungen für ihre Teams kämpften.

Der Wettbewerb gehörte zum Programm des Silbersee-Triathlons der Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr. Eine bessere Zeit als Jendryschik erreichte auch keine der 78 Sportlerinnen, die in der offenen Wertung oder in der Landesliga-Konkurrenz antraten. Sie waren 28 Minuten später ins Wasser gestürmt.

Organisationsteam zieht positive Bilanz

Das machten in den verschiedenen Konkurrenzen über die Olympische Distanz und im Sprint-/Volkstriathlon (0,5 km Schwimmen/20 km Radfahren/5 km Laufen) am Sonntag noch 883 weitere Aktive, darunter Leistungs- und Freizeitsportler, teilte das von Jan Neubauer geleitete Organisationsteam mit. Es bedankte sich bei allen „für dieses grandiose Triathlon-Event“. Die Jubiläums-Ausgabe, der Silbersee-Triathlon wurde zum 25. Mal ausgetragen, war also ein voller Erfolg. Dazu trugen, lobten Neubauer und seine Mitstreiter, natürlich ebenfalls die mehr als 250 Helfer „mit viel Einsatz“ eine Menge bei.

Rundum zufrieden war Neubauer auch mit dem „Power Kids-Triathlon“ am Samstag, der zum ersten Mal stattfand, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihren Sport am Silbersee auszuüben. 130 Teilnehmer hatten sie genutzt.

Jenny Jendryschik übernimmt Führung auf der Radstrecke

Jendryschik hatte der Ausdauerdreikampf Spaß gemacht. „Ich fand die Strecke cool“, erzählte sie. Der Schwimmkurs im Silbersee und die abwechslungsreiche Radstrecke gefielen ihr schon sehr gut, ganz besonders angetan war sie aber von der 3,3 Kilometer langen Laufrunde. „Klasse, dass die so schön am See liegt.“

Die Flensburgerin hatte sich, da sie die Olympische Distanz noch nie im Wettkampf bewältigt hatte, zunächst nicht einmal völlig verausgabt. „Ich bin es so angegangen, dass ich überall noch Reserven hatte“, erklärte Jendryschik im Ziel. Das galt dann natürlich auch für das Schwimmen, nach dem sie dennoch schon Zweite war (24:18 Minuten). „Ich habe mich ein paar Mal ein wenig verschwommen“, gab sie lachend zu.

Auf der Radstrecke übernahm sie aber recht schnell die Führung. Die verteidigte sie mit einer Zeit von 42:18 Minuten im Zehn-Kilometer-Lauf ganz souverän. Jendryschik hatte in dem Regionalliga-Wettbewerb 5:46 Minuten Vorsprung auf Cecile van der Bent (TTS Tri Team Hamburg). Die zweitbeste Zeit über die lange Distanz erzielte Nina Rosenbladt vom Top-Tri-Team Hamburg als Siegerin in der offenen Wertung: 2:13:39.

Jendryschik erklärte derweil, dass sie sich eigentlich auf Sprint-Wettbewerbe konzentrieren wolle. „Ich bin erst ein Jahr dabei“, antwortete sie auf die Frage nach ihren Triathlon-Erfahrungen. Sie habe wegen einer Verletzung mit Lauftraining aussetzen müssen, in der Reha stand Aquajogging an. „Da habe ich gedacht: Okay, dann versuche ich es auch mal mit richtigem Schwimmen. Das habe ich mir selbst beigebracht.“ Danach habe sie sich ein Rennrad gekauft. Und taucht seitdem regelmäßig weit vorn in Ergebnislisten auf. Jendryschiks TriAs-Vereinskameradinnen Conny Nissen (4./2:18:47) und Sina Will (7./2:20:50) belegten in Stuhr ebenfalls Plätze unter den ersten Zehn, sodass das Team die Vereinswertung vor dem TTS Tri Team Hamburg und vor BW Lohne gewann.

Schnellster im Regionalliga-Wettkampf auf der Olympischen Distanz (1,5 km Schwimmen/40 km Radfahren/10 km Laufen) im Silbersee-Triathlon 2018: Konstantin Bachor vom VfL Wolfsburg. Er erreichte das Ziel in 1:55:55 Stunden. Foto: Lars Pingel

Konstantin Bachor stellt „Rad-Rekord“ auf

Konstantin Bachor ist schon seit vielen Jahren in den Auswertungen von Triathlon-Veranstaltungen sehr oft weit vorn zu finden. Der 33-Jährige vom VfL Wolfsburg gewann am Sonntag wie im Vorjahr die Einzelwertung im Regionalliga-Wettkampf in 1:55:55 Stunden. „Das bedeutet mir eine ganz Menge“, sagte er. „Es war mein erstes Rennen in diesem Jahr.“ Krankheitsbedingt hatte eine lange Pause einlegen müssen, ist erst seit drei Wochen wieder im Training, in dem er mit Karsten Schrimpf, auch Coach der Tri-Wölfe, zusammenarbeitet.

„Ich wusste, dass ich mit dem Rad gut sein werde“, erzählte Bachor. In der Tat: Nach 56:35 Minuten hatte am Silbersee noch niemand die 40 Kilometer beendet. So ging der Schwimm-Vierte als Führender auf die Laufstrecke. „Da habe ich noch Defizite“, sagte Bachor über sich. Dennoch blieb er in seinem Wettkampf vor Jan Svensson von TriAs Flensburg (1:56:30). Dass Bachor, wenn er fit ist und wenn es in seinen Wettkampfplan passt, 2018 versuchen wird, den dritten Erfolg in Stuhr zu feiern, ist gut möglich. Er fühlt sich wohl am Silbersee. „Das ist ein sehr schöner Wettkampf“, bestätigte er. „Was mir am besten gefällt, ist das Drumherum.“

Die Zeiten von Bachor und Svensson wurden noch einmal unterboten. Jesse Hinrichs, der als Teilnehmer in der offenen Wertung in einer anderen Startgruppe fünf Minuten später begonnen hatte, war 20 Sekunden schneller als der Wolfsburger: Der Triathlet des 1. TCO Die Bären Oldenburg war nach 1:55:35 Stunden über die Ziellinie gelaufen.

Oliver Sebrantke war schnellster Triathlet der Tri-Wölfe des LC Hansa Stuhr über die Olympische Distanz: 2:09:30 Stunden. Er wurde damit 17. der offenen Wertung.


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