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So lief die Fußball-Kreisliga Nicht alle Spitzenteams sind zufrieden

Von Andreas Bahlmann und Frederik Böckmann

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Der verdiente Meister: Der FC Hude dominierte die Fußball-Kreisliga und lag in fast allen Kategorien vorn. Bei einer Tordifferenz von +57 und nur drei Niederlagen konnte Trainer Lars Möhlenbrock feststellen: „Wir freuen uns, dass wir so deutlich Meister geworden sind.“

            

              
                Foto: Rolf TobisDer verdiente Meister: Der FC Hude dominierte die Fußball-Kreisliga und lag in fast allen Kategorien vorn. Bei einer Tordifferenz von +57 und nur drei Niederlagen konnte Trainer Lars Möhlenbrock feststellen: „Wir freuen uns, dass wir so deutlich Meister geworden sind.“ Foto: Rolf Tobis

Landkreis/Delmenhorst. Das dk blickt in drei Teilen auf die Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst 2017/18 zurück. Die fünf Spitzenteams um Meister FC Hude und Vize Harpstedter TB haben an ihrer eigenen Leistung erstaunlich viel zu meckern.

FC Hude (1.)

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga gelang dem FC Hude der direkte Wiederaufstieg. Die meisten Siege (22), die meisten Tore (98), die beste Tordifferenz (+57) und die wenigsten Niederlagen (drei) – am Titelgewinn des FCH gab es nichts zu rütteln, auch wenn Hude am Ende der Saison etwas schwächelte. „Wir sind total zufrieden und freuen uns, dass wir so deutlich Meister geworden sind“, sagt Trainer Lars Möhlenbrock, betont aber auch: „Es war keine leichte Saison.“ Doch der Fußball-Club kompensierte mit seinem ausgeglichenen Kader auch die Langzeitausfälle von wichtigen Spielern wie Kapitän Cünyet Yildiz (Kreuzbandriss) oder Mittelfeldmotor Ole Schöneboom (Knöchelbruch).

Harpstedter TB (2.)

Die junge Mannschaft von Jörg Peuker spielte eine starke Saison – und das, obwohl der HTB keinen der Top-Ten-Torjäger stellte. „Mit der Vizemeisterschaft bin ich hochzufrieden. Wir haben das sehr gut gemacht“, sagte Coach Peuker – fand aber ein Haar in der Suppe: „Im Nachhinein hätten wir vielleicht Hude noch etwas mehr zusetzen können, wenn wir uns in manchen Spielen nicht so dämlich angestellt hätten.“ Wie etwa bei der überraschenden 1:2-Niederlage gegen Ippener. Die Harpstedter stellten die beste Defensive der Liga (40 Gegentreffer).

VfR Wardenburg (3.)

Zum dritten Mal in Folge im Kreispokalfinale, zum dritten Mal in Folge Dritter: Man könnte meinten der VfR Wardenburg ist mit seiner Saison zufrieden. Sind die Remis-Könige der Liga (neun Unentschieden) aber nicht. „Das ist schon nervig. Wir hatten uns mehr ausgerechnet“, redet Trainer Sören Heeren nicht um den heißen Brei herum. „Aber mehr hätten wir auch nicht verdient gehabt, dazu haben wir einfach zu wenig investiert – die Tabelle lügt nicht.“ Heeren freut sich deshalb schon auf die neue Saison mit den „jungen Wilden“ aus der Wardenburger A-Jugend.

TV Dötlingen (4.)

Der TV Dötlingen ist die positive Überraschung der Saison – vor allem dank seines bärenstarken zweiten Halbjahres. Niemand holte 2018 mehr Punkte (34) als der TVD. Das Geheimnis des Erfolges lag für Trainer Markus Welz in der Wintervorbereitung. Zwar konnte Dötlingen in Neerstedt nur auf einem „Ausweichacker unter Taschenlampenbeleuchtung“ (Welz) trainieren, dafür aber regelmäßig. „Wir haben viel Trainingszeit miteinander verbracht“, sagt Welz. In der zweiten Saisonhälfte lief vor allem die Dötlinger Offenisve auf Hochtouren. „Wir waren ja bekannt dafür, viele Tore zu schießen, aber noch mehr Torchancen zu vergeben. Das hat sich verbessert“, lacht er.

TuS Heidkrug (5.)

Mit elf Siegen vom Start weg legte der TuS Heidkrug einen fulminanten Auftakt hin. Die Erfolgsserie wurde erst am 22. Oktober vom Harpstedter TB gestoppt. Danach schwächelte Heidkrug etwas, ging aber dennoch als Zweiter in die zweite Saisonhälfte, wo der TuS zwischenzeitlich aber arge Probleme hatte. „Die Hinrunde war Top, die Rückrunde ein Flop“, sagt Trainer Selim Karaca. Interessant: Heidkrug gewann auswärts mehr Spiele (acht) als zu Hause (sieben). Und: Heidkrug stellte wieder einmal die fairste Elf der Liga.


Abschlusstabelle der Fußball-Kreisliga Oldenburg-Land/Delmenhorst 2017/18

1. und Bezirksliga-Aufsteiger FC Hude 30 Spiele / 98:41 Tore / 71 Punkte

2. Harpstedter TB 30/73:40/60

3. VfR Wardenburg 30/84:53/54

4. TV Dötlingen 30/90:54/53

5. TuS Heidkrug 30/69:48/50

6. SV Atlas Delmenhorst II 30/65:59/46

7. TSV Ganderkesee 30/56:73/40

8. TV Munderloh 30/79:82/39

9. Delmenhorster TB 30/64:79/38

10. TSV Ippener 30/86:112/36 (zurückgezogen in die 2. Kreisklasse)

11. FC Huntlosen 30/57:79/35

12. TSV Großenkneten 30/44:60/34

13. SV Achternmeer 30/68:91/31

14. TV Jahn Delmenhorst 30/52:80/31

15. Ahlhorner SV 30/57:79/30

16. und Absteiger Spvg. Berne 30/48:60/29

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