So lief die 1. Fußball-Kreisklasse Mittelfeldclubs hadern mit enttäuschender Saison

Von Andreas Bahlmann, Frederik Böckmann und Daniel Niebuhr

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Zwei Teams, die enttäuschten: die SF Wüsting um Timo Feldhus  und der KSV Hicretspor um Burak Aruk. Foto: Rolf TobisZwei Teams, die enttäuschten: die SF Wüsting um Timo Feldhus und der KSV Hicretspor um Burak Aruk. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Das dk blickt in drei Teilen auf die 1. Kreisklasse Oldenburg-Land/Delmenhorst 2017/18 zurück – mit 1105 Treffern die torreichste im Kreisliga-Unterhaus seit zwölf Jahren. Das Tabellenmittelfeld ist mit ambitionierten Clubs wie Tungeln, Wüsting und Hicretspor die Zone der Enttäuschten.

6. VfL Stenum II – 67:72 Tore – 43 Punkte

Ein sehr guter Anfang, ein durchwachsenes zweites Saisondrittel, dann aber wieder ein ordentlicher Endspurt mit fünf ungeschlagenen Spielen – der VfL Stenum II beendete seine durchschnittliche Saison als achtbeste Heimmannschaft und siebtes Auswärtsteam am Ende als Sechster. „Die Platzierung ist absolut in Ordnung“, sagte Trainer Uwe Hammes. „Die Jungs sind am Ende noch ganz gut wieder in die Spur gekommen.“

7. FC Hude II – 65:60 Tore – 42 Punkte

Der FC Hude II verpatzte den Start, danach war der Zug zu den Spitzenplätzen abgefahren. In seiner zehnten Saison im Kreisliga-Unterhaus landete die FCH-Reserve – mit einer Ausnahme – immer zwischen Rang fünf und neun. „Wir haben nie den richtigen Dreh reinbekommen“, sagte Interimstrainer Hendrik Nordbruch, der im Winter den geschassten Stefan Hilgenberg beerbt hatte.

8. SV Tungeln – 64:75 Tore – 42 Punkte

Zwölf Siege, zwölf Niederlagen, sechs Unentschieden: Der SV Tungeln verkörperte vergangene Saison das pure Mittelmaß – fuhr damit allerdings seine schlechteste Platzierung seit den 70er-Jahren ein. „Wir hatten uns schon mehr vorgestellt“, räumte Co-Trainer Dennis Großpietsch ein. Angesichts der zeitweiligen großen Personalnot – 40 Spieler wurden insgesamt eingesetzt – sei man dennoch „unter dem Strich ganz zufrieden“.

9. SF Wüsting – 55:57 Tore – 40 Punkte

Vor der Saison hatten viele Trainer die SF Wüsting im Aufstiegsrennen auf dem Zettel, doch nach Katastrophenstart und vielen Verletzungen war man zwischenzeitlich Vorletzter. „Es ist mit Sicherheit nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagt Trainer Florian Neumann, „aber wir konnten in der Rückrunde vieles ausprobieren und unsere A-Jugendlichen integrieren.“

10. KSV Hicretspor – 74:82 Tore – 40 Punkte

Hicretspor punktete als einzige Mannschaft mit zwei Unentschieden gegen Meister Hasbergen, doch letztlich spielten die Düsternorter eine enttäuschende Saison. „Wenn wir in der Rückserie nicht so viele Spiele aus der Hand gegeben hätten, wäre für uns der Augstieg locker drin gewesen“, meinte Spielertrainer Timur Cakmak. Seine Spieler hätten nun begriffen, dass es „kein Selbstläufer“ sei. „Wir greifen jetzt richtig an.“

11. TV Munderloh II – 63:78 Tore – 35 Punkte

Ein überraschend starke Saison spielte Aufsteiger TV Munderloh II in der ersten Saison in der 1. Kreisklasse überhaupt und sicherte sich früh den Klassenerhalt – auch zur Überraschung von Trainer Michael Schröder. Doch nach einem schwachen Saisonstart „haben wir dann den Fußball gespielt, den ich mir vorgestellt habe“, sagt der scheidende Coach. „Es hat richtig Spaß gemacht.“


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