Fußball-Kreisliga Ahlhorner SV mit vielen Häuptlingen, aber kaum Indianern?

Von Andreas Bahlmann

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Jetzt für den Ahlhorner SV auf Torejagd: Bassal Ibrahim (links gegen den Huder Jeremias Holtorp) kam vom TSV Ippener. Foto: Rolf TobisJetzt für den Ahlhorner SV auf Torejagd: Bassal Ibrahim (links gegen den Huder Jeremias Holtorp) kam vom TSV Ippener. Foto: Rolf Tobis

Ahlhorn. Der verstärkte Ahlhorner SV will in der kommenden Saison unter die ersten Sechs der Fußball-Kreisliga.

Es sind erst ein paar Wochen vergangen, als der Ahlhorner SV trotz eines 6:2-Sieges am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison beim TSV Ippener eigentlich sportlich aus der Fußball-Kreisliga abgestiegen war. Doch ausgerechnet Ippeners Rückzug verhinderte Ahlhorns historischen Absturz in die Kreisklasse nach 33 Jahren – und die Ahlhorner Vereinsführung betrieb während der Sommerpause großen Aufwand, um einige namhafte Neuzugänge für den Vereinswechsel zu gewinnen. Der neue Cheftrainer Servet Zeyrek strotzt vor Selbstbewusstsein und gibt als Saisonziel „einen Tabellenplatz unter den ersten sechs Mannschaften“ aus. (Weiterlesen: Servet Zeyrek wird Trainer beim Ahlhorner SV)

Zumindest die Neuzugänge lassen beim ASV auf den ersten Blick auf eine bessere Spielzeit als die vergangene Horrorsaison mit Abstiegsangst und mehreren Trainerwechseln hoffen. Mit dem Ibrahim-Trio Bassal, Zana und Mazlum (vom TSV Ippener), den Stublla-Brüdern Liridon (vom Oberligisten VfL Oythe) und Mirsad (vom Diepholzer Kreisligisten SV Mörsen-Scharrendorf) sowie Bartosz Drozdowski (ebenfalls SV Mörsen-Scharrendorf) stehen Neu-Coach Zeyrek sechs starke Spieler zur Verfügung. (Weiterlesen: Jörg Beckmann hört als Coach beim Ahlhorner SV auf)

Zeyrek mit ambitionierten Zielen

Der C-Lizenz-Inhaber betrachtet eine Platzierung im oberen Drittel aber auch nur als Ziel einer ersten Etappe: „Meine Mannschaft braucht vielleicht ein Jahr, um sich zu finden und zu etablieren, aber dann will ich unter die ersten Drei kommen.“ Zeyrek nimmt sich viel Zeit für Einzelgespräche mit seinen Spielern, um ihnen das nötige Selbstvertrauen zu geben und er sucht den sportlichen Vergleich mit höherklassigen Gegnern wie etwa beim Testspiel am vergangenen Dienstag gegen den SV Baris Delmenhorst. Dort ließen die Ahlhorner auch phasenweise ihre neu hinzugewonnene Offensivqualität aufblitzen, offenbarten aber noch Schwächen in der Defensive und im Zusammenspiel.

So fehlte beispielsweise dem Neu-Ahlhorner Zana Ibrahim noch sichtbar die Bindung zur Mannschaft. Er fiel während des gesamten Spiels eigentlich mehr durch lautstarke Unmutsbekundungen als durch Leistung auf. Überhaupt drängte sich beim Betrachten der ASV-Elf etwas der Eindruck auf, dass da viele Häuptlinge auf dem Spielfeld um ihre Führungspositionen rangen.

Trotzdem behielt ASV-Coach Servet Zeyrek nach der Testspielniederlage seine gewohnt gute Laune: „Ich lasse erst einmal alle spielen und probieren. Die Mannschaft ist ja komplett neu zusammengestellt, da stimmen die Laufwege und Abstände einfach noch nicht und die Spieler müssen noch ihre Positionen finden“, erklärte der Ex-Coach des SV Tur Abdin und des VfB Oldenburg II.


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