Oldenburger Landesturnier 2018 895 Reiter wollen mit 3154 Pferden in 108 Prüfungen starten

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Steht in der Teilnehmerliste des Oldenburger Landesturniers 2018: Jule Freericks vom RC Hude. Im Vorjahr startete sie im Rasteder Schloßpark mit Procult. Foto: Rolf TobisSteht in der Teilnehmerliste des Oldenburger Landesturniers 2018: Jule Freericks vom RC Hude. Im Vorjahr startete sie im Rasteder Schloßpark mit Procult. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. An diesem Dienstag, 17. Juli, beginnt im Rasteder Schloßpark das Oldenburger Landesturnier 2018. Bis Sonntag, 22. Juli, werden dort 108 Prüfungen ausgetragen, für die 895 Reiter mit 3154 Pferden gemeldet wurden. Darunter sind 86 aus Vereinen des Kreisreiterverbands Delmenhorst.

Fast zehn Prozent der Pferdesportler, die in der Teilnehmerliste des Oldenburger Landesturniers 2018 stehen, gehören Vereinen aus dem Kreisreiterverband Delmenhorst an. 86 Spring-, Dressur- und Vielseitigkeitsreiter vom RV Ganderkesee, RC Hude, RuFV Schönemoor, RuFV Holle-Wüsting, RV Grüppenbühren, Elmeloher RC, RSV Schierbrok, RuFV Grummersorter RC und vom RV Hohenböken sind für die Veranstaltung gemeldet, die von Dienstag, 17. Juli, bis Sonntag, 22. Juli, im Schloßpark in Rastede zum 70. Mal ausgetragen wird. Im Zeitplan stehen zudem Konkurrenzen für Zwei- und Vierspänner-Fahrer. 895 Aktive mit 3154 Pferden haben für die insgesamt 108 Prüfungen gemeldet.

Organisatoren möchten „Festival des Pferdes feiern“

Das Organisationsteam des ausrichtenden Renn- und Reitvereins Rastede ist von diesen Nennungszahlen „hoch erfreut“, sagte Jan-Christoph Egerer, Turnierleiter und 1. Vorsitzender des RuRV: „Für uns ein Zeichen, dass das Landesturnier für die Aktiven in der Region und darüber hinaus ein beständiger Anziehungspunkt ist. Unter den Aktiven sind eine ganze Reihe Spitzensportler, dennoch liegt unser Fokus nach wie vor auf den vielen passionierten Sportlern aus der Region und der Förderung des reiterlichen Nachwuchses.“ Ziel der Organisatoren sei es, Menschen, die eine Affinität zum Pferd haben, eine Freude zu bereiten. „Wir möchten ein großes Festival des Pferdes feiern“, erklärte Egerer. Auch deshalb ist der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes fest in das Landesturnier eingebunden. Höhepunkt ist traditionell die Elite-Stutenschau am Donnerstag mit anschließender Brillantring-Präsentation. Etwa 60 Stuten konkurrieren, einzeln auf einer Dreiecksbahn vorgeführt, um den Titel der Siegerstute.

Das Landesturnier sei nicht nur bei den Sportlern sehr beliebt, erklärte Egerer. Es gäbe „kaum ein Turnier, das eine so große Akzeptanz hat“. Das zeigten die hohen Zuschauerzahlen und die Verbundenheit der Sponsoren. Die Veranstalter planen mit einem Budget von 900000 Euro, sagte Björn Finkeisen, 2. Vorsitzender des RuRV: „Das ist etwas mehr als im vergangenen Jahr.“ Die Veranstaltung funktioniere denn noch nur, „weil sich viele Leute ehrenamtlich engagieren“.

Drei Prüfungen in der Großen Tour

Das höchste Preisgeld gibt es wie immer im „Großen Preis der Öffentlichen Oldenburg“ zu gewinnen, der am Sonntag ab 16 Uhr als Springprüfung der Klasse S*** mit Stechen den attraktiven sportlichen Abschluss des Landesturniers bildet. Das Finale der im Vergleich zu den Vorjahren auf drei Prüfungen reduzierten Großen Tour ist mit 20000 Euro dotiert. Lediglich der „Rasteder Champion“ am Donnerstag ab 20 Uhr (6000 Euro) und das „LzO-Championat“ am Freitag ab 18.30 Uhr, jeweils Springen der Klasse S**, dienen als Qualifikationen. Die 35 punktbesten Reiter aus diesen beiden starten im „Groß Preis“. Direkt qualifiziert sind außerdem Vorjahressieger Hilmar Meyer vom RRV Schwarme sowie der Oldenburger Landesmeister 2017 Jan Wernke vom RSC Handorf.

