Fußball-Saisonvorschau SV Tur Abdin Delmenhorst möchte sein Spiel optimieren

Von Klaus Erdmann

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Seit mehr als einem Jahrzehnt Stammspieler beim SV Tur Abdin Delmenhorst. Kapitän Michael Sen (rechts), hier im Testspiel gegen den TuS Schwachhausen. Foto: Rolf TobisSeit mehr als einem Jahrzehnt Stammspieler beim SV Tur Abdin Delmenhorst. Kapitän Michael Sen (rechts), hier im Testspiel gegen den TuS Schwachhausen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Fußball-Bezirksligist SV Tur Abdin Delmenhorst möchte in der kommenden Saison einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Die vielen Neuen sind teilweise alte Bekannte.

Beim SV Tur Abdin Delmenhorst sieht sich Cheftrainer Christian Kaya mit der Qual der Wahl konfrontiert. Denn für die Saison 2018/19 stehen ihm, abgesehen von verletzungsbedingten und anderen Ausfällen, fast 30 Spieler zur Verfügung. Mit Jewgeni Plushnikow, der jetzt das Trikot des Kreisliga-Aufsteigers RW Hürriyet trägt, meldet der Bezirksligist lediglich einen Abgang. „Wir haben ihm natürlich keine Steine in den Weg gelegt. Einige Neulinge spielen auf seiner Position“, berichtet Co-Trainer Daniel Yousef.

In Tur Abdins Aufgebot befinden sich sieben Zugänge. Zu ihnen gehören die Matta-Brüder Lukas uns Simon, die zuletzt in Diensten des SV Atlas standen. Justin Lentz bringt elf Saisontore für den Ligakonkurrenten SV Baris als Empfehlung mit. Artjom Prieb ist nach einem einjährigen Abstecher zum Kreisligisten TV Jahn zum SVT zurückgekehrt. „Wir haben Spieler für alle Positionen geholt. Wir haben auf Qualität geachtet, aber auch darauf, dass die Spieler menschlich zu uns passen“, erklärt Yousef. Man habe die Jungs länger beobachtet. „Wir kennen sie gut und viele haben schon bei uns gespielt. Man kennt sich auch privat“, sagt der Co-Trainer. Die meisten Tur-Abdin-Neuen sind also alte Bekannte.

In der vergangenen Saison hielten sich die Delmenhorster bis zum 23. Spieltag auf den Positionen drei bis fünf auf. Danach ging es bergab und das Team, das 28 der 45 Punkte im Stadion sammelte und mit 69 die viertmeisten Treffer hinnehmen musste, nahm in der Abschlusstabelle Rang acht ein. „Zum Schluss sind wir etwas ins Wanken gekommen“, sagt Yousef. Man habe einige verletzte Spieler gehabt. Und: „Nach oben und unten ging nichts mehr.“

Früher Spieler, jetzt Trainer: Christian Kaya geht in seine zweite Saison als Trainer bei den Aramäern. Foto: Frederik Böckmann

Ausdrücklich lobt das Tur-Abdin-Urgestein seinen Chef Christian Kaya. „Das hat gut gepasst. Christian ist ein guter Fang. Er gibt sich viel Mühe“, sagt Daniel Yousef über den 29-Jährigen, mit dem er früher zusammengespielt hat. Man sei überrascht und erfreut gewesen, als Kaya sich zur Verfügung gestellt habe. Er unterstütze ihn bei dessen Arbeit.

In der ersten Runde des Pokalwettbewerbs auf Bezirksebene besitzt Tur Abdin ein Freilos. In Durchgang zwei tritt die Mannschaft am Sonntag, 5. August, 15 Uhr, beim Sieger der Partie VfL Stenum gegen SV Baris Delmenhorst an. Nachbarn, die in der Bezirksliga auf Punktejagd gehen, bleiben somit untrer sich.

Priorität genießt bei den Düsternortern aber natürlich die Punktrunde. Isa Tezel, der gemeinsam mit Matthias Demir die sportliche Leitung bildet, nennt als Saisonziel einen Rang unter den ersten Sechs. Daniel Yousef spricht von einem „einstelligen Tabellenplatz“. Er sagt aber auch: „Wir haben uns keine großartigen Ziele gesetzt. Wir wollen schönen Fußball spielen und unser Spiel optimieren.“ Der Routinier weiß jedoch, dass das alles nicht so einfach ist, denn auch ihm ist nicht verborgen geblieben, dass sich einige Bezirksliga-Teams kräftig verstärkt haben.

„Wir geben unser Bestes“, verspricht der Co-Trainer. „Und am Ende werden wir gucken dann, was dabei herauskommt.“ Daniel Yousef strahlt vorsichtigen Optimismus aus: „Das Potenzial für eine gute Saison ist vorhanden.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Der Artikel erschien zuerst in unserer Fußball-Beilage am 28. Juli


Zugänge: Lukas Matta, Simon Matta, Dennis Thüroff (alle SV Atlas), Cemil Yildiz (KSV Hicretspor), Justin Lentz (SV Baris), Artjom Prieb (TV Jahn), Mark Ibrahim (SV Baris).

Abgänge: Jewgeni Plushnikow (RW Hürriyet).

Restkader: Ehsan Ehsani Tabar, Jens Dekarski, George Celik, Michael Sen, Lukas Mutlu, Christian Stark, Daniel Karli, Christopher Demir, Simon Tezel, David Demir, Joseph Kaya, Besart Lugoli, Can Blümel, Aho Hanno, Ninos Yousef, William Celik, Manuel Celik, Habib Kilic, Andreas Lorer, Davis Uyar, Johannes Artan, Danyel Renken.

Cheftrainer: Christian Kaya.

Co-Trainer: Daniel Yousef.

Saisonziel: Platz unter den ersten sechs Mannschaften.

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