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CHIO 2018 in Aachen Sandra Auffarth muss auf Start mit Wolle verzichten

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Können nicht beim CHIO 2018 in Aachen starten: Sandra Auffarth und Wolle. Foto: Lars PingelKönnen nicht beim CHIO 2018 in Aachen starten: Sandra Auffarth und Wolle. Foto: Lars Pingel

Ganderkesee/Aachen. Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee muss auf den Start mit ihrem Paradepferd Opgun Louvo, den sie Wolle nennt, in der Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2018 in Aachen verzichten. Sie tritt in dieser aber mit Viamant du Matz an.

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee muss auf den Start mit ihrem Paradepferd Opgun Louvo, den sie Wolle nennt, in der Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2018 in Aachen verzichten. Der 16-jährige Wallach müsse “sich vertreten oder über Nacht in der Box verletzt haben“, berichtete Auffarth auf ihrer Facebookseite: „Der Schmerz kommt auf jeden Fall aus dem Huf.“ Sie war mit Wolle am Montag nach Aachen gereist und gut angekommen, teilte Auffarth mit. Dort ging es ihm zunächst „super“.

Wolle sei, auch dank „des super Teams in Aachen so gut wie möglich versorgt“ worden, erklärte die 31-Jährige. Er ist zurück in den heimischen Stall in Bergedorf gebracht worden. „Für mich und Wolle bricht eine kleine Welt zusammen, wir waren so gut in Form. Doch jetzt ist es das Wichtigste, dass es ihm schnell besser geht!“, schrieb Auffarth auf Facebook weiter.

Die Bergedorferin hatte erst vor zwölf Tagen erklärt, dass sie mit ihrem Selle Francais nicht mehr an Championaten teilnehmen  wird, weil sie ihm die Strapazen nicht zumuten möchte. Neun Medaillen haben Auffarth und Wolle seit 2011 bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften gewonnen, darunter WM-Gold, Olympia-Gold mit der Mannschaft und Bronze im Einzel.

Hufeisen auf „Walk of fame“

In Aachen, wo ein Kurz-Wettkampf auf dem zweithöchsten internationalen Schwierigkeitsgrad (CIC3*) ausgeschrieben ist, wollte Auffarth allerdings sehr gerne mit Wolle starten; das Paar war von Bundestrainer Hans Melzer sogar für den Nationenpreis nominiert worden.

In der Soers waren Auffarth und Wolle bei ihren bisher fünf Starts seit 2012 ebenfalls sehr erfolgreich. Fünfmal gehörten sie zur deutschen Equipe, die den Nationenpreis gewann. 2014 siegten sie auch in der Einzelwertung, sodass ihre Namen an der legendären Wand der Sieger im Aachener Reitstadion eingraviert sind. Und: Eines der Hufeisen, die Wolle damals trug, ist in einem Stern auf dem “Walk of Fame“ auf der traditionsreichen Anlage eingelassen. Im Einzel wurden die beiden zudem Zweite, Dritte und zweimal Vierte.

Auffarth reitet Viamant du Matz in der Vielseitigkeitsprüfung

Die Bergedorferin wird trotz der Absage ihres Starts mit Wolle in der Vielseitigkeitsprüfung des CHIO 2018 antreten. Auffarth geht mit dem neunjährigen Wallach Viamant du Matz, ein Selle Francais, in die Kurzprüfung auf Drei-Sterne-Niveau (CICO3*). Sie wird in diesem als Einzelreiterin vertreten sein, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung mit. Einzel- und Mannschaftswertung werden an diesem Freitag (Dressur und Springen) und Samstag (Geländeritt) entschieden.

Springprüfung mit Nupaafeed’s La Vista

Auffarth tritt in Aachen außerdem in Wettbewerben an, die unter dem Programmpunkt Springen zu finden sind. Sie hat mit der neunjährigen Stute Nupafeed’s La Vista eine Startberechtigung für Prüfungen der Spring-Spezialisten erhalten. Auffarth, die in der laufenden Saison mit Landlord das Championat der Berufsspringreiter gewann und in der deutschen Meisterschaft der Springreiterinnen  Rang sechs belegte, war mit La Vista Mitte Mai in Hamburg-Klein Flottbeck im Deutschen Derby Dritte  geworden.

Am Mittwoch war das das Duo zum ersten Mal im Aachener Reitstadion gefordert, das 40.000 Zuschauer fasst. Im Preis des Handwerks, einer Konkurrenz mit Hindernishöhen bis 1,45 Meter, landeten sie mit acht Strafpunkten und einer Zeit von 80,12 Sekunden Rang 32. Es siegte der Ire Darragh Kenney auf Cacan in einer fehlerfreien Runde in 65,64 Sekunden.


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