SV Atlas Delmenhorst Jürgen Hahn will Spieler schnell zu einem Team formen

Von Klaus Erdmann

Zweikampfstark, laufstark und mit Zug zum Tor: Der Wildeshauser Tom Schmidt – hier im Testspiel gegen den TB Uphusen – ist einer der acht Neuen beim SV Atlas Delmenhorst. Er kennt die Liga aus seiner Zeit beim BV Cloppenburg und ist ein Startelf-Kandidat. Foto: Rolf TobisZweikampfstark, laufstark und mit Zug zum Tor: Der Wildeshauser Tom Schmidt – hier im Testspiel gegen den TB Uphusen – ist einer der acht Neuen beim SV Atlas Delmenhorst. Er kennt die Liga aus seiner Zeit beim BV Cloppenburg und ist ein Startelf-Kandidat. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst Die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst stehen in der Oberliga vor einem interessantem Auftaktprogramm. Das Niedersachsenpokalspiel am Sonntag bei BW Lohne besitzt für die Verantwortlichen eine große Wertigkeit.

Das zweite Jahr innerhalb einer relativ neuen Umgebung wird im Gegensatz zur Vorgängersaison gerne als „schwieriger“ bezeichnet. Der SV Atlas Delmenhorst und dessen Cheftrainer bilden da keine Ausnahme. „Ich meine auch, dass das zweite Jahr in der Oberliga schwerer wird“, erklärt Jürgen Hahn. Das sei eine realistische Erwartung, fügt der Coach, hinzu und betont, dass dem SVA als einziger Aufsteiger den Klassenverbleib gelungen sei.

Bei der Einschätzung der Lage denkt Hahn nicht zuletzt an die Teams, die aus der Regionalliga heruntergekommen sind: „Borussia Hildesheim will sofort wieder hoch. Und Eintracht Braunschweig II ist ja kein echter Absteiger.“ Eintrachts Zweite musste die Regionalliga verlassen, da die Erste von der 2. in die 3. Liga abgerutscht ist.

Erschwerend kommt für Hahn hinzu, dass seine Spieler für die Konkurrenten keine Unbekannten mehr sind. Der Coach verweilt nur kurz bei diesem Gedanken. Dann sagt er: „Allerdings haben wir einige neue Spieler und befinden uns im Umbruch.“

Zur Verpflichtung der acht Neuen sagt Hahn: „Wichtig war für uns, dass es sportlich passt, wir einen ausgeglichenen Kader haben und auf jeder Position Konkurrenzkampf herrscht. Natürlich ist es auch wichtig, dass die Spieler menschlich zu uns passen.“ Man habe eine „Spur Professionalität reinbekommen“. Die Zugänge seien gut ausgebildet und brächten Erfahrung mit. Und: „Sie kennen die Liga“.

Hahn: „Der Umbruch war notwendig. Er tut uns gut. Unser Ziel ist es, schnell eine Mannschaft zu werden – auch außerhalb des Platzes. Punkte und gute Platzierungen kommen dann von selbst.“ Ziel sei ferner ein einstelliger Platz. Wenn Atlas den erreiche, habe man gut gearbeitet.

In der vergangenen Saison sammelten die Delmenhorster nur 17 der 37 Punkte im Stadion. Wie lässt sich diese Bilanz verbessern? „Wir müssen sportlich bessere Lösungen finden“, antwortet Hahn. „Die Mannschaft muss selbstbewusster, dominanter werden.“

Atlas startet am 10. August bei FC Hagen/Uthlede, der den Titel in der Landesliga Lüneburg errungen hat. Dann kommt der VfV Borussia 06 Hildesheim, der aus der Regionalliga abgestiegen ist. Am dritten Spieltag reist der SVA zum TuS Bersenbrück, den letzjährigen Fünften. Ein Aufsteiger, ein Absteiger, ein Etablierter – mehr Abwechslung zum Start geht kaum ...

Hahn lacht. „Der Auftakt ist wirklich interessant. Ich hätte mir zunächst ein Heimspiel gewünscht. Wir mussten im letzten Jahr auch anfangs reisen (am 12. August hieß es in Sulingen 2:3, Anm. d. Red.). Im Pokal spielen wir jetzt auch auswärts (auf Landesebene gastiert Atlas in Lohne).

Der Pokal, so Hahn, besitze eine „große Wertigkeit“. Früher habe man die Partien im Bezirkspokal als Testspiele betrachtet, aber jetzt sei der Pokal eine Chance. Mit vier Schritten sei man in der Hauptrunde. Es gebe keine Experimente. „Mit dem Pokalspiel geht die Saison los“, unterstreicht Jürgen Hahn. Am Sonntag, 5. August. Um 15 Uhr. Beim TuS BW Lohne, dem letztjährigen Vierten der Landesliga.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


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