Dass der CHIO zeitgleich ausgetragen wird, stört die Organisatoren des Landesturniers in Rastede nicht, auch wenn einige namhafte Reiter nicht im Ammerland starten, weil sie, wie Mario Stevens vom RuRV Lastrup (Deutscher Meister 2018 der Springreiter) die Startberechtigung für das internationale Turnier in Aachen erhalten haben. „Mario Stevens vertritt dort die Oldenburger Farben“, erklärte Egerer: „Wir sind stolz, wenn Reiter, die schon hier bei uns waren, in Aachen antreten können.“

Hochklassig besetzte Felder in Springen und Dressur

Außerdem, sagte Egerer, werden auch im Schloßpark „viele Top-Reiter“ für hochklassigen Sport sorgen. Für die Springprüfungen haben unter anderem international erfolgreiche Aktive wie Perspektivkader-Mitglied Patrick Stühlmeyer (Osnabrück), Rolf Moormann (RV Ahlhorn), Johannes Ehning (RV Borken) und die Vielseitigkeitsweltmeisterin Sandra Auffarth (RV Ganderkesee) genannt.

Mit „besonders gut“ besetzten Starterfeldern rechnen die Organisatoren auch in den Dressurprüfungen. In Alexa Westendarp (Wallenhorst) steht eine Reiterin in der Meldeliste, die am zurückliegenden Donnerstag mit der deutschen U21-Equipe bei der Europameisterschaft im französischen Fontainbleau Gold gewonnen hat. Außer ihr sind unter anderem auch Bianca Kasselmann (Hagen), die für den RFC Niedervieland startende Delmenhorsterin Simone Kruse und Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee für Rastede gemeldet. Das Finale der Großen Dressur-Tour ist der Kurz-Grand-Prix (Klasse S***) am Sonntag ab 14.45 Uhr, für das sich acht Paare qualifizieren.

Freut sich auf ein „Festival des Pferds“: das Organisationsteam des Oldenburger Landesturniers 2018, das vom 17. bis 22. Juli im Schloßpark in Rastede ausgetragen wird. Foto: Lars Pingel

Finale des Oldenburger Jugendchampionats

„Das Landesturnier passt in die Zeit“, meinte Michael George, Präsident des Reiterverbands Oldenburg, mit Blick auf die 70. Austragung des Landesturniers. „Es verbindet Tradition mit Moderne. Wir freuen uns, dass wir unsere Landesmeisterschaften in Rastede austragen können.“ Die Titel werden in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen in den Disziplinen Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Fahren vergeben. George freute sich besonders, dass die Starterfelder in den Qualifikationsturnieren für das Oldenburger Jugendchampionat und den Talentförderpreis im Vergleich zu den Vorjahren weiter gewachsen sind. Zum dritten Mal werden die Finals ab Dienstag in Rastede ausgetragen. Auch dafür haben sich einige Reitsportler aus Vereinen des KRV Delmenhorst qualifiziert.

KRV-Team tritt im Oldie-Cup an

Ein ganz besonderes Team des KRV ist am Samstagabend gefordert. Es startet im „Oldie-Cup“: eine Mannschaftsdressurkür, die nur alle fünf Jahre ausgetragen wird. Teilnehmen dürfen ausschließlich Reiter, die vor mindestens 25 Jahren schon einmal im Oldenburger Landesturnier gestartet sind, erklärten die Organisatoren. Die Mannschaften setzen sich aus sechs Reitern eines Kreisreiterverbands zusammen. Der Wettbewerb findet ab 19.45 Uhr unter Flutlicht auf einem 20x 60-Meter-Viereck statt, das auf dem Hauptplatz aufgebaut wird.

Der Samstagabend, der der Show-Abend des Landesturniers, geht mit einem großen Feuerwerk zu Ende. „Hier legen wir anlässlich des 70. Geburtstages selbstverständlich noch eine große Schippe drauf“, versprach Organisationsleiter Torsten Schmidt: „Wir planen ein Feuerwerk auf zwei Ebenen: Zum einen in der Höhe, zum anderen wird es auf dem Platz eine eindrucksvolle Flammenillumination geben.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN