Oldenburger Landesturnier 2018 Routiniers aus KRV Delmenhorst gewinnen Oldie-Cup

Von Katrin Brandes

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Riesenfreude über einen besonderen Sieg: Unter Leitung von Katja Stöver (Mitte) gewannen Ulli Einemann, Rita Meyer, Inge Strudthoff, Sabine Vietor-Bruns, Ute Thümler und Lars Grimsehl in Rastede den Oldie-Cup im Oldenburger Landesturnier. Die Mannschaftsdressur gehört nur alle fünf Jahre zum Programm des Landesturniers. Foto: StöverRiesenfreude über einen besonderen Sieg: Unter Leitung von Katja Stöver (Mitte) gewannen Ulli Einemann, Rita Meyer, Inge Strudthoff, Sabine Vietor-Bruns, Ute Thümler und Lars Grimsehl in Rastede den Oldie-Cup im Oldenburger Landesturnier. Die Mannschaftsdressur gehört nur alle fünf Jahre zum Programm des Landesturniers. Foto: Stöver

Rastede. Ein Dressurteam des Kreisreiterverbands Delmenhorst hat beim Oldenburger Landesturnier 2018 in Rastede einen besonderen Sieg gefeiert: Unter der Leitung von Katja Stöver gewannen Ulli Einemann, Rita Meyer, Inge Strudthoff, Sabine Vietor-Bruns, Ute Thümler und Lars Grimsehl den Oldie-Cup, der nur alle fünf Jahre ausgetragen wird.

Sie waren viel mehr als nur die heimlichen Stars des Oldenburger Landesturniers: die Teilnehmer am „Oldie-Cup“. Es gab wohl keinen Wettbewerb in der sechstägigen Veranstaltung, bei dem die Stimmung auf der natürlich vollen Tribüne des Hauptplatzes im Rasteder Schloßpark ähnlich großartig war. Die kostümierten Sechserteams der Kreisverbände wurden vor, während und nach ihrer Dressurkür umjubelt. Das galt am Samstagabend ganz besonders für das Team des Kreisverbands Delmenhorst, das die nur alle fünf Jahre ausgetragene Prüfung gewann.

Jeder Kreisverband darf mit sechs Reitern in der Mannschaftsdressur antreten. Voraussetzung: Er muss vor mindestens 25 Jahren schon einmal in Rastede geritten sein. Unter der Leitung von Katja Stöver fanden sich Ulli Einemann, Rita Meyer, Inge Strudthoff, Sabine Vietor-Bruns, Ute Thümler und, als einiger Mann, Lars Grimsehl für Delmenhorst zusammen.

Schöne Atmosphäre beim Training

Zunächst hieß es, Termine zu finden, an denen alle beruflich und familiär eingebundenen Reiter Zeit hatten, um die anspruchsvolle Kür mit Kehrtvolte und Mühle einzuüben. Der 50-jährige Lars Grimsehl saß dabei erstmals seit neun Jahren wieder auf dem Pferderücken, die ehemalige Vielseitigkeitsreiterin Inge Strudthoff war ebenfalls reaktiviert worden – und Ulli Einemann kehrte erst sechs Wochen vor Trainingsbeginn in den Sattel zurück. „Das bewegt mich total, dass ich noch mal in Rastede starte. Das hätte ich nie im Leben geglaubt“, verriet die 58-Jährige.

Während des Trainings ging es entspannt und freundschaftlich zu. Die Kür wurde zunächst im Schritt durchgegangen, jeder brachte sich ein: „Wie machen wir am besten die Aufstellung?“ Vorschläge wurden gleich ausprobiert.

Nicht nur Lars Grimsehl hatte am Samstag ein Lächeln im Gesicht, ging die Aufgabe entspannt an. Auch Rita Meyer, mit 45 Jahren die Jüngste des Teams, die noch aktiv Turniere reitet und 1984 in der Vielseitigkeit in Rastede gestartet war, grinste und freute sich auf den Auftritt.

Und der war erfolgreich. Mit der Note 17.2, die sich aus den Bewertungen des Inhalts (8.2) und der Ausführung (9.0) zusammensetze, ließ das Team vier Mannschaften hinter sich. Alle waren unter dem Motto „Reiten wie vor 50 Jahren“ angetreten.

KRV Delmenhorst präsentiert Kür zu einem Beatles-Medley

Die Delmenhorster begannen mit einer zehnköpfigen Steckenpferd-Kinder-Quadrille, einer Hommage an die 1966 in Hude von Wilhelm Vietor und Hans Heinrich Isenbart ins Leben gerufene Quadrille „Das Karussell der Blauen Reiten“. Unter der originalen Einrittmusik ging das Team mit weißen Stirnbändern und dem Vorderzeug der damaligen Zeit an den Start. Auch die Jacketts wurden mit blauen Stulpen und Kragen wie damals ausgestattet. Zu einem Beatles-Medley zeigte das Sextett eine schwungvolle Kür, die von den Richtern als schön herausgebracht und toll dargeboten gelobt wurde.

Auf den Sieg stießen die Reiter noch an ihren Anhängern an: „Mit warmem Sekt zwar, aber wir haben uns dermaßen gefreut“, erzählte Katja Stöver, die stolz auf ihr Team war und sich für die weitere Unterstützung bedankte: In einem grauen Kittel, ausgewiesen als Getränkemanager des KRV, hatte Gerd alle mit Erfrischungen aus einer Kühlbox und mit Handtüchern auf den Start vorbereitet.

Stöver stellte in Rastede noch ein weiteres KRV-Team in Rastede vor. In der Dressur-Kür der Klasse L musste es als erstes ins Viereck. Dort überzeugte es. „Wir sahen eine schwungvolle Kür mit vielen ungewöhnlichen Linienführungen“, lobte Richter Norbert Giesicke das Quartett mit Alicia Lösekann (Power of Love), Alexandra Schneider (Flo’s Love), Jessica Schmidt (Wie Du) und Antje Rüscher (Pearl Jam). Für die Technik gab es die Wertnote 8.5, für die Ausführung die Wertnote 7.9. Das ergab schließlich eine 8.2: Platz vier.


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