SV Atlas Delmenhorst Bastian Fuhrken wünscht sich mehr als gute Ergebnisse

Von Klaus Erdmann

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Halt, hiergeblieben! Atlas-Angreifer Marvin Osei stoppt den Wildeshauser Kevin Kari im Testspiel mit nicht ganz legalen Mitteln. Der gebürtige Delmenhorster kam vom VfL Oldenburg.Foto: Rolf TobisHalt, hiergeblieben! Atlas-Angreifer Marvin Osei stoppt den Wildeshauser Kevin Kari im Testspiel mit nicht ganz legalen Mitteln. Der gebürtige Delmenhorster kam vom VfL Oldenburg.Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Hinter dem Sport-Vorstand des SV Atlas Delmenhorst, Bastian Fuhrken, liegt eine arbeitsintensive Phase. Bei Gesprächen mit neuen Spielern wird die Konkurrenz größer, erzählt Fuhrken – und wünscht sich einen respektvolleren Umgang.

Natürlich wünscht sich Bastian Fuhrken gute Ergebnisse und Platzierungen. Der Mann der ersten Stunde, der beim SV Atlas als Vorstand Sport fungiert, hofft, dass der Oberliga-Neunte zu alter Heimstärke zurückfindet, sich in der Tabelle verbessert und im Pokal einiges erreicht. Aber Fuhrken möchte noch mehr: „Ich wünsche mir respektvollen Umgang. Das ist ein Appell an alle, die zu uns ins Stadion kommen.“

Beim Gespräch mit dem Funktionär, der maßgeblichen Anteil daran besitzt, dass Atlas am 4. April 2012 neu gegründet wurde und der stets mehr als den Fußball im Blick hat, merkt man sehr schnell, dass dieses Thema auf seiner Prioritätenliste ganz weit oben steht. In der vergangenen Saison sind Dinge vorgefallen, an die sich Fuhrken, Cheftrainer Jürgen Hahn und deren Mitstreiter nur ungern erinnern. „Wenn es um die nächste Saison geht, ist der respektvolle Umgang ein großer Punkt“, sagt der Vorständler mit Nachdruck.

650 Klamottenteile bestellt

Hinter ihm liegt eine arbeitsintensive Phase. „Die Vorbereitungen auf die neue Saison beginnen im März“, sagt er. Von März bis Ende Juni gebe es besonders viel Arbeit („Wenn die Jungs Urlaub machen, habe ich am meisten zu tun“). Es gelte unter anderem Absprachen mit anderen Vereinen zu treffen, sich mit den Trainern der ersten (Hahn) und zweiten Mannschaft (neu: Daniel von Seggern) intensiv zu unterhalten, Gespräche mit Sponsoren zu führen und sich um die Ausrüstungen zu kümmern. „Ich habe 650 Klamottenteile bestellt“, berichtet Fuhrken.

Die Gespräche mit (potenziellen) Neuzugängen seien einerseits etwas einfacher, denn: „Viele kennen uns und haben sich mit uns auseindergesetzt.“ Andererseits werde die Luft auf dem Markt dünner. VfB und VfL Oldenburg, Uphusen und Jeddeloh, Lohne und jetzt auch noch Aufsteiger Oythe – die Konkurrenz werde größer. Einige Spieler könne man finanziell nicht erreichen. Fuhrken weiter: „Die Gespräche mit den Spielern, die wir haben wollten, waren aber nicht so schwer. Wir haben uns schnell geeinigt.“

Bis zu 45 Anfragen von Spielern und Beratern

Von Spielern und Beratern, auch aus dem Ausland, seien „40, 45 Anfragen“ eingegangen. Gespräche mit abgebenden Vereinen, so Fuhrken, seien für ihn sehr wichtig: „Es ist mein großes Bestreben, dass alles vernünftig läuft.“

In der Endabrechnung war der SV Atlas zuletzt Neunter. Trifft das auch zu, wenn es um die Etats der 16 Oberliga-Clubs geht? „Ja“, antwortet Fuhrken und fügt schnell hinzu: „Es ist aber eher Platz zehn oder elf.“ In diesem Zusammenhang sei er stolz auf das, was man erreicht habe.

„Nachdem wir im vergangenen Jahr fußballerisch nicht so schöne Zeiten erlebt haben, wünsche ich mir, dass wir strukturell auf der Führungsebene vernünftig weiterarbeiten. Ich hoffe, dass die Zweite hochgeht und die Erste sich deutlich steigert. Und es ist wichtig, dass man alles zusammen anpackt. Durch Sprüche zieht man alles runter“, sagt Bastian Fuhrken. Damit ist er wieder beim Thema respektvoller Umgang.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Belage am 28. Juli


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