Fußball-Saisonvorschau VfL Wildeshausen will erneut oben mitspielen

Von Klaus Erdmann

Alles reinwerfen: Torwart Sebastian Pundsack (links) und Sechser Alexander Kupka (rechts) – im Testspiel gegen Atlas-Akteur Jannik Vollmer– sind wichtige Defensivsäulen bei den Krandel-Kickern. Foto: TobisAlles reinwerfen: Torwart Sebastian Pundsack (links) und Sechser Alexander Kupka (rechts) – im Testspiel gegen Atlas-Akteur Jannik Vollmer– sind wichtige Defensivsäulen bei den Krandel-Kickern. Foto: Tobis

Wildeshausen Der VfL Wildeshausen erwartet an der Spitze der Fußball-Bezirksliga ein größeres Gedränge als zuletzt. Verantwortliche melden fünf Neuzugänge.

Vor der Saison 2017/18 hatte Marcel Bragula betont, dass seiner Mannschaft ein Jahr der Konsolidierung bevorstehe. Auf die Frage, unter welcher Überschrift die bevorstehende Spielzeit stehe, antwortet der Cheftrainer des Bezirksliga-Vizemeisters VfL Wildeshausen: „Wir wollen den Ansprüchen gerecht werden.“

Dabei handelt es sich nicht um ein leichtes Unterfangen, denn die Ansprüche beim VfL sind hoch. Einen „Platz im ersten Drittel“ gibt Fußball-Abteilungsleiter Ottmar Jöckel als Saisonziel an. Bragula sagt: „Wir wollen wieder oben mit- und eine gute Rolle spielen. In der Bezirksliga sind wir gut aufgehoben.“ So sieht es auch Jöckel, der diese Spielklasse „unsere Haus-und Hof-Liga“ nennt.

Neuer Co-Trainer bei den Wildeshausern ist Patrick Meyer, der vom Kreisligisten TSV Ganderkesee kommt. Er tritt die Nachfolge von Sven Apostel an, der fortan beim Regionalligisten BSV Rehden als „Co“ von Benedetto Muzzicato fungiert. Bei der Wittekind-Elf komplettiert Torwarttrainer Eike Bothe das Trio.

Ebenfalls vom TSV Ganderkesee wechselt Spieler Robin Ramke zum Bezirksliga-Zweiten. „Er passt charakterlich wunderbar bei uns rein“, unterstreicht Bragula. Ramke habe Qualitäten im „1:1-Spiel“ und sei ein Vollblutfußballer. Marius Krumland kommt vom Oberliga-Elften BV Cloppenburg. „Wir waren schon lange an ihm dran“, informiert Bragula, der von Krumland viel erwartet und ihn als „wichtigen Neuzugang“ bezeichnet. Allerdings müsse man berücksichtigen, dass der Spieler aufgrund eines Kreuzbandrisses erst gegen Ende der letzten Saison wieder zum Einsatz gekommen sei.

Hauke Glück, der zuletzt in Diensten des Kreisliga-Vizemeisters Harpstedter TB stand, sei, so Wittekinds Chefcoach, ebenfalls ein erfahrener Spieler. Er sei als Sechser eingeplant, informiert Bragula, der sich durch Glücks Verpflichtung einen größeren Konkurrenzkampf auf dieser Position erhofft. Vierter Neuzugang ist Elias Schröder, Cousin des VfL-Spielers Michael Eberle. Der Youngster, der auch für die Bezirksliga-A-Junioren des TuS Heidkrug aufläuft, besitzt ein Zweitspielrecht. Bragula: „Wir wollen ihn behutsam aufbauen.“

„Es wird schwerer als zuletzt“, blickt Bragula, der an der Spitze ein größeres Gedränge erwartet, voraus. Namentlich nennt er Frisia Wilhelmshaven und SV Wilhelmshaven sowie die Landesliga-Absteiger Heidmühler FC und TSV Oldenburg. „Auch Tur Abdin hat sich gut verstärkt und verfügt über eine gute Qualität. Und Stenum wird besser als zuletzt abschneiden.“ Jöckel, der neben den genannten Wilhelmshavener Teams auch TuS Obenstrohe und TSV Abbehausen zum Favoritenkreis rechnet, sagt mit Blick auf die Bemühungen der Konkurrenz: „Geld ausgeben und besser werden sind Dinge, die nicht unbedingt einhergehen. Wir arbeiten lieber etwas ruhiger.“ Der Landesliga-Aufstieg, sagt der Fußballchef, sei nicht das primäre Ziel des VfL.

In der Saison 2017/18 gelangen dem VfL 94 Tore und damit die mit Abstand meisten Treffer aller 16 Mannschaften. Wird die Bezirksliga auch in der Spielzeit 2018/19 einen stürmischen VfL erleben? Bragula: „Die Statistik lügt nicht. Ich hätte lieber die beste Abwehr gehabt.“ Hier nimmt der gerade im Defensivbereich von personellen Problemen geplagte VfL, der 31 Gegentore kassierte, hinter Meister SV Brake (27) den zweiten Platz ein. Der Trainer blickt voraus: „Wir wollen den Zuschauern in Wildeshausen guten und erfolgreichen Fußball zeigen.“ Wie gesagt: Die Ansprüche beim VfL Wildeshausen sind hoch.

Der Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


Abgänge: Timo Höfken (Jahn Delmenhorst), Ole Wilms, Durano Brandon (beide eigene zweite Mannschaft), Jannis Oberbörsch (Studium).

Zugänge: Hauke Glück (Harpstedter TB, Marius Krumland (BV Cloppenburg), Robin Ramke (TSV Ganderkesee), Elias Schröder (läuft mit einem Zweitspielrecht auch weiterhin für die A-Junioren des TuS Heidkrug auf), Christopher Kant (VfB Oldenburg II).

Restkader: Sebastian Pundsack, Lukas Schneider, Phillip Finger, Niklas Heinrich, Kevin Kari, Andreas Kari, Sascha Görke, Jannik Wallner, Maximilian Seidel, Michael Eberle, Sebastian Bröcker, Ole Lehmkuhl, Alexander Kupka, Christoph Stolle, Rene Tramitzke, Jannis Oberbörsch, Thorben Schütte, Felix Dittrich.

Cheftrainer: Marcel Bragula.

Co-Trainer: Patrick Meyer.

Saisonziel: Platz im ersten Drittel.

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